Gran Canaria hat über 60 Strände auf 236 Kilometern Küste — vom kilometerlangen Sandstrand bis zur versteckten Felsbucht. Dieser Guide stellt die 15 besten Strände vor, sortiert nach Region: Süden, Osten, Norden und die Hauptstadt. Für jeden Strand: Was ihn besonders macht, wie man hinkommt, und für wen er sich eignet.
Der Süden: Sonne garantiert
Playa del Inglés — Der größte Touristenstrand der Insel. Drei Kilometer feiner Sand, direkt an der Hotelzone. Liegen und Sonnenschirme gegen Gebühr, Rettungsschwimmer das ganze Jahr. Gut für Familien und Pauschalurlauber. Kann in der Hochsaison sehr voll werden. Erreichbar zu Fuß von jedem Hotel in Playa del Inglés.
Dünen von Maspalomas — Der ikonische Strand hinter den Dünen. FKK-Bereich am westlichen Ende, textilfreie Zone mittendrin, Familienstrand Richtung Leuchtturm. Der Weg durch die Dünen dauert 15-20 Minuten vom Yumbo-Zentrum. Kein Schatten, kein Kiosk — Wasser und Sonnenschutz mitbringen. Das Naturschutzgebiet ist streng geschützt, Dünen nicht betreten.
Playa de Maspalomas — Am Leuchtturm (Faro), ruhiger als Playa del Inglés. Goldener Sand, türkises Wasser, einige Strandbars. Ideal für einen entspannten Tag. Parkplätze am Faro, Bus 30 vom Zentrum.
Playa de Meloneras — Der Strand der Luxushotels. Kleiner, gepflegter, weniger überlaufen als Playa del Inglés. Promenade mit Restaurants direkt dahinter. Gut für Paare und Ruhesuchende.
Playa de Amadores — Künstlich angelegt, aber spektakulär: weißer Sand (importiert), türkisblaues Wasser, windgeschützte Bucht. Perfekt für Familien mit kleinen Kindern. Liegen kosten ca. 6 Euro/Tag. Zwischen Puerto Rico und Mogán, erreichbar per Bus 01 oder Auto.
Playa de Puerto Rico — Kompakter Strand in einer geschützten Bucht. Ruhiges Wasser, ideal für Kinder. Wassersport-Angebote: Jetski, Parasailing, Bananenboot. Sehr touristisch, volle Infrastruktur. Direkt am Hafen, von dem aus Delfin-Touren starten.
Playa de Mogán — Klein, charmant, am Hafen von Puerto de Mogán (das „Klein-Venedig" Gran Canarias). Goldener Sand, ruhiges Wasser, Fischrestaurants am Hafen. Freitags Markt. Einer der schönsten Orte der Insel.
Las Palmas: Stadtstrand auf Weltniveau
Playa de Las Canteras — Drei Kilometer Stadtstrand, regelmäßig unter den besten Stadtstränden Europas gelistet. Die natürliche Riffbarriere (La Barra) sorgt für ruhiges Wasser am Hauptstrand. Surfer gehen ans Südende (La Cícer). Die Promenade dahinter hat Dutzende Restaurants und Cafés. Einheimische gehen hier nach der Arbeit hin — der authentischste Strand der Insel.
Playa de Las Alcaravaneras — Kleiner Stadtstrand am Hafen, beliebt bei Einheimischen zum Schwimmen in der Mittagspause. Ruhig, wenig Touristen, gute Infrastruktur. Neben dem Sporthafen.
Der Osten und Norden: Wild und authentisch
Playa de Tufia — Kleine Felsbucht an der Ostküste, Geheimtipp für Schnorchler. Kristallklares Wasser, kaum Touristen. Kleines Fischerdorf darüber. Nur mit Auto erreichbar, begrenzte Parkplätze.
Playa del Confital — Nördlich von Las Canteras, wilder und felsiger. Einer der besten Surfspots Europas (Big-Wave-Spot). Zum Schwimmen nur bei ruhiger See geeignet. Spektakuläre Landschaft.
Playa de Sardina del Norte — Im Nordwesten, schwarzer Vulkansand, ruhige Bucht. Beliebter Tauchspot. Fischrestaurants direkt am Strand. Authentisches Fischerdorf-Feeling. 45 Minuten von Las Palmas.
Playa de Güi Güi — Der abgelegenste Strand der Insel. Nur zu Fuß erreichbar (ca. 2 Stunden Wanderung von Tasartico) oder per Boot von Puerto de Mogán. Schwarzer Sand, dramatische Klippen, absolut unberührt. Wasser und Proviant mitbringen — es gibt nichts vor Ort. Nur für erfahrene Wanderer.
FKK-Strände
Gran Canaria ist eines der FKK-freundlichsten Reiseziele Europas. Die wichtigsten FKK-Strände: Dünen von Maspalomas (westlicher Bereich), Playa del Inglés (südliches Ende), Playa de Montaña de Arena (bei San Agustín), und Playa de Güi Güi (komplett FKK).
Praktische Tipps
Sonnenschutz: Die UV-Strahlung auf den Kanaren ist stärker als in Mitteleuropa — auch bei Wolken. Faktor 30 Minimum. Strömungen: An den Nordstränden und an ungeschützten Buchten können starke Strömungen auftreten. Rote Flagge bedeutet: Nicht ins Wasser. Liegen und Schirme: An den Touristenstränden kosten Liegen 4-8 Euro pro Tag. An den Naturstränden gibt es keine Infrastruktur. Anfahrt: Die Südstrände sind per Bus erreichbar (Global, Linien 01, 30, 32, 66). Für abgelegene Strände braucht man ein Auto.
Auf einen Blick:
Beste Familienstrände: Amadores, Puerto Rico, Mogán
Bester Stadtstrand: Las Canteras (Las Palmas)
Bester FKK-Strand: Dünen von Maspalomas
Bester Surf-Spot: El Confital, La Cícer
Geheimtipp: Tufia, Sardina del Norte
Abenteuer: Güi Güi (nur zu Fuß oder per Boot)
Externe Links: Offizielle Strand-Übersicht Tourismus Gran Canaria (Gran Canaria) · Gobierno de Canarias: Strandqualität (Gobierno de Canarias)
