Was passiert am Donnerstag auf Teneriffa?

Das Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad (CECOES) 112 sendet am 22. Oktober 2026 zwischen 9:00 und 14:00 Uhr drei Warnmeldungen an Mobiltelefone. Eine individuelle Uhrzeit für jeden Versand wurde laut El Día nicht festgelegt.

Die erste Meldung richtet sich an die gesamte Insel Teneriffa. Sie simuliert den Wechsel zur vulkanischen Warnstufe Orange nach dem kanarischen Notfallplan PEVOLCA. Die Meldung bedeutet weder einen Ausbruch noch eine Evakuierungs- oder Einschliessungsanordnung.

Die zweite Meldung betrifft die Gemeinden Guía de Isora und Santiago del Teide. Sie simuliert eine vorsorgliche Evakuierung ausschliesslich der Ortsteile Chirche und Aripe. Die dritte Meldung kündigt das Ende der Übung an.

Welche Gebiete können die Meldung empfangen?

Wegen der Mobilfunkreichweite kann die erste Meldung auch bestimmte Bereiche von Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro erreichen. Dasselbe gilt für interinsulare Schifffahrtswege, wie El Día berichtet.

Die zweite Meldung kann ausserhalb der Zielzone in Teilen von Adeje, Los Silos, Buenavista del Norte und El Tanque empfangen werden. Auch auf weiteren Inseln und Seewegen ist ein Empfang möglich.

Wer eine Meldung ausserhalb der Zielzone erhält, ist nicht von den beschriebenen Massnahmen betroffen. Die Behörden raten, den vollständigen Inhalt zu lesen und zu prüfen, auf welche Orte er sich bezieht.

Was müssen Urlauber und Residenten tun?

Kompatible, eingeschaltete Mobiltelefone im betroffenen Mobilfunkbereich geben einen lauten Signalton ab, vibrieren und zeigen eine Nachricht mit dem Wort «PRUEBA» an. Die Nachricht muss gelesen und mit «Aceptar» bestätigt werden; danach verschwindet sie.

Es ist keine Antwort erforderlich, und wegen des Tests soll niemand den Notruf 112 anrufen. Wer beim Empfang fährt, soll zunächst an einer sicheren Stelle anhalten und erst dann den Bildschirm lesen.

Für Einwohner, ausländische Bewohner und Touristen gelten beim Test keine Gebühren, Anträge, Fristen, Schliessungen oder Preisänderungen.

Welche Technik ist für den Empfang nötig?

Für den Empfang ist weder eine App noch eine Registrierung erforderlich.

Ein ausgeschaltetes Telefon oder ein Gerät im Flugmodus empfängt die Meldung nicht. Wer während des Zeitfensters in den betroffenen Mobilfunkbereich gelangt, kann die Meldung noch erhalten.

Das 112 Canarias bietet auf seiner Website Anleitungen zur Überprüfung der Konfiguration je nach Gerät an. Die offiziellen Angaben nennen keine individuelle Empfangsgarantie für jedes Gerät oder jeden Netzbetreiber.

Warum findet dieser Test statt?

Der Test ist Teil des Vulkanschutz-Simulationsszenarios VOLCANEX Tenerife 2026, das der Cabildo de Tenerife in der Gemeinde Guía de Isora organisiert. Er soll die Bevölkerung mit dem Warnsystem ES-Alert vertraut machen.

ES-Alert gehört zur Red de Alerta Nacional und ermöglicht es, Warnungen direkt an Mobiltelefone in einem betroffenen Gebiet zu senden. In Canarias erfolgt die operative Aussendung durch die Dirección General de Emergencias über das CECOES 112.

Der rechtliche Rahmen ist die Ley 17/2015, de 9 de julio, del Sistema Nacional de Protección Civil. Die Planung des Vulkanrisikos erfolgt über den PEVOLCA, dessen Ampelsystem die Aktivitätsstufe kommuniziert.

Was ist noch offen?

Die offiziellen Angaben nennen keine individuelle Empfangsgarantie für jedes Gerät oder jeden Netzbetreiber. Entscheidend sind ein kompatibles, aktualisiertes Telefon, aktivierte Warnungen und Mobilfunkempfang.

Der hier genannte Termin am 22. Oktober 2026 zwischen 9:00 und 14:00 Uhr stammt aus dem Bericht von El Día vom 19. Oktober 2026.

Das nächste angekündigte Ereignis ist der dreiteilige Test am 22. Oktober 2026. Weitere Termine für Folgeübungen wurden in den vorliegenden Quellen nicht genannt.