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Hotelkomödie aus Mácher: Gratis-Theater im Teatro Municipal de Tías

An diesem Sonntag steht im Teatro Municipal de Tías auf Lanzarote ein Stück auf dem Spielplan, dessen Titel schon der erste Witz ist: „El hotel de Mácher, a la orilla del mar“ – das Hotel von Mácher am Meeresufer. Mácher ist ein Dorf im Binnenland der Gemeinde Tías. Es hat keinen eigenen Küstenstreifen.

6. September 2026 · 5 Min. · Von Lucía Medina Reyes
Blick auf Mácher in Tías, Lanzarote (Symbolbild)

Foto: Dguendel, CC BY 3.0 (Symbolbild).

Gespielt wird die Komödie von Menschen aus genau diesem Dorf. Laut Diario de Lanzarote und dem Inselportal Living Lanzarote handelt es sich um eine Eigenproduktion des Grupo de Teatro de Mácher, Regie führt Jonathan Ramírez de Jong. Der Eintritt ist nach Angaben der Kulturagenda von La Voz de Lanzarote frei, solange Plätze verfügbar sind.

Die Vorstellung: wann, wo, wie viel

Termin ist Sonntag, der 6. September 2026, im Teatro Municipal de Tías. Als Beginn nennen Diario de Lanzarote und Living Lanzarote 20.00 Uhr; die Spieldauer wird mit rund einer Stunde angegeben, das Ende also gegen 21.00 Uhr.

Zum Eintritt schreibt die wöchentliche Kulturagenda von La Voz de Lanzarote „entrada libre hasta completar aforo“ – freier Eintritt, bis der Saal voll ist. Ein Vorverkauf, ein Ticketpreis oder eine Reservierungsstelle werden in keiner der eingesehenen Ankündigungen genannt. Wer sicher einen Platz will, sollte deshalb früh da sein.

Der Abend ist Teil des städtischen Kulturprogramms von Tías. Welche Stelle die Vorstellung formal veranstaltet – das Rathaus, die Kulturabteilung oder die Gruppe selbst –, geht aus den Ankündigungen nicht eindeutig hervor.

Worum es in dem Stück geht

Die Handlung spielt nach Darstellung von Living Lanzarote und Diario de Lanzarote an der Rezeption eines kleinen Hotels am Meer. Dort trifft der Empfangschef auf eine Reihe exzentrischer, aber liebenswerter Gäste, die ihn in immer neue, unerwartete Situationen bringen. Beschrieben wird das Stück als Komödie mit sozialem Unterton: gelacht wird über Typen, aber die Typen stehen für etwas.

Die Kulturagenda von La Voz de Lanzarote fasst den Abend etwas feierlicher zusammen: als „propuesta dramática“, die das Publikum in eine berührende Geschichte einlädt, die in der „esencia insular“, dem Wesen der Insel, angesiedelt sei. Die beiden Beschreibungen widersprechen sich nicht zwingend, setzen aber unterschiedliche Akzente – einmal Komödie, einmal Gerührtsein.

Auf der Bühne stehen laut den Inselmedien vierzehn Darstellerinnen und Darsteller. Eine vollständige Besetzungsliste ist öffentlich nicht veröffentlicht.

Mácher, das Dorf ohne Meer

Mácher liegt im Inselinneren der Gemeinde Tías, zwischen Tías und Yaiza, auf einem Höhenrücken oberhalb der Südküste. Der Ort hat keinen eigenen Strand; das Meer und der Tourismus liegen unten, in Puerto del Carmen. Genau daraus zieht der Titel seine Pointe: ein Hotel „am Meeresufer“ in einem Dorf, das gar kein Ufer hat.

Wichtig ist die Einordnung, was hier nicht belegt ist. In den für diesen Text ausgewerteten Quellen findet sich kein Hinweis darauf, dass das Stück ein reales, gescheitertes oder gebautes Hotelprojekt in Mácher aufarbeitet. Auch eine Verbindung zu César Manrique oder zu den bekannten Auseinandersetzungen um Bauhöhen und Landschaftsschutz auf Lanzarote lässt sich aus den Ankündigungen nicht ableiten. Wer das behauptet, geht über die Quellenlage hinaus.

Was sich sagen lässt: Lanzarote hat reichlich Stoff für Hotelgeschichten, von groß geplanten und nie gebauten Feriensiedlungen bis zu Anlagen, die nach Jahrzehnten neu eröffnet wurden. Ob das Stück davon etwas aufgreift, sagen die Ankündigungen nicht.

Die Gruppe und die Leute dahinter

Trägerin des Abends ist der Grupo de Teatro de Mácher. Die Inselmedien bezeichnen die Produktion ausdrücklich als Eigenproduktion der Gruppe, nicht als Gastspiel einer professionellen Kompanie. Die Regie liegt laut Diario de Lanzarote und Living Lanzarote bei Jonathan Ramírez de Jong; in einer der Meldungen erscheint der Name verkürzt als Jonathan Ramírez.

Vierzehn Menschen auf einer Bühne, eine Stunde Spielzeit, freier Eintritt: Das ist das Format des Dorftheaters, wie es auf Lanzarote in vielen Gemeinden zum Kulturprogramm gehört. Es ist zugleich der Grund, warum die klassischen Programmheft-Angaben fehlen. Ob die Gruppe als eingetragener Kulturverein organisiert ist, wie lange es sie schon gibt und ob der 6. September eine Uraufführung oder eine Wiederaufnahme ist, wird in den ausgewerteten Ankündigungen nicht beantwortet.

Auch die Frage, ob das Stück auf Erinnerungen und Erzählungen aus dem Dorf beruht, bleibt offen. Die Medien sprechen von einer Eigenproduktion, nicht von dokumentarischem Theater.

Praktisches – und was sonst in Tías läuft

Das Teatro Municipal de Tías liegt in der Calle San Antonio 4 in Tías, Postleitzahl 35572, wenige Minuten oberhalb von Puerto del Carmen. Die Spielstättenübersicht des Kulturvereins Tenique Cultural gibt das Fassungsvermögen mit rund 400 Plätzen an und beschreibt das Haus als mit moderner Ton- und Lichttechnik ausgestattet.

Der Theaterabend steht nicht allein. Bereits am Vortag, dem 5. September, war das Haus mit dem Trompetenkonzert „Trompetissimo“ im Rahmen von Class_IK Lanzarote belegt; die Agenda von La Voz de Lanzarote nannte dafür 15 Euro Eintritt. Am 19. September folgt im selben Saal die Zarzuela „La verbena de la Paloma“ im Rahmen des Opernfestivals von Lanzarote, laut Ankündigungen um 19.00 Uhr, mit der Compañía de Zarzuela del Atlántico und Karten ab 15 Euro.

Damit hat Tías innerhalb von gut zwei Wochen Blasmusik, Dorftheater und Zarzuela auf derselben Bühne – eine ziemlich genaue Momentaufnahme dessen, was ein kommunales Theater auf Lanzarote leistet.

Tipp: Bei freiem Eintritt ohne Reservierung entscheidet die Ankunftszeit. Rechnen Sie mit 30 bis 45 Minuten Puffer vor dem angekündigten Beginn um 20.00 Uhr, und planen Sie das Parken in der Calle San Antonio großzügig ein.
Die Spieldauer von rund einer Stunde macht den Abend auch für Besucher attraktiv, die anschließend noch in Puerto del Carmen essen gehen wollen.
Bitte beachten: Zur Aufführungssprache und zu möglichen Übertiteln machen die eingesehenen Ankündigungen keine Angaben. Ebenso wenig ist ein offizieller Reservierungs- oder Ticketkanal veröffentlicht, und eine vollständige Besetzungsliste liegt nicht vor.
Anfangszeiten kommunaler Kulturprogramme können sich kurzfristig ändern. Vor der Anfahrt lohnt ein Blick auf die Kanäle des Ayuntamiento de Tías oder des Teatro Municipal de Tías.

Die wichtigsten Fakten

  • Stück: „El hotel de Mácher, a la orilla del mar“, Komödie, Eigenproduktion des Grupo de Teatro de Mácher (Diario de Lanzarote, Living Lanzarote).
  • Termin: Sonntag, 6. September 2026, 20.00 Uhr, Teatro Municipal de Tías; Dauer rund eine Stunde (Diario de Lanzarote, Living Lanzarote).
  • Eintritt: frei bis zur Kapazitätsgrenze, „entrada libre hasta completar aforo“ (Kulturagenda von La Voz de Lanzarote).
  • Beteiligte: vierzehn Darstellerinnen und Darsteller, Regie Jonathan Ramírez de Jong (Diario de Lanzarote, Living Lanzarote).
  • Spielstätte: Calle San Antonio 4, 35572 Tías; rund 400 Plätze laut Spielstättenübersicht von Tenique Cultural.
  • Weiteres Programm im selben Haus: „Trompetissimo“ am 5. September, „La verbena de la Paloma“ am 19. September, 19.00 Uhr (Opernfestival Lanzarote).

FAQ

Wann und wo wird gespielt?
Am Sonntag, 6. September 2026, im Teatro Municipal de Tías, Calle San Antonio 4. Als Beginn nennen Diario de Lanzarote und Living Lanzarote 20.00 Uhr.
Was kostet der Eintritt?
Nach der Kulturagenda von La Voz de Lanzarote ist der Eintritt frei, bis der Saal gefüllt ist. Ein Ticketpreis oder ein Vorverkauf wird nirgends genannt.
Worum geht es in dem Stück?
Um die Rezeption eines kleinen Hotels am Meer, wo ein Empfangschef mit exzentrischen Gästen zurechtkommen muss. Die Inselmedien beschreiben es als Komödie mit sozialem Unterton.
Erzählt das Stück eine wahre Geschichte aus Mácher?
Das ist nicht belegt. In den ausgewerteten Quellen findet sich kein Hinweis auf ein reales Hotelprojekt in Mácher, auf dokumentarisches Theater oder auf einen Bezug zu César Manrique. Mácher liegt im Binnenland und hat keine eigene Küste – der Titel ist erkennbar ironisch gemeint.
Muss ich reservieren?
Ein offizieller Reservierungsweg ist nicht veröffentlicht. Da der Zugang bis zur Kapazitätsgrenze frei ist, entscheidet in der Praxis, wer rechtzeitig da ist.