Was hat das Parlament beschlossen?

Die Bildungskommission des kanarischen Parlaments hat die PSOE-Initiative 11L/PNLC-0069 einstimmig angenommen. Das berichtet Crónicas de Lanzarote am Montag. Die Initiative fordert die Regierung der Kanaren, den Cabildo de Lanzarote und die Gemeinde Teguise auf, die städtebaulichen Hindernisse zu lösen.

Der sozialistische Abgeordnete Marcos Bergaz verteidigte den Vorstoss in der Kommission. Er sagte laut Crónicas de Lanzarote: «Esta iniciativa no pretende buscar culpables, sino soluciones.» Auf Deutsch: Diese Initiative sucht keine Schuldigen, sondern Lösungen.

Ein Beschluss bedeutet jedoch noch keinen Baubeginn. Es sind weder eine bewilligte Bausumme noch ein verbindlicher Fertigstellungstermin festgelegt. Der Beschluss ist ein politischer Auftrag an die Verwaltungen.

Warum ist das Projekt blockiert?

Die ursprünglich geplante Erweiterung wurde gestoppt. Nach Berichten der Ayuntamiento de Teguise (Gemeindeverwaltung) befindet sich das Gebäude in einer rechtmässigen, aber baurechtlich problematischen Situation ausserhalb der geltenden Ordnung, auf Spanisch «fuera de ordenación».

Dadurch dürfen Volumen oder Gebäudehöhe nicht wie vorgesehen vergrössert werden. Die Bildungsbehörde hatte das Verfahren zur Erstellung des Bauprojekts bereits eingeleitet, musste es aber anhalten. Das geht aus einer Mitteilung des kanarischen Bildungsministeriums hervor.

Zuständig auf Regierungsebene ist Poli Suárez, Consejero de Educación, Formación Profesional, Actividad Física y Deportes der Kanaren. Die Gemeinde Teguise muss nun die administrativen und städtebaulichen Probleme der ursprünglich bereitgestellten Parzelle klären.

Was war für Tahíche geplant?

Der Ausbau sollte die bebaute Fläche erweitern und Schulplätze schaffen. Das berichtet Crónicas de Lanzarote unter Berufung auf das Projekt. Vorgesehen waren zusätzliche Gruppen- und Fachräume sowie ein therapeutisches Schwimmbecken.

Es war im Strategischen Bildungsinfrastrukturplan 2024–2035 enthalten.

Welche Alternative wird geprüft?

Parallel prüfen das Bildungsministerium und der Cabildo de Lanzarote (Inselregierung) ein zweites Sonderpädagogikzentrum in Puerto del Carmen, Gemeinde Tías. Dafür könnte das Gebäude des Espacio Insular para la Inclusión y el Bienestar Social genutzt werden.

Das Gebäude verfügt laut Cabildo über Klassenräume, Küche, Speisesaal, Mehrzweckraum und Räume für Einzelbetreuung, wie Canarias7 meldet.

Eine formelle Nutzungsvereinbarung ist noch erforderlich. Auch die Genehmigung der Nutzungsüberlassung steht aus. Ein Termin dafür wurde nicht genannt.

Was bedeutet das für betroffene Familien?

Für Familien, ausländische Einwohner und Besucher ändern sich derzeit keine Preise, Antragsfristen, Zugangsregeln oder Schliessungen. Die bestehenden Bildungsangebote laufen weiter. Eine neue Aufnahme- oder Einschreibefrist wurde in den vorliegenden Quellen nicht genannt.

Das Zentrum in Tahíche ist nach Angaben des kanarischen Bildungsministeriums das einzige Sonderpädagogikzentrum auf Lanzarote. Wegen steigender Schülerzahlen besteht eine Überbelegung. Das erhöht den Druck auf eine Lösung.

Kanarienweit gibt es laut offizieller Übersicht Sonderpädagogikzentren. Zusätzlich bestehen «Aulas Enclave», spezielle Förderklassen an Regelschulen.

Wie geht es weiter?

Iván G. Carro, Director General de Infraestructuras y Equipamientos, sollte am folgenden Montag gemeinsam mit Fachleuten des Ministeriums erneut mit der Gemeinde Teguise und Vertretern des Cabildo beraten. Das genaue Kalenderdatum wird in der Regierungsmitteilung nicht genannt.

Marcos Bergaz warnte laut Crónicas de Lanzarote, der Beschluss sei nur ein erster Schritt. Er forderte: «Ahora toca que Educación, Cabildo y Teguise se pongan manos a la obra.» Auf Deutsch: Jetzt müssen Bildungsbehörde, Cabildo und Teguise an die Arbeit gehen.

Offen sind der endgültige Standort, die Genehmigung der Nutzungsüberlassung in Puerto del Carmen, ein möglicher Baubeginn, Kosten in Euro, Kapazität, Einschreibeverfahren und Fertigstellungstermin. Die Initiative fordert zudem, Finanzierung in den kanarischen Haushalten vorzusehen.