Was ist im Westen von La Palma gesperrt?
Der Cabildo de La Palma sperrt laut Canarias Ahora vom 1. November Erholungszonen, Forstpisten und Wanderwege im Westen der Insel. Der Grund ist eine Regenwarnung, deren Stufe die Meldung nicht nennt.
Der Cabildo beruft sich auf seine etablierten Sicherheitsprotokolle. Er bittet die Bevölkerung, die Einschränkungen zu respektieren und den Anweisungen der Notdienste zu folgen.
Wanderer und Anwohner dürfen die gesperrten Gebiete laut der Zusammenfassung des Artikels «bis auf Weiteres» nicht betreten. Eine Dauer oder ein Datum für die Wiedereröffnung nannte der Cabildo nicht.
Was sollen Wanderer und Urlauber jetzt tun?
Besucher und Anwohner sollen die gesperrten Wege, Pisten und Erholungsflächen im Westen meiden. Wer dort eine Tour geplant hatte, braucht einen anderen Plan.
Die Meldung spricht ausschliesslich vom Westen der Insel. Zum Süden, Norden und Osten macht sie keine Angabe, weshalb Urlauber im Süden vor jeder Tour den aktuellen Stand prüfen sollten.
Hinweise geben der Cabildo und der Notruf 112. Auch der Nationalpark Caldera de Taburiente führt eine eigene Seite zum Zustand der Wege, ebenso senderosdelapalma.es, das die Recherche als offizielle Quelle nennt.
Welche Gemeinden und welche einzelnen Wege betroffen sind, steht nicht in der Meldung. Ob die Fernwanderwege GR-130 oder GR-131 dazugehören, ist deshalb offen.
Wer entscheidet über solche Sperrungen?
Bei einer Regenwarnung der Generaldirektion für Sicherheit und Notfälle des Gobierno de Canarias (Regionalregierung) schliesst der Cabildo das Inselwegenetz Red Insular de Senderos. So steht es in Mitteilungen des Cabildo, die Suchtreffer von RTVC und ein Bericht von 2017 wiedergeben. Ob diese Regel für die aktuelle Sperrung gilt, ist unbestätigt.
Im Januar 2026 beschloss der Consejo de Gobierno des Cabildo unter Präsident Sergio Rodríguez ein Protokoll für den Wanderweg PR-LP13 durch den Barranco de Las Angustias. Laut RTVC vom 13. Januar 2026 gelten dessen Kriterien bei Voralarm, Alarm oder Höchstalarm wegen Regen.
Der Weg schliesst auch bei starkem Niederschlag ohne offizielle Warnung. An dem Protokoll beteiligt sind laut RTVC der Cabildo, die Nationalparkverwaltung sowie die Stellen CECOPIN und CECOES-112.
Wie oft sperrt La Palma Wege wegen Regen?
Am 8. November 2017 maass die Wetterstation San Antonio del Monte in Garafía 218 Liter Regen pro Quadratmeter. Die kanarische Regierung rief Alarm aus, und der Cabildo schloss vorsorglich das gesamte Wegenetz.
Damals sperrte der Cabildo auch die Strasse LP-109 zwischen Barlovento und Garafía. Auf den Strassen LP-4, LP-2 und LP-213 räumten Teams Geröll.
Am 1. Oktober 2026 stufte das Gobierno de Canarias La Palma um 14.15 Uhr von Voralarm auf Alarm hoch, wie Diario de Avisos berichtete. Erwartet wurden bis zu 150 Millimeter in zwölf Stunden, vor allem in den nördlichen und östlichen Mittelhöhenlagen.
Zahlen zu Sperrtagen pro Jahr fand die Recherche nicht, einen Trend lässt sich daher nicht belegen.
Warum trifft es diesmal nur den Westen?
Im März 2026 entwarf der Cabildo laut Diario de Avisos ein neues Notfalldekret, das beim Sturm «Therese» getestet wurde. Es ersetzt pauschale Einschränkungen durch Protokolle, die zu Warnart und tatsächlichem Risiko passen, und teilt die Insel in Zonen.
Präsident Rodríguez sagte dazu: «Nicht immer ist es nötig, im Norden dieselben Einschränkungen anzuwenden wie im Süden.» Ein Fachgremium für Klimafragen soll die Entscheidungen beraten, zusammen mit Notfallschutz, Umwelt, Tourismus und dem öffentlichen Unternehmen Sodepal.
Das Dekret gilt weiterhin als Entwurf, die Anhörung der Branchen läuft. Zahlenwerte für Schwellen nennt der Bericht nicht.
Die Recherche vermutet, dass die Sperrung nur im Westen mit dieser Zoneneinteilung zusammenhängt. Bestätigt ist dieser Zusammenhang nicht.
Was ist noch offen, und wie geht es weiter?
Einen Termin für die Wiedereröffnung hat der Cabildo bis Sonntag, 1. November, nicht genannt. Ebenso fehlen die Warnstufe, der Gültigkeitszeitraum und die Farbstufe des staatlichen Wetterdienstes AEMET für den 1. und 2. November.
Unklar ist auch, ob Strassen oder Wohngebiete betroffen sind. Ob bei Verstössen Bussgelder drohen, ging aus der Meldung nicht hervor.
Die Recherche fand keine offizielle Mitteilung des Cabildo oder des Gobierno de Canarias und keine zweite Quelle zur Lage im Westen. Verlässliche Angaben dürften der Cabildo de La Palma, 112 Canarias und AEMET veröffentlichen.