Wie stark ist die Arbeitslosigkeit gesunken?
Die Kanaren verzeichneten im September 2026 insgesamt 140.303 registrierte Arbeitslose. Das waren 4.156 Personen weniger als im August, was einem Rückgang von 2,88 Prozent entspricht, wie der Servicio Público de Empleo Estatal (SEPE, staatliche Arbeitsagentur) am 2. Oktober 2026 mitteilte.
Im Jahresvergleich fiel der Rückgang mit 5.070 Personen oder 3,49 Prozent noch deutlicher aus. Damit erreichten die Kanaren den niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit Dezember 2007. Landesweit stieg die registrierte Arbeitslosigkeit im September dagegen an.
Die Kanaren führten den Rückgang unter allen spanischen Regionen an. Sie waren eine von nur zwei Autonomen Gemeinschaften, in denen die Arbeitslosigkeit im September sank, wie das Ministerium für Arbeit und Sozialwirtschaft meldete.
Wie verteilt sich der Rückgang auf die Provinzen?
Der Rückgang verteilte sich auf beide kanarische Provinzen. In der Provinz Las Palmas sank die Zahl der Arbeitslosen um 2.224 Personen, in der Provinz Santa Cruz de Tenerife um 1.932 Personen, wie der SEPE berichtete.
Nach Wirtschaftssektoren entfielen die 140.303 Arbeitslosen auf die Landwirtschaft mit 2.093 Personen, die Industrie mit 5.127 und das Baugewerbe mit 11.343. Der Dienstleistungssektor verzeichnete mit 110.848 Arbeitslosen den grössten Anteil und zugleich den stärksten Rückgang von 4.078 Personen.
Weitere 10.892 Personen hatten keine frühere Beschäftigung. Die Arbeitslosigkeit sank im Dienstleistungsbereich um 4.078 Personen, im Baugewerbe um 200, in der Landwirtschaft um 176 und in der Industrie um 112. Bei Personen ohne frühere Beschäftigung stieg sie um 410.
Was bedeuten die Zahlen für Arbeitssuchende?
Die Zahl der registrierten Arbeitssuchenden insgesamt lag bei 207.317 Personen. Davon waren 35.421 bereits beschäftigt und 150.102 nicht beschäftigt, wie der SEPE meldete. Die Gruppe der registrierten Arbeitslosen umfasst 140.303 Personen.
Die langfristige Arbeitslosigkeit sank auf 62.835 Personen. Das waren 491 weniger als im August und 4.469 weniger als ein Jahr zuvor. Ihr Anteil an allen registrierten Arbeitslosen betrug 44,79 Prozent, der niedrigste Stand seit Januar 2009.
Für Arbeitslose ist weiterhin das SEPE zuständig. Konkrete Ansprüche hängen vom Versicherungsverlauf und der jeweiligen Leistung ab. Die vorliegenden Quellen nennen keine neue Antragsfrist.
Wie entwickeln sich Verträge und Sozialversicherung?
Im September wurden auf den Kanaren 69.644 Arbeitsverträge abgeschlossen. Das waren 9.764 mehr als im August, ein Plus von 16,31 Prozent, und 2.203 mehr als im September 2025, wie der SEPE mitteilte.
Die Zahl der bei der Sozialversicherung gemeldeten Personen erreichte 974.246. Das entspricht einem Plus von 10.454 gegenüber August und von knapp 29.000 gegenüber dem Vorjahr, ein Anstieg von 3,07 Prozent.
Im Sonderregime für Selbstständige waren 148.807 Personen versichert. Das sind 628 mehr als im Vormonat und 3.207 mehr als ein Jahr zuvor.
Was wurde an Arbeitslosenleistungen ausgezahlt?
Im August wurden auf den Kanaren 29.646 Arbeitslosenleistungen beantragt. Davon wurden 27.460 durchschnittlich innerhalb von 0,51 Tagen bewilligt, wie der SEPE meldete.
Insgesamt bezogen 103.330 Personen Leistungen. Die Ausgaben beliefen sich auf 119,3 Millionen Euro. Die Zahlen beziehen sich auf den Monat August, da die Leistungsdaten mit einer Verzögerung von einem Monat veröffentlicht werden.
Die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten ändert keine Aufenthalts-, Reise-, Preis- oder Antragsregeln für Einwohner, ausländische Residenten oder Besucher.
Was bleibt bei den September-Zahlen offen?
Die vorliegenden Quellen enthalten keine detaillierten Tabellen nach Inseln, Gemeinden, Alter, Geschlecht und Vertragsarten. Diese Daten sind nur in der vollständigen SEPE- oder ISTAC-Tabelle abrufbar, wie das kanarische Statistikamt ISTAC mitteilte.
Der nächste reguläre Vergleich ist die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Oktober 2026. Einen genauen Veröffentlichungstermin nennen die vorliegenden Quellen nicht.
Die Statistik des SEPE misst das sogenannte paro registrado, also Personen, die als Arbeitssuchende bei den öffentlichen Arbeitsverwaltungen eingeschrieben sind. Sie entspricht nicht exakt der Arbeitslosenquote der EPA, einer Umfrage des spanischen Statistikamts INE.