Was bedeutet die Warnstufe für Urlauber im Süden?
Die Warnstufe galt am 20. Oktober 2026 für die gesamte Insel El Hierro, nicht nur für Valverde. Auch wer in Ferienorten wie Tamaduste oder La Restinga unterwegs war, musste mit kräftigen Schauern und möglichen Gewittern rechnen. Die offiziellen Hinweise richten sich an Einwohner und Besucher gleichermassen.
Während des Starkregens sollten Urlauber möglichst in der Unterkunft bleiben. Barrancos, also die oft trockenen Bachbetten, Überschwemmungsgebiete, Nebenstrassen und Forstpisten sollten gemieden werden. Das Wasser kann dort sehr schnell steigen.
Wer mit dem Mietwagen unterwegs war, sollte Hauptstrassen nutzen und die Geschwindigkeit reduzieren. Überflutete Strassen oder Brücken durften nicht befahren oder durchquert werden, wenn Wasser darüber hinwegströmte. Füllte sich das Fahrzeug mit Wasser, sollte es verlassen werden.
Welche Regenmengen wurden auf der Insel gemessen?
Die höchste gemessene Menge meldete die AEMET-Station in Valverde mit 118,4 Litern pro Quadratmeter, wie El Hierro Hoy berichtete. Das ist fast das Doppelte des offiziellen Schwellenwerts von 60 Millimetern in zwölf Stunden, den die Behörden für die Warnung nannten.
Am Flughafen El Hierro registrierte die Station 83,7 Liter pro Quadratmeter. In Tamaduste wurden 77,7 Liter gemessen.
Die Daten entsprechen den letzten verfügbaren Aktualisierungen jeder Station und sind keine endgültige Tagesbilanz.
Welche offiziellen Warnungen galten wann?
Am 20. Oktober 2026 um 13:15 Uhr wurde die Warnstufe angehoben. Grundlage waren Informationen von AEMET und der kanarische Notfallplan PEFMA.
Für den 21. Oktober 2026 um 09:00 Uhr war die Herabsetzung auf die Vorwarnstufe angekündigt. Weiterhin wurden kräftige, teils gewittrige Schauer sowie Schwellenwerte von 15 Millimetern in einer Stunde und 60 Millimetern in zwölf Stunden genannt.
Was sollten Bewohner und Besucher konkret tun?
Die Dirección General de Emergencias empfiehlt, bei Starkregen möglichst zu Hause zu bleiben. Dächer und Abflüsse sollten kontrolliert werden. Überlastete Barrancos sollten dem zuständigen Ayuntamiento, also der Gemeindeverwaltung, gemeldet werden.
Die Notrufnummer 112 ist ausschliesslich für akute Notfälle vorgesehen. Für allgemeine Informationen steht die Nummer 012 zur Verfügung. Diese Trennung ist wichtig, damit die Notrufleitungen bei echten Notlagen frei bleiben.
Konkrete Strassensperrungen, Evakuierungen, Gebäudeschäden oder Ausfälle von Fähren, Flügen und Schulen wurden in den verfügbaren Quellen nicht genannt. Auch Angaben zu Entschädigungen oder besonderen Antragsfristen liegen nicht vor.
Wie geht es nach der Warnung weiter?
Nach der angekündigten Herabstufung am 21. Oktober 2026 um 09:00 Uhr bleiben die Niederschlagsrisiken bestehen. Die Behörden warnen weiterhin vor kräftigen Schauern und möglichen Gewittern. Die Schwellenwerte von 15 Millimetern pro Stunde und 60 Millimetern in zwölf Stunden gelten fort.
Neue Anweisungen des Gobierno de Canarias, der Inselverwaltung und der Gemeinden sind massgeblich. Wer auf El Hierro unterwegs ist, sollte die aktuellen Warnstufen vor Ausflügen prüfen. Die offiziellen Kanäle der Dirección General de Emergencias und von AEMET liefern die verbindlichen Informationen.
Die Messwerte vom 20. Oktober 2026 zeigen, dass die Regenmengen lokal sehr unterschiedlich ausfielen. Während Valverde 118,4 Liter verzeichnete, fielen die Mengen an anderen Stationen deutlich geringer aus. Das Wetter auf der kleinen Insel kann sich also von Ort zu Ort stark unterscheiden.