Die Beschwerde fordert die Intervention der Generaldirektion Staatsvermogen. Laut den Beschwerdefuehrern koennte das Projekt staatseigene Flaechen betreffen - insbesondere in der Naehe der Schlucht El Veril oder La Maleza. Das Planungsverfahren behandle das Gelaende so, als ob es sich im Alleinbesitz befaende, obwohl ein erheblicher Teil moeglicherweise dem Staat gehoere.

Das Projekt der Kiessling-Familie - Betreiber des erfolgreichen Siam Parks auf Teneriffa - sieht einen Wasserpark, ein Hotel und oeffentliche Gruenflaechen auf einem grossen Grundstueck zwischen der Autobahn GC-1 und dem Touristenzentrum Playa del Ingles vor.

Siam Park auf Teneriffa, das Vorbild fuer das Gran-Canaria-Projekt, steht selbst unter Druck: Das Resort wurde kuerzlich als eine der enttaeuschendsten Touristenattraktion der Welt eingestuft. Fuer Gran Canaria bleibt die Frage: Braucht man ueberhaupt noch dieses Projekt?

Die Geschichte dieses Projekts ist eine Geschichte endloser Verzoegerungen. Urspruenglich sollte der Bau 2016 beginnen. Seither hat die Loro-Parque-Gruppe mehr als 122 Millionen Euro Schadenersatz vom Stadtrat San Bartolome de Tirajana gefordert - fuer entgangene Gewinne und Investitionskosten.

Techniker weigern sich Genehmigungen zu unterschreiben, da der geplante Standort in einem Schluchtenbereich mit Flussbett liegt. Nach den Ueberschwemmungskatastrophen in Valencia ist die Sensibilitaet fuer Bauvorhaben in Hochwassergebieten deutlich gestiegen.

Im besten Fall koennte mit dem Bau in etwa zwei Jahren begonnen werden - sofern alle rechtlichen Huorden ueberwunden sind. Viele Beobachter bezweifeln, ob es jemals dazu kommen wird.

Quelle: Maspalomas24h, Canarian Weekly, Tenerife Weekly