Was kostet Essen auf La Gomera?
Eine deutschsprachige Reise-FAQ (wandernundmehr.at) nennt für das Menü des Tages 10 bis 14 Euro für drei Gänge mit Getränk. In Vallehermoso liege es unter 10 Euro. Eine einfache Mahlzeit koste 15 bis 20 Euro. Ein Dreigangmenü in einem guten Restaurant komme auf 20 bis 30 Euro. Das Jahr der Angaben nennt die Quelle nicht.
Dieselbe Quelle schätzt die Reisekosten auf rund 130 Euro pro Person und Tag. Darin steckt mehr als Essen, nämlich auch Unterkunft und Fortbewegung. Die Recherche konnte diese Seiten nicht öffnen, die Preise gelten deshalb als Richtwerte. Eine amtliche Preiserhebung für Restaurants auf La Gomera fand sich nicht.
Zum Vergleich: Caprichos de La Gomera nennt auf der eigenen Website Hauptgerichte von 7,50 bis 22,50 Euro, Repsol führt das Haus unter 35 Euro. Das Menü des Tages (menú del día) gilt in den Quellen als günstigster Weg zum Mittagessen. Wer Almogrote und lokale Gerichte probieren will, findet dort laut Tourismusquellen die einfachste Einstiegsmöglichkeit.
Gibt es Guachinches auf La Gomera, und wo kauft man regionale Produkte?
Zu Guachinches und Bodegones auf La Gomera fand die Recherche weder ein Verzeichnis noch eine Saison oder eine Aussage des Cabildo oder der Regierung der Kanaren. Guachinches gelten nach vorläufigem Eindruck vor allem als Teneriffa-Phänomen. Eine belastbare Quelle dafür liegt nicht vor. Wer eines besuchen will, sollte direkt beim Betrieb nach Öffnungszeiten fragen.
Auch bei den Märkten ist die Lage dünn. Bestätigt ist nur ein kleiner Kunsthandwerkermarkt auf der Plaza de Lomo Riego in Valle Gran Rey, an einigen Sonntagen von 9.00 bis 14.00 Uhr. Das ist kein Lebensmittelmarkt, und die Angabe stammt aus einem Suchauszug. Einen offiziellen Bauernmarkt mit Terminen oder einen Plan des Cabildo fand die Recherche nicht.
Palmsirup kauft man laut den Quellen am besten bei kleinen Produzenten, vor allem in Vallehermoso. Achten Sie auf die Etikette «sirope de palma» oder «savia de palma». Das Festival Gastronómico de La Gomera erscheint auf der Veranstaltungsseite von lagomera.travel. Termine waren nicht abrufbar und werden hier deshalb nicht genannt.
Welche Weine und Käse hat La Gomera, und was ist geschützt?
Die Weine von La Gomera tragen eine Herkunftsbezeichnung, und die ganze Insel ist Anbaugebiet. Die Quellen nennen widersprüchliche Jahre: eine Herkunftsbezeichnung seit 2003 (BOC 2003/151, nicht geöffnet) und eine geschützte Bezeichnung, die 2009 formalisiert wurde (BOE-A-2009-13552, nur als Suchauszug). Die englische Wikipedia nennt 2009 und sechs Gemeinden.
Bei den Rebsorten dominieren laut den Quellen weisse Trauben: Forastera Gomera, Listán Blanco, Marmajuelo und Malvasía. Rote Sorten sind Listán Negro und Negramoll. Die Reben wachsen auf Terrassen mit Steinmauern. Gelesen wird laut dem Hotel Jardín Tecina von August bis Oktober. Prämierte Weine nennt das Hotel mit Cumbres de Garajonay und Montoro, ohne Auszeichnung oder Jahr.
Die Zahlen sind alt. Wikipedia nennt für 2010 etwa 121 Hektar, 223 Winzer und 14 Kellereien. Für die Ernte 2016/17 nennt sie 125 Hektar, 17 Kellereien und 469 Hektoliter. Öffnungszeiten sind nicht bestätigt.
Beim Käse ist die Lage offen. Am 29. November 2021 behandelte der Landwirtschaftsausschuss des kanarischen Parlaments einen Antrag der kanarischen Sozialisten. Die Regierung solle ein Verfahren für eine geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP) für gomerischen Käse und eine geschützte geografische Angabe (IGP) für gomerischen Almogrote einleiten. Ob eine der beiden erteilt wurde, ist nicht belegt. Als geschützt sollte man beides nicht bezeichnen.