Was bedeutet die Orange-Warnung für den Süden Teneriffas?

Starker Regen trifft am Sonntag, 8. November, von 0.00 bis 17.59 Uhr auch Teneriffa, warnt AEMET. Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden sind möglich, zudem kann Hagel fallen.

Am stärksten betrifft es die West-, Süd- und Osthänge der Insel, der Süden gehört also dazu. Welche Ferienorte genau betroffen sind, nennen die Berichte nicht.

Windwarnungen gelten den ganzen Sonntag, in den zentralen Gipfellagen sind Böen aus Südwest von über 100 km/h möglich. Die Berichte weichen ab, einer nennt 90 km/h als Höchstwert.

Am Teide-Gipfel ist Schnee möglich. Für Santa Cruz de Tenerife sagen die Prognosen 23 bis 29 Grad voraus, es bleibt also mild, aber nass und windig.

Welche anderen Inseln sind betroffen?

Auf La Palma gilt Orange für Regen und Wind von Samstag, 21.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, mit bis zu 30 l/m² in einer Stunde. La Gomera und El Hierro stehen bis 18.00 Uhr unter Orange, dort drohen bis zu 100 l/m² in zwölf Stunden.

Auf Gran Canaria gilt Orange von 12.00 bis 23.59 Uhr, erwartet werden bis zu 80 l/m² in zwölf Stunden. Lanzarote und Fuerteventura haben Gelb im selben Zeitraum, mit bis zu 20 l/m² in einer Stunde und möglichem Hagel am späten Abend.

Die Dirección General de Emergencias des Gobierno de Canarias (Regionalregierung) hat für Regen seit Samstag, 21.00 Uhr, die Stufe Alerta ausgerufen. Sie gilt für Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro und Gran Canaria, während Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa in der Vorstufe Prealerta sind.

Für Gewitter und Überschwemmungen gilt auf allen acht Inseln die Prealerta. Laut bisher nicht geprüften Schlagzeilen setzte der Cabildo (Inselregierung) von Gran Canaria alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen aus.

Das Spiel UD Las Palmas gegen CD Eldense fiel demnach ebenfalls aus. Für Teneriffa fanden sich keine Angaben zu Schulen, Flügen, Fähren oder Strassensperrungen, weshalb Reisende direkt bei Airline oder Reederei nachfragen sollten.

Welche Verhaltensregeln raten die Notdienste?

Der Notdienst rät, Fahrten zu vermeiden oder nur Hauptstrassen mit reduziertem Tempo zu nutzen. Ausflüge sollten ausfallen.

Autos gehören nicht in Barrancos (Schluchten), und niemand sollte sie queren. Auch Garagen und Keller gelten als Gefahrenzonen.

Anwohner prüfen Dächer und Abflüsse und sichern Gegenstände auf Balkonen. Taschenlampe, Wasser und Medikamente gehören griffbereit.

Der Notruf lautet 112, Auskünfte gibt es unter 012. Die Behörden bitten, keine unnötigen Anrufe zu tätigen.

Was gilt an der Küste und beim Baden?

Die Alerta für die Küste gilt seit Samstag, 7. November, 18.00 Uhr, doch die Berichte widersprechen sich im Umfang. Ein Bericht nennt nur Nord- und Westküsten, ein anderer den gesamten Archipel.

Ab Montag wird Seegang von 3 bis 4 Metern erwartet, am stärksten im Westen von La Palma und El Hierro. Ein Bericht nennt bis zu 4 Meter an den Nord- und Westküsten.

Das Risiko steigt zwei bis drei Stunden vor und nach der Flut an Promenaden, Badestellen und Küstenstrassen. Die Zeiten mit erhöhtem Risiko liegen am Sonntag bei 0.00 bis 0.25 und 12.15 bis 12.40 Uhr, am Montag bei 0.30 bis 1.00 und 12.50 bis 13.15 Uhr.

Am Dienstag sind es 1.05 bis 1.30 und 13.25 bis 13.50 Uhr, am Mittwoch 1.40 bis 2.05 und 14.00 bis 14.25 Uhr. Die Notdienste raten, Molen, Hafenmauern und das Meer zu meiden.

Wassersport und Baden an unbewachten Küsten sollten Besucher verschieben. Das gilt auch für Strandspaziergänge nahe den genannten Zeiten.

Wer entscheidet, und was ist noch offen?

AEMET vergibt die Farben Gelb, Orange und Rot, und sie beschreiben das Wetter, nicht die Folgen. Die Notfallstufen Prealerta, Alerta und Alerta máxima setzt die Regionalregierung getrennt davon fest.

Laut rtvc.es waren Marcos Lorenzo, Viceconsejero de Emergencias y Aguas, und Laura Martín, Directora General de Emergencias, die Leiter des technischen Ausschusses. Er behandelt die Notfallpläne PEFMA und PEINCA mit den Gemeinden, die nächste Sitzung ist für Montag, 9. November, geplant.

Der Name Bruna steht in den Medienberichten als zweites Tief der Namensliste 2026/27. Eine offizielle Bestätigung durch AEMET fand die Recherche nicht, und die Zuschreibung an das portugiesische Institut IPMA in einem Bericht ist unbestätigt.

Die Farbe Orange für Teneriffa stammt aus einem Bericht, andere nennen für die Insel nur die regionale Alerta. Zu gemessenen Niederschlagsmengen, Schäden und Einsätzen vom 8. November lagen der Recherche keine Angaben vor.

Beim Tief Therese fielen in Tacoronte 60 Millimeter in einer Stunde, am 24. und 25. März 2026. Drei Gebäude im Ortsteil El Pris wurden geräumt, und der Cabildo von Teneriffa rief Notfallstufe 2 aus.

Wie geht es in der kommenden Woche weiter?

Am Montag und Dienstag, 9. und 10. November, ist laut Prognosen eine Beruhigung möglich. Regen und Wind könnten am Mittwoch, 11. November, zurückkehren.

Ein anderer Bericht nennt anhaltende Instabilität in der kommenden Woche durch ein weiteres Tief tropischen Ursprungs. Dabei zieht ein Kaltfrontdurchgang von West nach Ost über den Archipel.

Aktuelle Warnungen veröffentlichen AEMET und das Gobierno de Canarias. Am Montag, 9. November, tagt der technische Ausschuss erneut.