Ein Naturwahrzeichen unter Druck
Die Dünen von Maspalomas sind eines der bekanntesten Naturwahrzeichen der Kanaren. Zugleich sind sie ein empfindliches Ökosystem, das unter dem Tritt tausender Füsse leidet.
Um es zu schützen, gibt es heute ausgewiesene Pfade für Besucher. Diese sollen künftig auch aus der Luft überwacht werden.
Was der Cabildo plant
Inselpräsident Antonio Morales kündigte an, die bestehende Überwachung um Drohnen zu ergänzen. Sie sollen erkennen, wenn Menschen die erlaubten Wege verlassen.
Bereits vergangene Woche wurde ein Lautsprechersystem vorgestellt, das Besucher an die Regeln erinnert. Vor Ort sind zudem erstmals acht Umweltschützer im Einsatz, unterstützt von Policía Local, Policía Canaria und Guardia Civil.
Warum das Reservat so empfindlich ist
Die Reserva Natural Especial umfasst rund 404 Hektar und ist einer der wichtigsten Brutplätze für Vögel auf Gran Canaria. Das Betreten der Sperrzonen stört die Tierwelt, besonders in der Brut- und Aufzuchtzeit.
Laut Cabildo hat sich die Lage gegenüber den Jahren zuvor deutlich gebessert. Vor vier bis fünf Jahren durchquerten noch täglich tausende Menschen die Dünen ohne Rücksicht auf die Vorgaben.
Was Besuchern bei Verstössen droht
Der Zugang zu den Sperrzonen ist verboten und kann mit Bussgeldern geahndet werden. Bei einem früheren Pilotversuch mit Drohnen kam es nach Angaben des Cabildo zu rund 570 Interventionen, aus denen mehrere Sanktionsvorschläge wegen Verstössen gegen die Umweltgesetzgebung hervorgingen. Der Cabildo betont, dass nur noch eine „verantwortungslose Minderheit" die Schilder ignoriere, appelliert aber weiter an die Eigenverantwortung. Wer die markierten Pfade verlässt, riskiert also nicht nur einen Schaden für die Natur, sondern auch ein Verfahren.
So verhalten Sie sich richtig in den Dünen
Bleiben Sie stets auf den ausgewiesenen und beschilderten Pfaden und betreten Sie keine Sperr- oder Ausschlusszonen. Folgen Sie den Hinweisen der Umweltschützer und der Beschilderung, die dem Schutz der Vegetation und der Brutvögel dienen. Wenn Sie unsicher sind, welche Wege erlaubt sind, fragen Sie an Ihrer Hotelrezeption nach, da viele Betriebe über die Regeln informieren. So tragen Sie dazu bei, dass dieses einzigartige Naturjuwel erhalten bleibt.