Welche Orte auf Lanzarote waren ohne Wasser?
Zunächst waren Güime, Tao, Muñique, Soo, Tiagua, Teguise, Nazaret und Tahíche von den Ausfällen betroffen. Später kamen Arrieta, Punta Mujeres und Guatiza hinzu, weil die Durchflussmenge nicht ausreichte.
Ab 19:00 Uhr am 28. Oktober meldete der Betreiber auch für Mala, Haría und Máguez Unterbrechungen wegen niedriger Reserven. Im Süden fiel durch den Defekt in Janubio die Versorgung in Yaiza, Uga und Mácher aus.
Zusätzlich gab es Druckkürzungen oder Versorgungsprobleme in Tías im unteren Ortsteil, in Los Fajardos, La Asomada, Conil, Tegoyo und San Bartolomé. Damit waren laut Berichten rund 17 bis 20 Orte auf der ganzen Insel betroffen.
Welche Ursache hatte der Wasserausfall auf Lanzarote?
In der Entsalzungsanlage Díaz Rijo, auch Lanzarote IV genannt, fielen die Produktionsmodule 1, 2 und 3 aus. Dadurch sanken die Speicherreserven, besonders in den Zonzamas-Tanks, und der Netzdruck wurde reduziert.
Eine zweite Störung betraf die Entsalzungsanlage Janubio. Ein elektrischer Defekt erzwang dort die Abschaltung der Pumpstation Las Breñas, wie La Provincia berichtete.
Kurz nach den Reparaturen musste zudem die Anlage Lanzarote V wegen des geltenden Energieversorgungsabkommens vorübergehend angehalten werden. Die vollständige Wiederaufnahme war für die Nacht zum 30. Oktober vorgesehen.
Welche Folgen hat der Wasserausfall für Urlauber und Residenten?
Für Haushalte, Ferienunterkünfte und Hotels bedeutete die Lage vor allem zeitweise kein Wasser oder niedrigeren Druck. Das Wasser sollte nach Wiederherstellung der Produktion und des Verteilnetzes stufenweise zurückkehren.
Es wurden keine Preisänderungen, Gebühren, Antragsverfahren oder behördlichen Schliessungen gemeldet. Reisende und Einwohner sollten Wasserreserven einplanen und den aktuellen Status beim Betreiber prüfen.
Die Betreiber nannten zunächst keine verlässliche genaue Dauer der Unterbrechungen. Als Kontakt ist die Nummer 900 504 400 angegeben.
Wann kommt das Wasser auf Lanzarote zurück?
Die Reparaturen an den betroffenen Anlagen waren am Donnerstag, dem 29. Oktober, weitgehend abgeschlossen. Danach wurde die Produktion schrittweise wieder aufgenommen.
Das offizielle Portal Aguas de Lanzarote y La Graciosa meldete am 30. Oktober 2026 um 07:04 Uhr einen grundsätzlich normalen Betrieb, ausgenommen einzelne Störungen. Laut den Berichten sollte die Versorgung am Freitag, dem 30. Oktober, wieder vollständig gewährleistet sein.
Offen blieb, wann jeder einzelne Ort wieder vollständig versorgt sein würde. Dies hing von Reparaturen, Produktionsleistung, Speicherständen und Netzdruck ab.
Warum ist Lanzarote so anfällig für Wasserprobleme?
Lanzarote hängt strukturell von der Entsalzung ab. Im Jahr 2023 stellte die Insel 20,66 Prozent der installierten Entsalzungskapazität für die öffentliche Versorgung auf den Kanaren, wie aus einer Diagnose der kanarischen Regierung hervorgeht.
Im gesamten Archipel gab es 28 Zentren mit einer Kapazität von 480.800 Kubikmetern pro Tag. Die Entsalzung deckte 75,6 Prozent der häuslichen, touristischen und industriellen Nachfrage der Inseln mit verfügbaren Daten.
Die Krise von 2023 war mit zwei Infrastrukturproblemen verbunden: Verlusten von nahezu 60 Prozent im Inselnetz und dem Ausfall eines Rahmens einer Wasseraufbereitungsanlage. Als Reaktion übergab die kanarische Regierung dem Cabildo zwei tragbare Entsalzungsanlagen aus La Palma mit einer gemeinsamen Kapazität von bis zu 5.000 Kubikmetern pro Tag.
Welche weiteren Wasserabschaltungen sind auf Lanzarote geplant?
Für die folgenden Wochen wurden weitere Abschaltungen der Anlage in Las Caletas wegen notwendiger Arbeiten angekündigt. Konkrete Termine wurden in den verfügbaren Angaben nicht genannt.
Der Plan de Actuaciones del Agua 2023-2027 des Cabildo sieht mehr als 90 Millionen Euro für die Erneuerung der Wasserinfrastruktur von Lanzarote und La Graciosa vor. Im Jahr 2024 überwies die kanarische Regierung 7 Millionen Euro für die Erweiterung der Anlagen Janubio und Díaz Rijo.
Für die Bevölkerung bleibt die Empfehlung, die Avisos des Ayuntamiento, des Cabildo und des lokalen Betreibers zu prüfen, bevor Wasser gelagert oder der Verbrauch geändert wird.