Das Servicio Canario de Salud (SCS) und die NASA haben am Montag offiziell ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die öffentlichen Krankenhäuser auf Teneriffa — das Hospital Universitario de Canarias und das Hospital Universitario Nuestra Señora de Candelaria — werden zur Notfall-Referenzzone für das Artemis-Programm, mit dem die NASA den Menschen zurück auf den Mond bringen will.

Eine Delegation der NASA unter Leitung des Chefarztes James D. Polk besuchte am Montag die Kliniken und zeigte sich beeindruckt von der Ausstattung: Druckkammer, Traumatologie, Intensivstation, Notaufnahme. Polk sagte, die Krankenhäuser hätten einen «grossen Eindruck» hinterlassen.

Der Hintergrund: Das Artemis-Programm plant insgesamt neun Missionen. Bei den meisten führt die Flugbahn über den Atlantik. Wenn ein Start abgebrochen werden muss, landen die Astronauten im Meer — und die nächsten Spitäler mit der nötigen Ausstattung stehen auf den Kanaren.

Adasat Goya, Direktor des SCS, erklärte, die Kanaren seien als Referenzzone für die westafrikanische Küste, Makaronesien und Teile der europäischen Küste vorgesehen. Für Artemis III sei bereits ein direkter Notfallkontakt eingerichtet worden.

Die Verbindung zwischen den Kanaren und der Raumfahrt ist nicht neu. Das Centro Espacial de Maspalomas unterstützt seit 1961 NASA-Missionen — von Mercury über Gemini und Apollo bis zur aktuellen Artemis II, die am 3. April erfolgreich gestartet ist.