Was hat der Cabildo beschlossen?

Der Cabildo de Tenerife hat am Freitag eine institutionelle Motion verabschiedet. Das berichtet Canarias en Pleno am 5. Oktober 2026 um 14:41 Uhr. Die Inselregierung will damit Verzögerungen bei den acometidas de primera línea eléctrica bekämpfen.

Eine acometida ist der erste Stromanschluss, der eine Wohnung, ein Geschäft oder eine Industrieanlage mit dem allgemeinen Verteilnetz verbindet. Sie umfasst den Anschlusspunkt, die nötige Infrastruktur und die Freischaltung des Strombezugs.

Die Motion richtet sich an zwei Stellen: den Stromverteiler und die öffentliche Verwaltung selbst. Ziel ist es, Hindernisse zu verringern, die strategische Projekte auf der Insel ausbremsen.

Was wird von Endesa verlangt?

Der Beschluss verlangt von e-distribución Endesa Audits. Geprüft werden sollen die Antwortzeiten bei der Vergabe von Anschlusspunkten und bei der Berechnung der Anschlussgebühren, der derechos de acometida.

Die Inselregierung will damit Transparenz und Kontrolle über Verfahren erreichen, die sich nach ihrer Darstellung über Monate hinziehen können. Konkrete Fristen für die Vorlage der Audits nennt der Bericht nicht.

Einen offiziellen Namen einer verantwortlichen Person oder ein genaues Beschlussdatum nennt die verfügbare Quelle nicht. Auch die Zahl der betroffenen Anschlussfälle ist nicht veröffentlicht.

Wer ist von den Verzögerungen betroffen?

Im Bau- und Immobilienbereich führt eine fehlende definitive Stromverbindung laut dem Bericht zu Vertragsstrafen und Finanzierungskosten. Käufer einer neuen Wohnung müssen unter Umständen länger auf die Schlüsselübergabe warten.

Handel und Dienstleistungen leiden ebenfalls. Die Eröffnung von Restaurants, Industriehallen oder Geschäften kann sich durch technische und bürokratische Blockaden beim Stromanschluss um Monate verzögern.

Der Tourismussektor, der für die kanarische Wirtschaft zentral ist, sieht laut dem Bericht Einschränkungen bei Modernisierung und Dekarbonisierung. Dazu zählen Energieeffizienzsysteme oder Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.

Was soll die Verwaltung tun?

Der zweite Teil der Motion richtet sich an die zuständigen Verwaltungen. Der Cabildo fordert Kriterien zur administrativen Vereinfachung bei Bauprojekten von Wohnungen, Geschäften und Hotels von strategischem Interesse.

Die Massnahme soll die Fristen kommunaler und sektoraler Genehmigungen verkürzen. Diese Genehmigungen betreffen die Kanalisierung der Leitungen für den ersten Stromanschluss.

Die Bürokratie dürfe kein zusätzliches Hindernis für die Umsetzung dieser Projekte sein, heisst es in dem Bericht. Welche Gemeinden konkret betroffen sind, geht aus der Quelle nicht hervor.

Was ist noch offen?

Aus den verfügbaren Angaben geht nicht eindeutig hervor, welche Institution die Forderung offiziell vertreten hat. Auch die Zahl der verspäteten Anschlüsse, die Dauer der Verzögerungen und betroffene Gemeinden sind nicht belegt.

Ebenfalls offen sind beantragte oder gezahlte Beträge in Euro sowie konkrete Fristen für Endesa. Vergleichswerte zum Vormonat oder Vorjahr liegen nicht vor.

Ein nächster Schritt wäre die offizielle Veröffentlichung einer Resolution oder Mitteilung durch die zuständige Verwaltung beziehungsweise Endesa. Ein Datum dafür ist nicht angegeben.

Was bedeutet das für Einwohner und Besucher?

Für Einwohner, Auswanderer und Besucher sind nach den verfügbaren Belegen keine neuen Preise, Antragsregeln, Fristen oder Anspruchsvoraussetzungen festgelegt. Die Meldung betrifft vor allem Bauherren, Wohnungseigentümer, Projektentwickler und Gewerbebetriebe.

Wer eine neue Wohnung kauft oder ein Geschäft eröffnen will, kann von der Verzögerung beim Stromanschluss direkt betroffen sein. Die Übergabe der Schlüssel oder die Eröffnung des Lokals kann sich hinauszögern und zusätzliche Kosten verursachen.

Die Motion des Cabildo de Tenerife sendet nach Darstellung des Berichts eine klare Botschaft: Die Bearbeitung dürfe die Entwicklung der Insel nicht weiter bremsen. Die Anwendung der Audits und die Vereinfachung der Verfahren dürften jedoch mehrere Monate dauern.