TENERIFFA · KRIMINALITÄT

Zwei von Deutschland gesuchte mutmaßliche Drogenhändler auf Teneriffa und in Cartagena gefasst

Die Guardia Civil hat zwei deutsche Staatsbürger festgenommen, die von der deutschen Justiz gesucht wurden. Nach Angaben der Zeitung Canarias7 sollen die beiden Männer im Alter von 33 und 35 Jahren einem Netzwerk angehört haben, das große Mengen an Drogen von Spanien nach Deutschland verschickte.

25. August 2026 · Von Julia Roca Bethencourt · 5 Min.
Handschellen (Symbolbild)

Foto: Battlesnake1, CC0 (Symbolbild).

Die Festnahmen erfolgten an zwei Orten: auf Teneriffa und im südostspanischen Cartagena (Region Murcia). Einer der Männer gilt laut Canarias7 als mutmaßlicher Anführer der Organisation, der andere als Mitglied.

Was geschehen ist

Laut Canarias7 nahm die Guardia Civil zwei flüchtige Deutsche fest, die sich der deutschen Strafverfolgung entzogen hatten. Die Ermittler ordnen beide einer kriminellen Struktur zu, die dem Drogenhandel zwischen Spanien und Deutschland gedient haben soll.

Die beiden Verdächtigen wurden nicht am selben Ort gefasst: Der eine Zugriff erfolgte auf Teneriffa, der andere im festlandspanischen Cartagena. Namen der Beschuldigten wurden nicht veröffentlicht.

Wer die Verdächtigen sein sollen

Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Canarias7 um zwei Männer deutscher Staatsangehörigkeit im Alter von 33 und 35 Jahren. Einer von ihnen wird als mutmaßlicher Kopf des Netzwerks beschrieben, der andere als mutmaßliches Mitglied.

Beide waren nach dem Bericht von Deutschland zur Fahndung ausgeschrieben und galten als Flüchtige vor der deutschen Justiz. Weitere Angaben zu ihrer Identität nannte die Quelle nicht.

Die Drogen und die Route nach Deutschland

Der Organisation wird zur Last gelegt, große Mengen (spanisch „grandes cantidades“) Kokain, Amphetamin und Marihuana von Spanien nach Deutschland verschickt zu haben. Eine genaue Menge in Kilogramm nennt Canarias7 nicht.

Die Route verlief dem Bericht zufolge vom spanischen Staatsgebiet aus in Richtung Deutschland. Details zu Transportwegen, Abnehmern oder dem Zeitraum der mutmaßlichen Lieferungen wurden nicht mitgeteilt.

Der juristische Schritt: Audiencia Nacional und Auslieferung

Beide Männer wurden dem spanischen Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft (spanisch „ingreso en prisión“) an, während die Auslieferung an Deutschland geprüft wird.

Da die Verdächtigen von Deutschland „reclamados“, also zur Fahndung ausgeschrieben waren, geht es nun um ihre Überstellung an die dortige Justiz. Einzelheiten zu einem Europäischen Haftbefehl über diese Angabe hinaus liegen laut Canarias7 nicht vor.

Einordnung und offene Fragen

Dieser Fall ist nach dem Bericht eigenständig und nicht mit einer separaten, größeren Ermittlung auf den Kanaren zu verwechseln, in der von 64 Beschuldigten die Rede war. Es handelt sich um zwei getrennte Verfahren.

Offen bleiben zentrale Punkte: Es gibt keine Angaben zu konkreten Drogenmengen, keine veröffentlichten Namen und keine gerichtliche Verurteilung. Für beide Männer gilt die Unschuldsvermutung.

Hinweis zur Einordnung: Eine Festnahme und die Anordnung von Haft sind Ermittlungsschritte, kein Schuldspruch. Bei grenzüberschreitenden Fällen entscheidet die Audiencia Nacional über die Auslieferung – das eigentliche Strafverfahren würde anschließend in Deutschland geführt.
Achtung: Canarias7 nennt keine genauen Drogenmengen; die Rede ist lediglich von „großen Mengen“. Es wurden keine Namen veröffentlicht, und es liegt keine Verurteilung vor. Für die beiden mutmaßlichen Beteiligten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Die wichtigsten Fakten

  • Laut Canarias7 nahm die Guardia Civil zwei deutsche Staatsbürger fest, Männer im Alter von 33 und 35 Jahren.
  • Einer gilt als mutmaßlicher Anführer des Netzwerks, der andere als mutmaßliches Mitglied.
  • Die Festnahmen erfolgten auf Teneriffa und in Cartagena (Region Murcia, spanisches Festland).
  • Der Organisation wird der Versand großer Mengen Kokain, Amphetamin und Marihuana von Spanien nach Deutschland vorgeworfen; genaue Mengen wurden nicht genannt.
  • Die Audiencia Nacional ordnete Haft an; beide sollen an Deutschland ausgeliefert werden.
  • Es handelt sich um einen eigenständigen Fall, nicht um die separate Ermittlung mit 64 Beschuldigten.

FAQ

Wer wurde festgenommen?
Laut Canarias7 zwei deutsche Staatsbürger, Männer im Alter von 33 und 35 Jahren, die von der deutschen Justiz gesucht wurden.
Wo fanden die Festnahmen statt?
An zwei Orten: auf Teneriffa und im festlandspanischen Cartagena in der Region Murcia.
Welche Drogen sind im Spiel?
Dem Bericht zufolge Kokain, Amphetamin und Marihuana, in „großen Mengen“ von Spanien nach Deutschland. Eine genaue Menge wurde nicht genannt.
Was hat das Gericht entschieden?
Die Audiencia Nacional ordnete die Untersuchungshaft an, während die Auslieferung an Deutschland vorbereitet wird.
Ist das derselbe Fall wie die Ermittlung mit 64 Beschuldigten?
Nein. Nach dem Bericht handelt es sich um einen eigenständigen Fall, der nicht mit jener größeren Ermittlung zu verwechseln ist.