Die Tabelle hat eine Spalte für den Wohnsitz

Abgedruckt ist allein Absatz 4.1, die Tarifliste, und fast jede Zeile trennt „Residente“ und „No Residente“. Der Aufschlag fällt sehr unterschiedlich aus. Beim Einzeleintritt ist er bei Kindern am größten: 4,28 gegen 7,13 Euro sind 66,6 Prozent mehr, Erwachsene zahlen mit 8,07 gegen 9,51 Euro nur 17,8 Prozent mehr, Gruppen 27,5 Prozent. Bei Mieten öffnet sich die Schere weiter: Ein Tennisplatz kostet Nichtabonnenten 5,71 Euro mit Meldung und 10,45 Euro ohne, ein Fußball-7-Feld 20,43 gegen 36,59 Euro; Physiotherapie im Palacio 10,28 gegen 20,56 Euro, exakt das Doppelte. Überall gilt sie nicht: Glasplatz, Matrikel, Zugangskarten und Parkhaus kommen ohne Wohnsitzspalte aus.

Gegenüber März 2025: rund 1,7 Prozent, und ein Padelplatz

Neu ist vor allem eine Anhebung. Die bisherige Tabelle stammt aus dem Amtsblatt Nr. 27 vom 3. März 2025; Zeile für Zeile verglichen liegen fast alle neuen Beträge um 1,64 bis 1,72 Prozent darüber: 4,21 wird 4,28, 7,01 wird 7,13, das Monatsabo 35,98 wird 36,59. Die Wohnsitzspalte ist also nicht neu. Zwei Zeilen fallen aus dem Muster: Der Padel-Wandplatz kostet Nichtabonnenten mit Meldung jetzt 13,78 statt 9,87 Euro (39,6 Prozent mehr) und ohne Meldung 17,11 statt 10,97 Euro (56,0 Prozent). Unverändert bleiben die Gesundheitsdienste im Palacio, die Hallenmieten und mehrere Nebengebühren. Eine Begründung enthält die Bekanntmachung nicht; sie besteht aus Tabellen.

Wie der Wohnsitz nachgewiesen wird

Die Verordnung sagt es nicht. Sie definiert „Residente“ nicht und nennt weder Dokument noch Verfahren. Der einzige Hinweis steht im heute nicht geänderten Absatz 4.2: Der Tarif richte sich nach Art der Leistung, Nutzergruppe und Nutzungsdauer „sowie in einigen Fällen danach, ob man in der Gemeinde Arrecife ansässig ist oder nicht“. Gemeint ist die Gemeinde, nicht die Insel Lanzarote und nicht die Kanaren: Wer in Tías oder Teguise wohnt, steht nach dem Wortlaut in derselben Spalte wie ein Urlaubsgast. Praktisch regelt den Nachweis die Konzessionärin, die die Tarife nach Artikel 6 einzieht: Auf ihrer Seite pdmarrecife.es verlangt Clece FS für jedes Abonnement „gültiger DNI, Bankverbindung als Inhaberbescheinigung, Bescheinigung oder Volante des Empadronamiento (zu erhalten beim Ayuntamiento de Arrecife)“. Für den Tageseintritt an der Kasse ist nichts veröffentlicht.

Was die beiden Anlagen überhaupt sind

Die Tarifliste beschreibt sie am genauesten. Der Parque Deportivo ist ein Hallenbad-Sportzentrum: Absatz 4.2 nennt freie Bahnen im 25-Meter-Becken, ein Freizeit- und Therapiebecken, einen Thermalbereich, einen Kraftraum und eine Ludoteca. Die Mietzeilen ergänzen Fußball 11 und 7, Tennis- und Padelplätze, Wasserkurse, Kurse von Aerobic bis Kampfsport, Physiotherapie und ein Parkhaus. Der Palacio ist vor allem eine Halle: Die „pista polideportiva“ wird ganz oder halb vermietet, mit oder ohne Flutlicht, für 7,48 bis 26,63 Euro je Stunde. In einem von Canarias7 am 3. Januar 2026 veröffentlichten, als gesponsert gekennzeichneten Beitrag teilte Clece FS mit, der Palacio sei nach mehr als zwölf Jahren Schließung wiedereröffnet worden; beide Zentren liegen zwei Kilometer auseinander.

Ab wann die Tarife gelten, und warum das offen ist

Die Bekanntmachung nennt kein Datum. Sie verweist auf Artikel 70.2 des Gesetzes 7/1985, der das Inkrafttreten an zwei Bedingungen knüpft: die Veröffentlichung des vollen Wortlauts und den Ablauf der Frist von fünfzehn Werktagen aus Artikel 65.2, die mit der Mitteilung an Staat und Comunidad Autónoma beginnt. Die Schlussbestimmung der Verordnung vom 3. März 2025 sagt, sie trete „am Tag nach ihrer vollständigen Veröffentlichung“ in Kraft, nach dem eigenen Wortlaut also am Samstag, 3. Oktober. Lief die Frist aus Artikel 65.2 schon nach dem Plenum im März, ist sie längst abgelaufen. Zählt man sie von heute an, kommt man nach unserer Rechnung – ohne Wochenenden und ohne den Feiertag am 12. Oktober – auf Montag, 26. Oktober. Welche Lesart gilt, ist nicht veröffentlicht; fragen Sie im Zweifel beim Ayuntamiento de Arrecife nach.