Was ist auf der LP-3 passiert?

Am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, lösten sich nach starken Regenfällen erneut Geröll und Gestein auf der LP-3. Die Strasse führt über La Cumbre, das zentrale Bergmassiv der Insel.

Mitarbeiter des Cabildo de La Palma, der Inselregierung, räumten die Hindernisse während des laufenden Verkehrs beiseite. Danach war die Strasse wieder befahrbar, wie TV La Palma berichtete.

Eine vollständige Sperrung der LP-3 nannte die Meldung nicht. Auch Verletzte oder Sachschäden wurden nicht gemeldet.

Die LP-3 ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Osten und dem Westen La Palmas. Wer von Santa Cruz de La Palma in den Westen fährt, nutzt häufig genau diese Strecke.

Welche Warnung gilt für La Palma?

Die Dirección General de Emergencias des Gobierno de Canarias erklärte für den Osten La Palmas ab dem 22. Oktober 2026, 00:00 Uhr, eine Regenwarnung. Erwartet wurden lokal kräftige Schauer und Gewitter.

Die Behörde rechnete mit bis zu 30 Millimetern Regen pro Stunde. Innerhalb von zwölf Stunden könnten bis zu 100 Millimeter zusammenkommen.

Für Cumbres und Westen La Palmas: bis zu 15 Millimeter Regen pro Stunde (AEMET).

Die Station La Galga in Puntallana registrierte bis 06:00 Uhr am 22. Oktober bereits 85 Liter pro Quadratmeter. In San Andrés y Sauces waren es 72,6 Liter pro Quadratmeter, wie RTVC meldete.

Was bedeutet das für Autofahrer und Urlauber?

Für Residenten können Geröll, Überschwemmungen und kurzfristige Verkehrsbehinderungen die Verbindungen zwischen Gemeinden beeinträchtigen. Besonders betroffen sind erfahrungsgemäss Strassen in Hanglagen und in der Nähe von Barrancos, den kanarischen Schluchten.

Besucher und Pendler sollten vor jeder Fahrt den aktuellen Zustand der Inselstrassen prüfen. Die Behörden raten, Hauptstrassen zu bevorzugen und Nebenstrassen sowie Forstpisten zu meiden.

Diese Empfehlung gilt ausdrücklich für alle Verkehrsteilnehmer. Sonderregeln oder Gebühren für Residenten, Ausländer oder Touristen wurden nicht angekündigt.

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte nach starkem Regen besonders vorsichtig fahren. Geröll kann auch Stunden nach einem Schauer noch auf die Fahrbahn rutschen.

Welche Strassen sind noch gefährdet?

Die verfügbaren Meldungen nennen keine weiteren aktuell blockierten Strassen. Wegen der anhaltenden Regengefahr sind aber weitere Erdrutsche möglich.

Erfahrungen aus früheren Regenfällen zeigen, dass vor allem Strassen in den Medianías, den mittleren Höhenlagen, betroffen sind. Auch Zufahrten zu den Cumbre-Gipfeln und Forstwege sind anfällig.

Im Dezember 2024 gab es bereits kleine Erdrutsche auf der LP-3 hinter dem Mirador de La Cumbre. Damals sperrte das Cabildo zudem die LP-4 zum Roque de los Muchachos wegen Schnee.

Die Behörden raten, sich nicht unter instabilen Hängen oder Steilwänden aufzuhalten. Bei einem Notfall gilt die Rufnummer 112.

Was ist noch offen?

Offen bleiben die genaue Dauer möglicher Behinderungen und weitere betroffene Strassen. Auch endgültige Reparaturkosten wurden bis Freitag nicht veröffentlicht.

Das Cabildo de La Palma beseitigt die gemeldeten Hindernisse fortlaufend. Einen konkreten Zeitpunkt für das Ende der Aufräumarbeiten nannte die Inselregierung nicht.

Ebenso unklar ist, ob die Regenwarnung verlängert oder ausgeweitet wird. Die Dirección General de Emergencias passt ihre Warnstufen je nach Wetterlage an.

Die Behörden raten, weitere offizielle Verkehrshinweise und Warnmeldungen abzuwarten. Aktuelle Informationen veröffentlicht das Gobierno de Canarias auf seinen Warnseiten.