Was bedeutet die aktuelle Calima für Urlauber und Residenten?
Die kanarische Umweltbehörde aktivierte eine Calima-Vorwarnung; örtlich wurde die Luftqualität als «ungünstig» bis «sehr ungünstig» eingestuft.
Für den 14. Oktober 2026 nennt die vorliegende Primärquellensuche keine neue, inselweit gültige Warnung, konkrete Schliessung oder behördliche Frist. Die Messwerte bleiben ortsabhängig; massgeblich sind daher die aktuellen Daten des kanarischen Messnetzes sowie neue AEMET- und Gesundheitswarnungen.
Für Einwohner, Expats und Besucher gelten keine im Bericht genannten zusätzlichen Gebühren, Einreisebestimmungen, Schliessungen oder Antragsfristen. Wer betroffen ist, sollte während starker Calima körperliche Anstrengung und Sport im Freien vermeiden, möglichst in Innenräumen bleiben, Fenster schliessen, Staub mit feuchten Tüchern entfernen, ausreichend trinken und verordnete Medikamente weiternehmen.
Wie hoch waren die PM10-Werte bei Calima?
Das kanarische Umweltministerium und der CSIC werteten Messungen aus 2024 bis 2026 aus. Bei Calima überstiegen die PM10-Konzentrationen im Untersuchungszeitraum 100 µg/m³; der höchste Wert lag am 31. März 2026 im Süden Teneriffas und auf La Gomera bei knapp 1.000 µg/m³.
Zum Vergleich: Bei früheren «Super-Calimas» von 2020 bis 2023 wurden laut AirCanLab bis zu 1.800 µg/m³ gemessen. Unter normalen Passatwindbedingungen lagen die PM10-Tagesmittel bei 15 bis 25 µg/m³. Davon entfielen etwa 70 Prozent auf Meersalz, 20 Prozent auf kanarische Fahrzeugemissionen und 10 Prozent auf grenzüberschreitend transportierte Schadstoffe.
Welche Gesundheitsrisiken bestehen bei Calima?
Studien des CSIC und des Universitätskrankenhauses der Kanarischen Inseln bringen das Einatmen von Saharastaub mit Atemwegsentzündungen und erhöhter Sterblichkeit durch Herzerkrankungen in Verbindung, besonders bei Menschen über 60 Jahren.
Bei zunehmenden Atembeschwerden soll 112 angerufen werden. Die aktuelle Luftqualität kann über den kanarischen Luftqualitätsindex und das Messnetz der Regierung geprüft werden.
Welche Grenzwerte gelten für PM10?
Der gesetzliche PM10-Tagesgrenzwert zum Gesundheitsschutz beträgt 50 µg/m³.
Calima-Episoden können ein bis mehr als 14 Tage dauern und Tagesmittel von über 600 µg/m³ PM10 erreichen. Damit liegen die Werte während solcher Episoden deutlich über dem genannten Grenzwert.
Woher stammen die Daten und was wird gemessen?
Das Projekt AirCanLab wird von der kanarischen Regierung und dem spanischen Forschungsrat CSIC getragen. Es untersucht seit 2024 die chemische Zusammensetzung von PM10-Partikeln und unterscheidet lokale Schadstoffe aus Verkehr und Industrie von natürlichen Beiträgen aus der Sahara und Meersalz.
Im Jahr 2024 analysierte AirCanLab laut Gobierno de Canarias mehr als 1.000 Proben. La Graciosa dient als Referenz für die mit den Passatwinden transportierte Luft, Puerto del Rosario als Eintrittspunkt des Saharastaubs und die Hauptstädte von Gran Canaria und Teneriffa als städtische Gebiete.
Die Ergebnisse sollen die Inseln auf strengere europäische Luftqualitätsstandards für 2030 vorbereiten. Das Labor will seine Methoden verfeinern und in einem vierjährigen Folgeprojekt mit einem Budget von 3 Millionen Euro neue Strategien umsetzen.
Was ist für die kommenden Tage zu erwarten?
Für den 14. Oktober 2026 liegt keine neue, inselweit gültige Warnung vor. Die Messwerte bleiben ortsabhängig; massgeblich sind die aktuellen Daten des kanarischen Messnetzes sowie neue AEMET- und Gesundheitswarnungen.
Mariano Hernández Zapata, Regionalminister für ökologischen Wandel, betonte die Bedeutung klarer und zugänglicher Informationen zur Luftqualität. Er forderte die Regierung auf, die Überwachung zu verbessern und die Ergebnisse allen Bewohnern verständlich mitzuteilen.
Der zitierte RADAR-Bericht erklärt den allgemeinen Zusammenhang, liefert aber keine zusätzlichen Preise, Termine oder verbindlichen Massnahmen. Wer auf den Kanaren lebt oder Urlaub macht, sollte die aktuellen Luftqualitätsdaten regelmässig prüfen.