Das Wochenende auf einen Blick

  • Sonntag tagsüber: «En Pie» in Teror von 11 Uhr bis zum Schlussstück von Grupo Puja um 20 Uhr · Musik im Mercado del Puerto ab 12.30 Uhr
  • Sonntagabend im Süden: EYWA Festival auf der Terraza Suru in Meloneras ab 17 Uhr · Yet Garbey im El Patio im Holiday World von 18 bis 24 Uhr
  • Sonntagabend in Las Palmas: Pagode do Olimpo in der Sala Faro ab 18.30 Uhr · Laura Márquez und Reynier Mariño im CC El Muelle ab 19 Uhr
  • Gelaufen: Freitag der Pregón in Teror und der Auftakt von «Sonidos del Viento» · Samstag der volle En-Pie-Tag, Grupo Puja an der Fassade und die Clubnacht in Las Palmas
  • Wetter: 24 bis 27 Grad, leicht bewölkt, null Prozent Regenwahrscheinlichkeit · im Süden klarer Himmel
  • Preise: «En Pie», der Mercado del Puerto und Artenara kosten nichts · EYWA ab 15 Euro, El Patio 10 Euro, Sala Faro 8 Euro

Das Highlight: der Schlusstag von «En Pie» und die Nacht in Meloneras

Sonntagmorgen in Teror, und die Wolkendecke, die das ganze Wochenende über dem Lorbeer vor der Basilika hing, ist dünner geworden. Die AEMET-Daten vom Sonntagmorgen melden für Las Palmas 24 bis 27 Grad, leicht bewölkt und null Prozent Regenwahrscheinlichkeit, der Wind kommt aus Norden mit rund 26 Kilometern pro Stunde. Im Süden ist der Himmel klar. Die Bühnen im Ortskern stehen also im Trockenen, die Terrasse in Meloneras am Abend ebenfalls.

Der Schlusstag des internationalen Strassenkunst-Festivals «En Pie» ist kein Ausklang, sondern noch einmal ein voller Tag — von 11 Uhr durch bis zum letzten Stück um 20 Uhr. Die 13. Ausgabe läuft seit Donnerstag: 28 Compagnien, mehr als 43 Vorstellungen, rund 116 Künstlerinnen und Künstler, verteilt auf neun Spielorte im historischen Ortskern statt auf eine Handvoll Bühnen. Der Eintritt ist frei, ein Ticket braucht es nirgends, und wer einen Hund dabei hat, findet ausgewiesene Zonen.

Am Abend verlagert sich das Wochenende in den Süden. Auf der Terraza Suru des Hotel Faro an der Plaza de Colón in Meloneras feiert das Kollektiv EYWA seinen Geburtstag: Afrohouse und Elektronik, ab 17 Uhr bis zum Schluss, Tickets ab 15 Euro, Zutritt ab 25 Jahren. EYWA ist auf den Kanaren kein Clubname, sondern eine Crew, die afrikanische Rhythmen mit elektronischen Elementen mischt und ihre Abende bewusst als Kollektiv-Sache anlegt.

Die zweite Adresse im Süden liegt ein paar Minuten weiter östlich. Im El Patio auf dem Gelände des Holiday World an der Avenida Touroperador Tui singt Yet Garbey von 18 Uhr bis Mitternacht, Antonio Boada legt dazu auf und moderiert, der Eintritt kostet 10 Euro. Beide Termine enden früh genug, dass danach noch das Yumbo geht.

Freitag, 28. August — was gelaufen ist

Der Auftakt gehörte Teror. Um 21 Uhr hielt der Kinderarzt Luis Peña Quintana auf der Plaza del Pino den Pregón und eröffnete damit offiziell die Fiesta del Pino 2026, die in diesem Jahr zum Fest von nationalem touristischem Interesse erklärt wurde. Davor und danach lief «En Pie» ab 17.30 Uhr mit Pere Hosta und der Akrobatik von Trocos Locos, später mit Andrea Rodríguez y la Banda del Trópico und Son de la Isla auf der Sintes-Bühne.

In Arinaga zog die 30. Vará del Pescao durch den Ort, mit der einlaufenden Barke um 18 Uhr, der Verbena ab 22 Uhr und dem Feuerwerk am Muelle. In Las Palmas spielte der argentinische Trap-Musiker YSY A in der Sala Alboroto, und an der Avenida de El Burrero eröffnete «Sonidos del Viento» mit dem Pasacalle von Samba Isleña, DJ Ulises Acosta, Los 600 und Señor Natilla.

Samstag, 29. August — was gelaufen ist

Der Samstag war der grosse En-Pie-Tag: dreizehn Stunden Programm ohne Unterbrechung, von Giuseppe Salchichone auf dem Bulevar um 11 Uhr über El Niño de la Hipoteca und Enkassette auf der Sintes-Bühne bis in den Abend. Um 20 Uhr zeigte die französische Compagnie La Côte Folle ihre Akrobatik-Arbeit über Alzheimer, auf der Bühne standen Frauen aus Teror, alle über 70 Jahre alt. Um 21 Uhr folgte das Collectif Bislacco aus Toulouse mit «Smooth as Fiasco».

Der Moment des Wochenendes kam um 22.15 Uhr. Grupo Puja, eine der Referenz-Compagnien des spanischen Luftzirkus, machte die Fassade der Oficinas Municipales zur vertikalen Bühne und spielte «Julio Verne y sus viajes extraordinarios» in über 20 Metern Höhe. Danach ASERES auf der Sintes-Bühne, ab Mitternacht das Perrakos Soundsystem mit der «Fiesta Perrraka».

Parallel lief an der Ostküste die zehnte Ausgabe von «Sonidos del Viento» am Burrero mit dem Maná-Tribut «Rayando el Sol» und Los Salvapantallas, in La Aldea fiel am Vormittag der Pregón der Fiestas «La Aldea - El Charco», und in Las Palmas trugen der Moma Club und die Sala Alboroto die Nacht.

Sonntag, 30. August — der volle Tag

«En Pie» in Teror, 11 bis 20 Uhr. Der Schlusstag beginnt um 11 Uhr mit Noelia Mederos auf der Plaza del Pino, DJ Tami von Tami Circo auf dem Bulevar und dem zweiten Risoterapia-Workshop. Um 12 Uhr folgen Jesús Soria, Joe Farnarier und Patricia Viera, um 13 Uhr «Tartana» von Trocos Locos auf der Alameda und «El Ring» von Totó El Payaso an der Teresa de Bolívar.

Nachmittags geht es weiter: 14 Uhr Agua del Chorro auf der Sintes-Bühne, 16 Uhr das Tributkonzert «La Suerte de mi Vida» an El Canto del Loco, 17 Uhr Patricia Viera. Um 18 Uhr spielt Maite Guevara «Qué buen Día» auf der Alameda, um 19 Uhr wiederholt La Côte Folle die Alzheimer-Arbeit vom Vorabend, und um 20 Uhr macht Grupo Puja den Schlusspunkt: «Asteroide B612», ihre Version des Kleinen Prinzen, wieder an der Fassade der Oficinas Municipales. Wer den Sonntag in Teror plant, sollte also nicht mittags abreisen.

Mercado del Puerto, Las Palmas, ab 12.30 Uhr. Die Reihe «Domingos de música» spielt von 12.30 bis 14 Uhr zwischen den Ständen der alten Markthalle, in diesem August mit Gio Dúo und El Guajirito Dúo. Der Eintritt ist frei, und der Vermouth kommt vom Tresen nebenan.

Der Abend im Süden. Ab 17 Uhr läuft das EYWA Festival auf der Terraza Suru im Hotel Faro an der Plaza de Colón in Meloneras, Afrohouse und Elektronik, Tickets ab 15 Euro, Zutritt ab 25 Jahren. Ab 18 Uhr singt Yet Garbey im El Patio auf dem Gelände des Holiday World an der Avenida Touroperador Tui, bis Mitternacht, mit Antonio Boada als DJ und Moderator, Eintritt 10 Euro.

Der Abend in Las Palmas und im Norden. In der Sala Faro spielt Pagode do Olimpo von 18.30 bis 20 Uhr Samba und brasilianische Musik, Eintritt 8 Euro. Im Brisa Marina Lounge im Centro Comercial El Muelle stehen Laura Márquez und Reynier Mariño von 19 bis 20.30 Uhr auf der Bühne, mit dem Hafen vor der Terrasse. Und in Moya, an der Carretera de la Costa 48, legt das Restaurante Nativo von 17 bis 20 Uhr einen letzten Tardeo hin: Soul-Jazz und Jazz-Funk mit Pedro Díaz.

Und im Rest der Insel. In Artenara läuft La Cuevita bis in die Nacht, planmässig bis 3 Uhr, und um 19 Uhr spielt auf der Plaza San Matías die sechste Ausgabe von «Artenara al Pie del Cielo», eine folkloristische Hommage an die Virgen de la Cuevita, Eintritt frei. In Gáldar enden mit Piso Firme die Fiestas zu Santa Rosa de Lima, in Valsequillo La Barrera, in Telde läuft Melenara von 16 bis 22 Uhr. Wer erst am Montag Zeit hat: Artenara hängt mit dem «Lunes de La Cuevita» am 31. August noch einen Tag an.

Las Palmas: die Clubs

Sonntag ist in der Hauptstadt der ruhigste Clubtag der Woche, und das ist keine Schwäche, sondern Kalkül: Die Sala Alboroto in der Calle Remedios 10 bleibt sonntags geschlossen, der Moma Club am Paseo de las Canteras 38 fährt nur Freitag und Samstag. Wer heute Abend ausgehen will, geht in eine Bar, nicht in einen Saal — und findet in Vegueta und Triana rund um die Calle Mendizábal und die Plaza de Santa Ana ab dem späten Abend offene Türen.

Für den Rest der Woche gilt die gewohnte Aufteilung. Die Sala Alboroto, der ehemalige The Paper Club, hat nach dem Umbau 402 Plätze, eine bepflanzte Terrasse und ein Programm zwischen Indie-Konzert und DJ-Nacht; geöffnet freitags und samstags von 23 bis 5 Uhr, an der Tür 15 bis 20 Euro, Zutritt ab 25 Jahren. Der Moma Club bei der Playa Chica öffnet Freitag und Samstag von Mitternacht bis 6 Uhr, Vorverkauf 10 Euro, Zutritt ab 21 Jahren, Kleiderordnung leger; ein Reservado für sechs Personen kostet 120 Euro und muss vor 3 Uhr besetzt sein. Dazu die Biblioteca Vegueta, eine Disco in Bibliotheks-Kulisse, und für den ruhigeren Cocktail die Dachterrasse La Azotea de Benito an der Plaza de las Ranas.

Das dritte Zentrum ist Santa Catalina mit der Hafengegend, wo Fortuni, Chester und El Baladero die jüngere Crowd bis zum Morgengrauen halten, dazu die Terrassenbars entlang der Promenade und das Open-Air-Tao in Garden City mit kommerzieller Musik. Wer lieber zuhört als tanzt, findet in Vegueta das Buenos Aires Jazz Café mit Konzerten und Jam-Sessions, dazu El Rincón del Bolero für Bolero- und Son-Abende und die Sala Canarias en Vivo in der Calle Matagalpa. Eintritt verlangen die wenigsten Bars — bezahlt werden die Getränke.

Der Süden: Yumbo, CC Cita und die Lifestyle-Szene

Im Süden ist das Yumbo-Centre in Playa del Inglés der Hauptcluster: vier Stockwerke, nach Sonnenuntergang die bekannteste Ausgehmeile der Insel, in weiten Teilen LGBTQ+, aber offen für alle. Das Markenzeichen sind die Drag-Shows, und sie laufen auch am Sonntagabend, denn das Yumbo macht keine Wochenpause. In Rickys Cabaret Bar beginnt die Show gegen 22.30 Uhr, in der Sparkles Show Bar startet um 21 Uhr das Karaoke und um 23 Uhr die Show; dazu Chez Funny Boys, Buddies, Centre Stage und Terrys. Den Abend beginnt man auf den Terrassen — Spartacus, Eiffel, Voulez Vous, Gran Café Latino oder Adonis. Live-Musik gibt es in der Six Pack Zone an der Avenida Estados Unidos 54. Nach Mitternacht übernehmen die Tanzlokale: Mykonos, das campere Tubos, Coco Loco und schliesslich Mantrix, der grösste Club im Zentrum, offen bis 6 Uhr früh. Wer kommerzielle Dance-Charts sucht, geht ins nahe Kasbah-Centre.

Das CC Cita liegt im Herzen von Playa del Inglés, nur wenige Schritte vom Yumbo entfernt, und ist das Herzstück der Lifestyle- und Swinger-Szene des Südens. Im Untergeschoss liegt der Swingers Club Secret, der grösste Club dieser Art im Ort, mit Reggaeton und spanischem House und Platz für mehr als 500 Personen. Fun4all ist der entspanntere Nachbar, mit mehreren Playrooms und einem eigenen BDSM-Raum. Dazu kommen HOTSPOT Gran Canaria, die Comeback Bar, Plan B, das Tantra und Majestic GC mit Marios Bar. Im benachbarten CC Sandía liegt der 2x2 Swingers Club. In allen Häusern gilt Zutritt ab 18 Jahren mit Altersnachweis; die Hausregeln zu Paaren, Einzelpersonen und Eintrittspreisen unterscheiden sich von Haus zu Haus und hängen jeweils an der Tür aus. Im selben Zentrum, an der Avenida de Francia 2, liegt mit dem Café Bolle Jan ausserdem eine Bühne für Live-Musik- und Drag-Abende ab etwa 22 Uhr.

Ein eigener Teil der Szene sind die Cruise- und Darkroom-Bars. Die Cruise Bar im Yumbo gibt es seit 1994 und gilt als älteste Adresse dieser Art im Zentrum, dazu Toms Cruising Bar, Strong Construction im Erdgeschoss und NOXON im ersten Obergeschoss mit Fetisch- und Cruising-Programm, ausserdem The Factory und, ausserhalb des Zentrums, die Zoo Mens Cruising Bar. Wer es ruhiger mag, findet in der Sauna Enjoy Maspalomas an der Avenida de Tirajana die klassische Sauna-Variante. Auch hier gilt überall Zutritt ab 18 Jahren.

Für Livemusik statt Clubnacht hat der Süden ein eigenes Programm, das die ganze Woche trägt: die Tipsy Hammock Bar am Paseo Costa Canarias bis 2 Uhr, das Café Mozart 2 im CC Anexo II an der Calle Las Dunas, Al Bar im Gran Chaparral Centre, Dunes & Tunes in Maspalomas mit Rock- und Pop-Klassikern und das Café del Mar an der Plaza del Faro in Meloneras mit Sonnenuntergang und DJ-Set. Am Samstag stand im Café Mozart 2 Modesto Frómeta Bravo alias El Tiko mit kubanischen Rhythmen auf der Bühne, am Freitag Pimentón Hernández und die Blues Hunters, Stammgäste des Atalaya-Blues-Festivals in Santa Brígida.

Datiert ist am Sonntag zweierlei, und beides liegt ausserhalb der Zentren. Das EYWA Festival spielt ab 17 Uhr auf der Terraza Suru im Hotel Faro an der Plaza de Colón in Meloneras, Afrohouse und Elektronik, ab 15 Euro und ab 25 Jahren. Yet Garbey singt ab 18 Uhr im El Patio auf dem Gelände des Holiday World an der Avenida Touroperador Tui, bis Mitternacht, mit Antonio Boada als DJ und Moderator, Eintritt 10 Euro. Beide enden, bevor im Yumbo die Tanzlokale richtig loslegen.

FAQ

Läuft «En Pie» in Teror am Sonntag noch den ganzen Tag?

Ja. Der Schlusstag geht von 11 Uhr bis zum letzten Stück um 20 Uhr, «Asteroide B612» von Grupo Puja an der Fassade der Oficinas Municipales. Der Eintritt ist frei, das Programm verteilt sich auf neun Spielorte im Ortskern. Wer nur den Vormittag einplant, verpasst den stärkeren Teil.

Was läuft am Sonntagabend im Süden?

Zwei datierte Termine: das EYWA Festival auf der Terraza Suru im Hotel Faro an der Plaza de Colón in Meloneras ab 17 Uhr, Tickets ab 15 Euro und Zutritt ab 25 Jahren, sowie Yet Garbey mit Antonio Boada im El Patio im Holiday World von 18 bis 24 Uhr für 10 Euro. Dazu läuft das reguläre Yumbo-Programm mit den Drag-Shows ab dem frühen Abend.

Wie wird das Wetter am Sonntag?

Die AEMET-Daten vom Sonntagmorgen geben für Las Palmas 24 bis 27 Grad, leicht bewölkt und null Prozent Regenwahrscheinlichkeit; im Süden ist der Himmel klar. Der Wind kommt aus Norden mit rund 26 Kilometern pro Stunde. Eine Warnstufe für Gran Canaria liegt nicht vor.

Sind die Clubs in Las Palmas am Sonntag offen?

Die Sala Alboroto bleibt sonntags geschlossen, der Moma Club fährt nur Freitag und Samstag. Offen sind die Bars in Vegueta, Triana und rund um Santa Catalina. Im Yumbo-Centre im Süden dagegen läuft auch der Sonntagabend, und das Mantrix macht bis 6 Uhr früh weiter.

Was gilt in den Lifestyle-Clubs im CC Cita?

Alle Häuser im CC Cita und im benachbarten CC Sandía sind ab 18 Jahren zugänglich und verlangen einen Altersnachweis. Die Regeln zu Eintritt, Paaren und Einzelpersonen unterscheiden sich pro Haus und hängen an der Tür aus; Fotografieren ist praktisch überall untersagt.

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