Einsatzgebiet: Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas — 404 Hektar

Einsatzkräfte: ~20 aus 5 Behörden (SEPRONA, Policía Autonómica, Policía Local, Protección Civil, Medio Ambiente)

Neu: Erstmals Drohne für Luftüberwachung

Abendschicht: 4 Umweltagenten des Cabildo speziell für die Abendstunden

Dauer: Mindestens bis 5. April (Ende Semana Santa)

Die Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas (Gran Canaria) ist eines der fragilsten und zugleich meistbesuchten Naturschutzgebiete der Kanarischen Inseln. Während der Semana Santa 2026 hat der Cabildo de Gran Canaria einen umfassenden Überwachungseinsatz gestartet, um die 404 Hektar große Dünenlandschaft vor Beschädigung zu schützen.

Rund 20 Einsatzkräfte sind im Einsatz, darunter Agenten der Guardia Civil über die Umweltschutzeinheit SEPRONA, die Policía Autonómica, die örtliche Policía Local sowie Protección Civil. Ergänzt wird das Aufgebot durch vier Agenten des Cabildo-Umweltamts, die speziell für die Abendschicht eingeteilt sind — genau dann, wenn die meisten Verstöße auftreten.

Drohne überwacht aus der Luft

Erstmals kommt bei diesem Oster-Einsatz auch eine Drohne zum Einsatz. Sie soll Bereiche überwachen, die zu Fuß nur schwer erreichbar sind, und frühzeitig illegale Aktivitäten wie das Betreten gesperrter Zonen, Camping oder das Hinterlassen von Müll erkennen.

Die Dünen von Maspalomas sind ein sensibles Ökosystem, das unter anderem durch unachtsame Besucher, wilde Campingplätze und die Erosion durch Fußgängerverkehr bedroht wird. An Feiertagen wie Semana Santa steigt die Besucherzahl erheblich an — und damit auch das Risiko für Umweltschäden.

Projekte zur Regeneration

Der Consejero de Medio Ambiente, Raúl García Brink, betonte, dass der Cabildo seit Jahren an der Regeneration der Dünenlandschaft arbeitet. Zwei Projekte stehen dabei im Mittelpunkt: MasDunas und Impulsa Maspalomas. Beide zielen darauf ab, die natürliche Vegetation wiederherzustellen, invasive Pflanzenarten zu entfernen und die Besucherlenkung zu verbessern.

Die Dünen sind nicht nur ein Naturschutzgebiet, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Süden Gran Canarias. Jedes Jahr besuchen Hunderttausende Touristen die Region — ein Gleichgewicht zwischen Tourismus und Naturschutz bleibt die zentrale Herausforderung.

Was Besucher wissen sollten

Wer die Dünen während der Semana Santa besucht, sollte auf den markierten Wegen bleiben, keinen Müll hinterlassen und die gesperrten Regenerationszonen respektieren. Wildcampen ist streng verboten und wird mit empfindlichen Bußgeldern geahndet. Die verstärkte Überwachung gilt mindestens bis zum Ende der Osterfeiertage am 5. April.