Es ist ein leiser, aber eindrucksvoller Erfolg für die Kanarischen Inseln: Der Dokumentarfilm 'La Gomera. Isla interior' hat in den Vereinigten Staaten einen bedeutenden Preis gewonnen. Beim Panther City Film Festival im US-Bundesstaat Texas wurde das Werk als bester internationaler Dokumentarfilm ausgezeichnet. Produziert wurde der Film von der Consejería de Turismo y Empleo del Gobierno de Canarias über Turismo de Canarias – also von der offiziellen Tourismusbehörde der Inseln.

Regie führte der kanarische Filmemacher Tarek Ode, der von Teneriffa stammt und für seine sensiblen Natur- und Kulturporträts bekannt ist. Der Preis in Texas ist nicht die erste Anerkennung für den Film: Er war bereits als bester Dokumentarfilm beim International Tourism Film Festival Africa (ITFFA) in Südafrika nominiert und lief auf Festivals in Spanien, Indien und den USA. Die Auszeichnung unterstreicht, wie sehr die stille Schönheit La Gomeras auch ein internationales Publikum berührt.

Eine Liebeserklärung an das Inselinnere

Anders als viele Tourismusfilme, die auf spektakuläre Küsten und Strände setzen, wendet 'La Gomera. Isla interior' den Blick nach innen. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch Landschaften von großer Schönheit, tief in das grüne Herz der Insel. Es geht um dichte Nebelwälder, schroffe Schluchten und die fast mystische Ruhe, die das Inselinnere prägt. Die Macher sprechen von einer einfühlsamen Präsentation von Landschaft, Natur, Kultur und den Menschen der Insel.

Turismo de Canarias versteht den Film als Teil einer neuen Strategie: Statt klassischer Werbung setzt man auf erzählerische, dokumentarische Formate, die die Einzigartigkeit und Authentizität der einzelnen Inseln hervorheben. La Gomera wird dabei als ruhiger, fast kontemplativer Gegenpol zu den lebhafteren Nachbarinseln positioniert. Die menschliche Dimension – die Bewohner, ihre ländliche Lebensweise und ihre Traditionen – steht gleichberechtigt neben der überwältigenden Natur.

Der Regisseur: Tarek Ode, ein Auge für das Echte

Tarek Ode ist ein Name, den man sich merken sollte. Der von Teneriffa stammende Filmemacher hat sich mit einfühlsamen Dokumentationen einen Ruf erarbeitet, der weit über die Kanaren hinausreicht. Sein Stil gilt als unaufgeregt und präzise, stets auf der Suche nach dem authentischen Moment. Für 'La Gomera. Isla interior' hat er sich tief in die Insel eingegraben, ist mit den Menschen ins Gespräch gekommen und hat die Kamera dorthin gerichtet, wo das echte Leben pulsiert – abseits der touristischen Pfade.

Dass ein kanarischer Regisseur mit einem Film über eine kanarische Insel in Texas gewinnt, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass lokale Geschichten, wenn sie gut und ehrlich erzählt werden, eine universelle Sprache sprechen. Ode gelingt es, das Besondere im Alltäglichen sichtbar zu machen – die Arbeit auf den Terrassenfeldern, das Licht im Lorbeerwald, die Gesichter der Menschen, die diese Landschaft seit Generationen prägen.

Tipp Wer den Film sehen möchte, sollte die Social-Media-Kanäle von Turismo de Canarias im Auge behalten – dort werden oft Ausschnitte und Screening-Termine geteilt.

Panther City Film Festival: Texas' Bühne für Independent-Filme

Das Panther City Film Festival mag hierzulande nicht jedem ein Begriff sein, doch in der Independent-Filmszene der USA hat es einen guten Ruf. Es findet jährlich in Texas statt und bringt Langfilme, Kurzfilme und Drehbücher aus zahlreichen Ländern zusammen. Das Besondere: Das Festival kombiniert internationale Produktionen gezielt mit lokalen Filmemachern und schafft so einen lebendigen Austausch. Die Kategorie 'Bester internationaler Dokumentarfilm' ist dabei eine der wichtigsten Auszeichnungen.

Für einen kanarischen Film dort zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es zeigt, dass die Themen, die 'La Gomera. Isla interior' verhandelt – Naturverbundenheit, Entschleunigung, kulturelles Erbe – auch in den USA auf Resonanz stoßen. Der Preis ist auch ein Türöffner: Er verschafft dem Film und damit der Insel La Gomera Aufmerksamkeit in einem Markt, der für den kanarischen Tourismus zunehmend interessant wird.

Was die Auszeichnung für La Gomera bedeutet

Der Erfolg in Texas ist mehr als eine hübsche Trophäe. Er ist Teil einer größeren Bewegung im kanarischen Tourismusmarketing: Weg von der reinen Sonne-und-Strand-Werbung, hin zu tiefgründigen, filmischen Erzählungen. Turismo de Canarias hat in den vergangenen Jahren mehrere solcher Projekte angestoßen – darunter 'A una isla de ti', das beim BrandStorytelling-Event in Sundance lief, oder 'Discovering Canary Islands', das einen Rose d'Or Latino in Miami gewann.

Für La Gomera selbst unterstreicht der Preis, was viele Besucher längst spüren: Die Insel hat eine besondere, fast magische Anziehungskraft, die sich nicht in lauten Attraktionen erschöpft. Es ist die Stille des Nebelwalds, die Tiefe der Schluchten, die Gelassenheit der Menschen. Der Film macht diese Qualitäten sichtbar und verleiht ihnen eine internationale Bühne. Für alle, die La Gomera noch nicht kennen, ist er eine Einladung. Für alle, die sie lieben, eine Bestätigung.

Gut zu wissen Der Film ist eine Produktion von Turismo de Canarias und derzeit nicht auf gängigen Streaming-Plattformen verfügbar; öffentliche Vorführungen werden meist kurzfristig angekündigt.

Häufige Fragen

Welchen Preis hat der Film 'La Gomera. Isla interior' gewonnen?
Er wurde beim Panther City Film Festival in Texas, USA, als bester internationaler Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Wer hat bei dem Dokumentarfilm Regie geführt?
Regie führte der kanarische Filmemacher Tarek Ode, der von Teneriffa stammt.
Wer hat den Film produziert?
Produziert wurde er von der Consejería de Turismo y Empleo del Gobierno de Canarias über Turismo de Canarias.
Worum geht es in 'La Gomera. Isla interior'?
Der Film porträtiert einfühlsam die Landschaft, Natur, Kultur und die Menschen im Inneren der Insel La Gomera.
Wo kann man den Film sehen?
Derzeit gibt es keine festen Streaming-Termine; Turismo de Canarias informiert über Vorführungen auf seinen Kanälen.

Stand der Informationen: Juli 2026. Die Angaben basieren auf offiziellen Mitteilungen der Kanarischen Regierung und Berichterstattung. Details zu Filmszenen sind, soweit nicht explizit bestätigt, als kontextuelle Einordnung zu verstehen.