Die Entscheidung fiel am Donnerstagabend: Der Ayuntamiento von San Bartolomé de Tirajana hat die Gran Cabalgata des Karnevals von Maspalomas offiziell vom Samstag, 21. März, auf den 28. März verschoben. Die Borrasca Therese, der 19. benannte Sturm der Saison 2025-26 und damit ein absoluter Rekord, lässt den Behörden keine andere Wahl. CITA News, Ihr Nachrichtenportal für Gran Canaria, fasst die aktuelle Schadensbilanz und den neuen Karneval-Zeitplan zusammen.

Neuer Karneval-Zeitplan: Alles verschoben

Mit der Cabalgata verschiebt sich das gesamte Karnevalsprogramm der kommenden Tage. Bereits am Mittwoch hatte die Gemeinde die Drag-Queen-Gala, den Karneval Canino und die Gala del Turista verlegt. Der neue Zeitplan steht jetzt fest — und kollidiert am 28. März mit den Umzügen in Carrizal (Ingenio) und Arguineguín (Mogán).

Neuer Karnevalszeitplan Maspalomas

Drag-Queen-Gala: Mittwoch, 25. März, 21:00 Uhr (Tickets gültig, Mónica Naranjo bestätigt)

Karneval Canino: Donnerstag, 26. März

Gala del Turista: Freitag, 27. März

Gran Cabalgata: Samstag, 28. März (115 Carrozas, 300.000+ erwartet)

Kollision 28.3.: Zeitgleich Cabalgatas in Carrizal und Arguineguín

Schäden im Süden: Mauer eingestürzt, Strände gesperrt

Die Borrasca Therese hat im Süden von Gran Canaria erste sichtbare Schäden hinterlassen. An der Playa del Águila in San Bartolomé de Tirajana riss die Brandung ein 20 Meter langes Stück einer Küstenmauer ein. In Las Palmas errichteten die Behörden vorsorglich einen zwei Meter hohen Sandwall am Balneario auf der Playa de Las Canteras, um Infrastruktur und Rettungsstationen zu schützen.

Der kanarische Notdienst 112 Canarias registrierte bis Donnerstagmorgen 96 Einsätze — die Mehrheit auf Teneriffa, wo eine Straßenlaterne auf der Autobahn TF-5 auf ein Fahrzeug stürzte und kilometerlange Staus verursachte. Auf Teneriffa wurde zudem ein Schulgebäude beschädigt und das Tierheim Valle Colino in La Laguna verlor sein Dach. Die Tiere konnten gerettet werden.

Schulen heute auf allen Inseln geschlossen

Am Freitag, 20. März, bleibt der Präsenzunterricht im gesamten kanarischen Archipel ausgesetzt. Auch die Universitäten La Laguna und Las Palmas de Gran Canaria haben auf Fernunterricht umgestellt. Kindertagesstätten, Tageszentren und kommunale Sporteinrichtungen sind geschlossen. In Las Palmas hat die Stadtverwaltung alle kommunalen Einrichtungen und Freiluftaktivitäten bis auf Weiteres gesperrt.

Borrasca Therese — Lage am 20. März

Schulen: Alle Inseln geschlossen (Freitag)

Wind: Böen über 90 km/h in Kammlagen und exponierten Lagen

Niederschlag: Bis 300 l/m² möglich (La Palma, Teneriffa, Gran Canaria nicht ausgeschlossen)

Einsätze 112: 96 Vorfälle (Mehrheit Teneriffa)

Flüge: 47+ gestrichen/umgeleitet (Stand Donnerstag)

Häfen: Puerto del Rosario + Arrecife geschlossen

Wellen: Bis 5 Meter an West- und Südküsten

Ende: Sonntag 22. März Abschwächung erwartet

AEMET warnt: Das Schlimmste kommt in der Nacht

Die AEMET hat ihren Sonderbericht für die Kanarischen Inseln aktualisiert. Die kritischste Phase wird für die Nacht von Donnerstag auf Freitag und den Freitagvormittag erwartet. Starke bis sehr starke Niederschläge, begleitet von Gewittern, treffen besonders die West- und Südhänge von Teneriffa, La Palma und Gran Canaria. Im Süden Gran Canarias werden am Freitagmorgen intensive Regenfälle erwartet.

Die kumulierten Niederschlagsmengen können auf La Palma und Teneriffa die Marke von 300 Litern pro Quadratmeter überschreiten — mit dem Risiko von Sturzfluten in Barrancos, Überschwemmungen in Tieflagen und Erdrutschen. Schnee fällt weiterhin auf dem Teide und dem Roque de los Muchachos. Moisés Sánchez, Direktor des 112 Canarias, warnte: Die außergewöhnliche Dauer des Sturms — viereinhalb Tage statt der üblichen 48 Stunden — mache Therese besonders gefährlich.

Rekord-Borrasca: 19. benannter Sturm der Saison

Mit Therese sind in der Saison 2025-26 bereits 19 Stürme benannt worden — ein absoluter Rekord seit Einführung des Benennungssystems in der Saison 2017-18. Die bisherige Höchstmarke lag bei 17 Stürmen in der Saison 2023-24. Die AEMET bezeichnete die Kanaren als die am stärksten betroffene Region Spaniens.

Was Touristen im Süden jetzt wissen müssen

Für Urlauber in Maspalomas, Playa del Inglés und Meloneras gelten weiterhin strikte Vorsichtsmaßnahmen: Strandbesuche bei roter Flagge sind verboten. Küstenpromenaden können von Brandungswellen überflutet werden. Barrancos sind bei Regen lebensgefährlich — auf keinen Fall betreten. Mietwagen nicht in Senken oder Flussbetten parken. Balkonmöbel sichern. Wer am Freitag oder Samstag fliegt, muss weiterhin mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Die gute Nachricht: Ab Sonntag soll der Wind deutlich nachlassen. Für den neuen Cabalgata-Termin am 28. März sind die Aussichten besser — die Borrasca wird dann längst abgezogen sein.

CITA News verfolgt die Lage weiter. Aktuelle Warnungen: aemet.es und @112canarias. Flugstatus: aena.es.

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