Wie spät ist es auf den Kanarischen Inseln?

Die Kanarischen Inseln liegen in der westeuropäischen Zeitzone. Im Winter gilt WET (UTC±0), im Sommer WEST (UTC+1). Die Umstellung auf Sommerzeit erfolgt wie im übrigen Spanien am letzten Sonntag im März, zurück am letzten Sonntag im Oktober.

Für die konkrete Ortszeit sollte eine dynamische Uhr verwendet werden, weil sich die Differenz zum spanischen Festland und zu Deutschland saisonal ändert. Die traditionelle Formel lautet «eine Stunde weniger auf den Kanaren».

Zwischen den Inseln gibt es keine Zeitunterschiede. Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa teilen dieselbe offizielle Uhrzeit, wie Spain.info bestätigt.

Warum gilt auf den Kanaren eine andere Zeit als auf dem Festland?

Die Zeitdifferenz hat geografische und historische Gründe. Die Kanaren nutzen UTC im Winter und UTC+1 im Sommer, während das spanische Festland UTC+1 beziehungsweise UTC+2 verwendet. Daraus ergibt sich die bekannte Differenz von einer Stunde.

Die wahrgenommenen Unterschiede zwischen den Inseln sind solare Unterschiede. In den westlichen Inseln gehen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang wegen der Längengrade etwas später als in den östlichen Inseln.

Was bedeutet Calima und wann tritt sie auf?

Calima bezeichnet auf den Kanaren eine Wetterlage mit herangeführtem Saharastaub. Sie kann die Sicht verschlechtern, den Himmel trüben und die Feinstaubbelastung erhöhen. Dauer und Intensität lassen sich nicht aus einer festen Saison ableiten.

Die östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura sind wegen ihrer Nähe zum afrikanischen Kontinent meist stärker exponiert. Gran Canaria und Teneriffa können ebenfalls intensive Episoden verzeichnen, besonders in mittleren Lagen und Gipfelregionen.

AEMET beschreibt Episoden, bei denen Calima besonders die süd- und ostorientierten Gipfel und mittleren Lagen betrifft. Sie kann auch in der Höhe auftreten, ohne dass an der Küste gleich hohe Konzentrationen gemessen werden.

Wie verhält man sich bei Calima richtig?

Bei Calima sollten Reisende körperliche Anstrengung im Freien reduzieren und Fenster geschlossen halten. Besonders gefährdete Personen wie Menschen mit Asthma, Herz- oder Lungenerkrankungen sollten sich schützen. Massgeblich sind die jeweils veröffentlichten Behördenwarnungen.

Die Luftqualität wird anhand von Partikeln bewertet, insbesondere PM10 und PM2,5. AEMET führt diese Parameter als objektive Messgrössen für Gesundheits- und Umweltmanagement auf. Die Sicht allein ist kein verlässlicher Indikator.

Für aktuelle Warnungen und Messwerte sind AEMET und die zuständigen kanarischen Behörden die richtigen Anlaufstellen. Historische oder durchschnittliche Angaben dürfen nicht als Vorhersage für einen bestimmten Reisetag dienen.

Welches Klima erwartet Besucher auf den Kanaren?

Die Kanaren haben ein ganzjährig mildes Klima, das je nach Insel, Höhenlage und Ausrichtung deutlich variiert. AEMET beschreibt geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen auf Meereshöhe. Die mittlere Zahl der Regentage liegt je nach Standort ungefähr zwischen 30 und 70 Tagen pro Jahr.

Für Strandurlaub eignen sich typischerweise die Monate mit den höchsten mittleren Temperaturen und der meisten Sonne. Frühling und Herbst bieten häufig günstige Bedingungen für Wanderungen und Rundreisen. Eine pauschale Empfehlung für alle Inseln wäre jedoch ungenau.

Was sollten Reisende bei Anreise und Ausflügen beachten?

Die wichtigsten internationalen Zugangspunkte sind die Flughäfen von Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro. Für aktuelle Flugverbindungen, Terminals und Sicherheitskontrollen ist AENA die massgebliche Quelle.

Zwischen den Inseln verkehren Fähren, unter anderem von Fred. Olsen Express und Naviera Armas Trasmediterránea. Fahrpläne, Preise und Fahrzeugbedingungen müssen direkt beim jeweiligen Betreiber geprüft werden. Auf Teneriffa ist TITSA der offizielle Busbetreiber, auf Gran Canaria Guaguas Municipales für den Stadtverkehr in Las Palmas de Gran Canaria.

Nationalparks und Naturgebiete haben eigene Schutzbestimmungen. Der Teide-Nationalpark sollte ausschliesslich nach den Vorgaben der zuständigen Parkverwaltung besucht werden. Bei Notfällen gilt in Spanien die Notrufnummer 112.