Was ist passiert?
Der Angeklagte bot auf dem Online-Portal Milanuncios mindestens zwei Wohnungen in Santa Cruz de Tenerife an. Sie gehörten ihm nicht, wie die Audiencia Provincial de Santa Cruz de Tenerife feststellte.
Er schrieb seine Opfer über WhatsApp an und verlangte Anzahlungen oder Reservierungen. Drei Geschädigte überwiesen laut den veröffentlichten Gerichtsangaben 1.400 Euro, 1.940 Euro und 1.000 Euro.
Das Geld muss er zurückzahlen. Zusammen mit der Geldstrafe kostet ihn das 7.040 Euro: 4.200 Euro Strafe plus 4.340 Euro zivilrechtliche Entschädigung.
Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst vier Jahre Haft und 2.700 Euro Geldstrafe gefordert. Die Verteidigung beantragte Freispruch.
Wie lief die Betrugsmasche ab?
Ein Opfer überwies im ersten geschilderten Fall 900 Euro als Reservierung. Ein anderes zahlte in drei Überweisungen insgesamt 1.440 Euro.
Das ganze Geld landete auf dem Konto des Angeklagten. Er lebte in Las Palmas de Gran Canaria und hob die Beträge kurz nach den Überweisungen ab.
Vor Gericht räumte er ein, dass das Konto ihm gehörte und er die Zahlungen erhalten hatte. Er habe aber im Auftrag eines Bekannten gehandelt und nichts vom Betrug gewusst, sagte er.
Was bedeutet das Urteil für Wohnungssuchende?
Wer auf Teneriffa online eine Wohnung sucht, riskiert, auf Betrüger zu treffen. Die Fälle betrafen mutmasslich reguläre Mietangebote und eine Ferienunterkunft.
Prüfen Sie vor jeder Zahlung selbst, wem die Wohnung gehört, ob die Adresse stimmt und wer der Vermieter ist. Ein Vertrag allein schützt nicht zwingend.
In einem früheren Fall kam ein gefälschter Vertrag zum Einsatz. Das Gericht verurteilte den Täter zu sechs Monaten Haft und 1.000 Euro Entschädigung, wie Tenerife Weekly berichtet.
Neue gesetzliche Regeln, Fristen, Schliessungen oder besondere Antragsverfahren für Residenten, Ausländer und Besucher nennt die Berichterstattung nicht. Es ist ein Strafurteil gegen einen einzelnen Angeklagten, das Mietrecht ändert sich nicht.
Welche Warnsignale sollten Mieter kennen?
Die Berichterstattung nennt mehrere Warnsignale: ungewöhnlich niedrige Preise, Zeitdruck und die Bitte um schnelle Überweisungen. Auch wer nur über WhatsApp erreichbar ist, kann verdächtig sein.
Besichtigen Sie die Wohnung oder prüfen Sie sie unabhängig, bevor Sie Geld überweisen. Verlangen Sie Vertrag und Unterlagen und klären Sie, wer der Vermieter ist.
Bei einem möglichen Betrug rät die Berichterstattung, Anzeige, Chatverläufe, Belege und Bankdaten aufzubewahren. Anzeigen können Sie bei der Policía Nacional oder der Guardia Civil erstatten.
Offizielle Präventionshinweise von Polizei, Guardia Civil oder Milanuncios nennt das Urteil nicht. Auch die übrigen Quellen enthalten keine besonderen Anweisungen für diesen Fall.
Was bleibt offen?
Der vollständige Name des Verurteilten, das Aktenzeichen und das genaue Urteilsdatum sind nicht veröffentlicht. Auch zu möglichen Rechtsmitteln und zu Zahlungsfristen nennen die Quellen nichts.
Die spanische Meldung erschien am 19. Oktober 2026. Die verlinkte englische Meldung trägt das Datum 21. Oktober 2026.
Einen offiziellen Volltext des Urteils oder eine Mitteilung der Justizbehörden fanden wir nicht. Ebenso ist nicht belegt, dass die 4.200 Euro ausschliesslich Geldstrafe sind und nicht teilweise eine andere gerichtliche Zahlung.
Die spanische Meldung nennt die 4.200 Euro multa, also Geldstrafe. Ob der Verurteilte Rechtsmittel eingelegt hat, geht aus den Quellen nicht hervor.