Das Wichtigste
Wer: Spencer Tunick (geb. 1967, New York) — Künstler, weltweit bekannt für Massen-Nackt-Installationen in über 100 Städten
Wann: 26. Juli 2026
Wo: Las Palmas de Gran Canaria und Maspalomas
Was: «GRAN SPECTRUM» — kollektive Nackt-Inszenierung in den Farben der LGTBIQA+-Fahnen
Rahmen: Festival «Culture & Business Pride 2026»
Unterstützt von: Cabildo de Gran Canaria, Turismo de Islas Canarias
Anmeldung: www.arnculturepride.org/spencertunick — offen für alle ab 18
Quellen: Canarias7, RTVC, InfonorteDigital, Pressenza, Masscultura
Spencer Tunick fotografiert seit über drei Jahrzehnten nackte Menschen. Nicht einzeln, sondern in Massen. Im Zócalo von Mexiko-Stadt brachte er 18.000 Menschen zusammen, sein bisheriger Rekord. In London, Sydney, Amsterdam, Barcelona — über 100 Städten — hat er Plätze, Strände und Strassen in temporäre Skulpturen aus menschlichen Körpern verwandelt. Sein Prinzip: Sobald die Kleidung weg ist, verschwinden auch Statussymbole, Beruf, Geschlecht. Was bleibt, ist Mensch.
Am 26. Juli 2026 kommt Tunick nach Gran Canaria. Das Werk heisst «GRAN SPECTRUM», und es wird grösser als die meisten seiner bisherigen Arbeiten in Europa: hunderte Freiwillige sollen mit ihren Körpern die Farben der LGTBIQA+-Fahnen formen — Regenbogen, Trans, nicht-binär, alle Spektren. Die Aktion ist Teil des Festivals «Culture & Business Pride 2026», das jährlich auf den Kanaren stattfindet und internationale Aufmerksamkeit auf die Insel zieht.
Warum Gran Canaria — und warum jetzt
Gran Canaria gehört seit Jahrzehnten zu den international wichtigsten LGTBIQA+-Reisezielen Europas. Maspalomas hat eine der grössten Pride-Veranstaltungen Europas, die Szene auf der Insel ist sichtbar und etabliert. Aber «GRAN SPECTRUM» ist keine reine Tourismusveranstaltung. Tunick und die Veranstalter beziehen sich ausdrücklich auf das, was sie «den globalen Rückschritt» der LGTBIQA+-Rechte nennen — von den USA bis Ungarn werden Schutzgesetze zurückgenommen, Sichtbarkeit eingeschränkt, Pride-Paraden verboten.
Spanien steht in der Rainbow Map 2026 von ILGA-Europe auf Platz eins in Europa beim Schutz von LGTBIQA+-Rechten. Tunick macht Gran Canaria zum Bühnenbild für ein Statement, das aus dieser Position heraus formuliert wird — als Gegengewicht zu dem, was anderswo passiert.
Wie man mitmacht
Die Anmeldung ist offen für alle ab 18 Jahren. Wer teilnimmt, erhält vorab alle Informationen zu Ort, Zeit und Ablauf — die genauen Koordinaten werden aus organisatorischen und Sicherheitsgründen erst kurz vor der Aktion bekannt gegeben. Jeder Teilnehmende bekommt nach der Inszenierung ein limitiertes Foto des Tages als persönliches Andenken.
Was am Tag passieren wird, ist auch nach Tunicks Standard nicht trivial: frühes Aufstehen, Anweisungen befolgen, Posieren in zugewiesenen Farbgruppen, Geduld. Die eigentliche Aufnahme dauert oft nur Minuten — der gesamte Aufbau Stunden. Wer das Bild später sieht, sieht keine einzelnen Menschen. Man sieht Farbe, Form, Bewegung. Eine Botschaft, die nur funktioniert, weil hunderte Einzelne sie gemeinsam tragen.
Anmeldung: www.arnculturepride.org/spencertunick
Häufige Fragen
- Wer kann mitmachen?
- Alle Personen ab 18 Jahren mit gültigem Ausweis. Erfahrung mit Tunick-Aktionen oder Modeling ist nicht nötig.
- Was kostet die Teilnahme?
- Nichts. Teilnehmende erhalten kostenlos ein limitiertes Foto des Tages.
- Ist die Aktion sicher und legal?
- Ja — die Aktion ist offiziell vom Cabildo de Gran Canaria und Turismo de Islas Canarias genehmigt und Teil des etablierten Festivals «Culture & Business Pride». Nacktheit im Rahmen einer angemeldeten künstlerischen Aktion ist in Spanien rechtlich abgesichert.
- Wann und wo genau?
- 26. Juli 2026 in Las Palmas de Gran Canaria und Maspalomas. Die genaue Uhrzeit und Lokation werden nach der Anmeldung mitgeteilt.
- Werden Fotos von einzelnen Personen veröffentlicht?
- Tunicks Arbeiten zeigen Massen, nicht Einzelpersonen. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen seiner künstlerischen Werkserie. Details zu Bildrechten werden im Anmeldeprozess geklärt.
- Muss ich LGTBIQA+ sein, um teilzunehmen?
- Nein. Die Aktion steht ausdrücklich allen Menschen offen, die das Statement unterstützen wollen — unabhängig von Identität oder Orientierung.