Was bedeutet die Orange-Warnung für Urlauber und Residenten?
Auf La Gomera gilt am Montag, 2. November 2026, die Warnstufe Orange für Regen binnen einer Stunde. Bis zu 30 Liter pro Quadratmeter können in dieser Zeit fallen, berichtet Diario de Avisos mit Verweis auf AEMET.
Die Regierung der Kanaren hat zusätzlich seit 00.00 Uhr am Montag den Alert-Status (situación de alerta) für La Gomera, La Palma und El Hierro erklärt. Die Dirección General de Emergencias aktivierte laut La Gaceta de Canarias den Sonderplan des Zivilschutzes für Wettergefahren.
Sperrungen, Schulausfälle oder ES-Alert-Meldungen für La Gomera meldete am 2. November keine geprüfte Quelle. Wer eine Fähre oder einen Flug gebucht hat, fragt vorsorglich bei Reederei oder Airline nach; Absagen sind bisher nicht bekannt.
Eigene Verhaltensregeln für diesen Tag nannten die geprüften Quellen nicht. Allgemeine Zivilschutz-Hinweise, die nicht aus einer Mitteilung für diesen Tag stammen, raten dazu, Barrancos (Schluchten) und Bergstrassen zu meiden und 112 Canarias zu folgen.
Von wann bis wann gilt die Warnung, und wo genau?
Diario de Avisos schreibt von Mitternacht zum Montag bis 23.59 Uhr.
Welche Teile der Insel stärker betroffen sind, nennen die Quellen nicht. Aktuelle Zeiten und mögliche Änderungen stehen auf der Warnseite von AEMET.
Diario de Avisos beziffert die Gewitterwahrscheinlichkeit für La Gomera, La Palma und El Hierro auf 40 bis 70 Prozent. Das Blatt beschreibt anhaltende, örtlich kräftige Schauer mit Gewittern auf La Palma und La Gomera.
Die Regierung räumt erhebliche Unsicherheit ein, wie La Gaceta de Canarias berichtet. Unklar sei, wo, wie stark und wie lange es regnet.
Warum gibt es Orange und Alert-Status zugleich?
AEMET misst mit Gelb, Orange und Rot das Wetterphänomen selbst. Die Regierung der Kanaren stuft davon getrennt das Risiko für den Zivilschutz ein, in Prealerta, Alerta und Alerta máxima.
Diese Stufen stehen im PEFMA, dem Plan Específico de Emergencias por Fenómenos Meteorológicos Adversos, den das Decreto 18/2014 vom 20. März billigte. Das geht aus einem BOC-Treffer der Recherche hervor, das Dokument selbst wurde nicht geöffnet.
Eine Prealerta bedeutet, dass Behörden sich vorbereiten, Protokolle aktivieren und die Bevölkerung informieren. Ein Orange von AEMET löst nicht automatisch eine Alerta der Kanaren aus.
Als Schwelle für Orange bei Regen nennt ein ungeprüfter Suchtreffer zum AEMET-Plan Meteoalerta 30 Millimeter in einer Stunde oder 100 Millimeter in zwölf Stunden. Das Originaldokument liess sich nicht laden.
Auf Teneriffa gilt Gelb, mit 20 Litern pro Quadratmeter und Stunde im Norden und im Grossraum der Hauptstadt sowie 15 Litern im Osten, Süden und Westen. Gran Canaria steht in Prealerta, auf Lanzarote und Fuerteventura gibt es laut Diario de Avisos nur vereinzelte Schauer.
Wie verlief der letzte Orange-Fall am 22. Oktober?
Am 22. Oktober 2026 standen La Gomera, La Palma und El Hierro schon einmal unter Orange und Alert-Status, jeweils ab 00.00 Uhr. Laut RTVC drohten bis zu 30 Millimeter pro Stunde und 100 Millimeter in zwölf Stunden.
Die Regierung hob den Alert-Status am Freitag, 23. Oktober, um 07.00 Uhr auf, meldet RTVC. Den höchsten Wert an jenem Tag maass AEMET mit 60 Litern pro Quadratmeter in San Andrés y Sauces auf La Palma; einen Wert für La Gomera nannte die geprüfte Seite nicht.
Im März 2026 brachte das Tief Therese auf La Gomera Orange und bis zu 86 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden, so Medienberichte. Am stärksten traf es Valle Gran Rey und Alajeró, die Insel ging auf Notfallstufe 2 mit 40 Soldaten der Militärischen Notfalleinheit UME, 20 Beamten der Policía Canaria und zehn zusätzlichen Zivilschutz-Fahrzeugen.
Über 100 Einsätze liefen ab 14.00 Uhr auf. Die Strasse GM-1 am Tunnel Yorima blieb wegen Erdrutschgefahr zu, und die Buslinien 1, 6 und 8 nach Valle Gran Rey fuhren nicht.
Die Schulen kürzten den Nachmittags- und Abendunterricht und blieben am 26. März ganz geschlossen. Fred. Olsen Express fügte eine Abfahrt um 05.15 Uhr ein, damit Reisende ihre Flüge auf Teneriffa erreichten.
Warum trifft Starkregen La Gomera so oft?
Mindestens vier Orange-Fälle für Regen zählt die Recherche auf La Gomera im Jahr 2026: März, Juli, August und Oktober. Sie stützt sich dabei auf Schlagzeilen und Suchtreffer, eine mehrjährige Reihe von AEMET oder ISTAC fand sich nicht.
Die Insel ist von tiefen, strahlenförmigen Barrancos durchzogen, etwa in Hermigua und Valle Gran Rey. Nach Geografie-Material aus der Recherche leiten sie Regenwasser schnell ab, und Hochland sowie Norden erhalten mehr Niederschlag als Küste und Süden.
Nach Therese hielten die Stauseen der Insel laut RTVC vom 30. März rund 4 Millionen Kubikmeter bei einem Maximum von 5 Millionen. Amalahuigue in Agulo, der grösste Speicher, stand nur bei etwa 20 Prozent.
Das Wasser sollte laut RTVC durch den trockenen Sommer reichen, ein Jahr zuvor hatte starke Dürre geherrscht. Schäden oder Kosten für 2026 und wer sie trägt, nennen die Quellen nicht.
Was ist offen, und wie geht es weiter?
Messwerte, Zwischenfälle, Strassensperrungen und die Lage im Nationalpark Garajonay für den 2. November lagen in den geprüften Quellen nicht vor. Auch ob AEMET die Warnung noch aktualisiert oder auf Rot erhöht, blieb offen.
La Gaceta de Canarias schreibt, die Episode dauere am Dienstag, 3. November, mit geringerer Intensität an.
Einen Zeitpunkt für das Ende des Alert-Status nannte die Regierung bisher nicht. Eine Vorhersage für den 4. November und danach enthalten die Quellen nicht.