Was ändert sich in Puerto del Carmen?

Kurze Sperrungen sind in Puerto del Carmen angekündigt. Der Ayuntamiento de Tías (Gemeindeverwaltung) begründet sie mit Pflanzenschutzbehandlungen am Baumbestand, so der Titel der Mitteilung.

Welche Strassen, Tage und Uhrzeiten es trifft, ist offen. Die Mitteilung auf der Seite des Rathauses liess sich nicht abrufen, die Seite meldete einen Serverfehler.

Anwohner und Pendler sollten laut der Zusammenfassung der Mitteilung mit kurzen Einschränkungen rechnen. Ob das Rathaus Umleitungen oder Parkverbote plant, ist nicht bestätigt.

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, plant am besten Zeitpuffer ein und folgt den Schildern vor Ort. Genaue Zeiten stehen auf der Seite des Rathauses und in dessen Verkehrsmeldungen in den sozialen Netzwerken.

Wie liefen frühere Sperrungen in Tías ab?

Am Samstag, 2. März 2024, sperrte das Rathaus die Calle Salinas in Puerto del Carmen ab 7.00 Uhr bis zum Ende der Arbeiten. Als Grund nannte es «Erhaltung und Sicherheit» der Palmen, berichtete La Voz de Lanzarote.

Bei Anwohnern und Beschäftigten entschuldigte sich das Rathaus für die Umstände. Alternativrouten nannte es nicht.

Solche Sperrungen meldete das Rathaus in diesem Programm am Tag selbst oder kurz davor. Sie begannen am Morgen und dauerten, bis die Arbeit erledigt war.

Warum behandelt Tías seine Bäume?

Tías wollte seine Palmen retten: Am 25. September 2024 startete die Gemeinde die Reinigung, Behandlung und Wiederherstellung. Die erste Phase umfasste rund 200 Palmen an der Avenida de las Playas, der Rest der Gemeinde sollte folgen.

Bürgermeister José Juan Cruz nannte Pilze und den Käfer Diocalandra als Ursache, der viele Palmen getötet habe. Umweltdezernentin Carmen Rodríguez ergänzte die lange Dürre und sagte, jeder Baum werde einzeln beurteilt und behandelt.

Beteiligt waren laut den Berichten Podas Tasaigo, FCC und die städtische Abteilung Vías y Obras. Die Arbeiten bestehen aus Beschneiden, Endotherapie (Injektion in den Stamm gegen den Käfer) und dem Fällen toter Palmen.

Auf der ganzen Insel läuft ein Plan gegen Diocalandra frumenti. Er beruht auf einer Vereinbarung der Kanarenregierung mit dem Cabildo de Lanzarote (Inselregierung) für 2022 bis 2026 und umfasst zwei Millionen Euro, je zur Hälfte von beiden Seiten.

Wie gross ist das Käferproblem auf Lanzarote?

Fast die Hälfte der Palmen Lanzarotes ist laut einer Meldung der Kanarenregierung befallen. Sie datiert vom 30. Dezember 2025 und sagt, das Projekt laufe seit September 2023.

Im Jahr 2025 seien 20.372 Palmen untersucht worden, insgesamt 80.666 auf Lanzarote und La Graciosa. Demnach gab es 2025 insgesamt 8.915 Behandlungen per Endotherapie und Spritzen, seit Ende 2024 sind es 10.878.

Fallen mit Lockstoffen fangen laut der Meldung weniger erwachsene Käfer. Zahlen speziell für Puerto del Carmen nennt die Meldung in den vorliegenden Angaben nicht.

Wer entscheidet über Sperrungen, wer zahlt?

Über Strassensperrungen vor Ort entscheidet das Rathaus von Tías, wie bei der Calle Salinas. Die fachliche Linie und die Finanzierung des Inselplans liegen bei Kanarenregierung und Cabildo.

Am 20. August 2025 erklärte Tías, es pflege die Palmen rund um das Hospiten und die LZ-505 mit eigenen Mitteln. Der Bürgermeister begründete das mit der «Untätigkeit des Cabildo».

Das Rathaus wirft dem Cabildo fehlende Behandlung, Bewässerung und Entfernung toter Palmen vor. Eine Stellungnahme des Cabildo liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.

Beim Punto Limpio (Entsorgungshof) nannte das Rathaus 35 behandelte und 10 gefällte Palmen. Zwischen LZ-505 und Hospiten-Zufahrt waren es 40 behandelte und 108 entfernte tote Palmen.

Was ist noch offen?

Das Rathaus hat in den vorliegenden Angaben keine Strassen, Termine oder Zeiten genannt. Auch Auftragnehmer und Kosten der aktuellen Massnahme sind nicht bestätigt.

Auch für die früheren Arbeiten in Tías wurden keine Kosten veröffentlicht. Unklar ist zudem, ob die Behandlung nur Palmen betrifft oder auch andere Baumarten.

«Fitosanitario» bedeutet Pflanzenschutz, also eine Behandlung gegen Schädlinge oder Pilze. Ob Fussgänger dabei Abstand halten müssen, steht vermutlich in der Mitteilung, die sich nicht öffnen liess.