Was ändert sich für Urlauber auf El Hierro?
Wer auf El Hierro unterwegs ist, sollte Ausflüge verschieben und Fahrten aufs Nötigste beschränken. Das deckt sich mit dem Rat der Kanarenregierung vom Oktober, unnötige Fahrten zu vermeiden.
Der AEMET hat für die Insel bis zum 3. November um 6.00 Uhr die Warnstufe Orange für Regen ausgegeben. Sein Rat lautet auf Spanisch «Esté preparado», sinngemäss: «Seien Sie vorbereitet. Treffen Sie Vorsichtsmassnahmen und bleiben Sie informiert.»
Kritisch wird es laut AEMET vor allem am späten Nachmittag und in der Nacht auf den 3. November. Dann kann die Schwelle von 30 Millimetern pro Stunde örtlich überschritten werden.
Eine Liste gesperrter Strassen war in den ausgewerteten Quellen am 2. November nicht zu finden. Wer eine Tour oder einen Transfer gebucht hat, fragt am besten direkt beim Anbieter nach.
Welche Warnung gilt genau und wer entscheidet?
Ab 30 Millimetern Regen in einer Stunde greift laut AEMET die Warnung für El Hierro. Sie gilt vom 2. November, 10.00 Uhr, bis zum 3. November, 6.00 Uhr.
Die Schauer können laut AEMET örtlich kleinen Hagel und sehr starke Windböen mitbringen. Die Behörde hält ernste Schäden für Menschen und Sachen für möglich, besonders bei verletzlichen Personen und in exponierten Lagen.
Seit den frühen Morgenstunden des Montags gilt auf La Palma, El Hierro und La Gomera Alarm, den die Kanarenregierung über ihre Notfallbehörde, die Dirección General de Emergencias, ausgerufen hat. Teneriffa und Gran Canaria bleiben in der Vorstufe, wie Diario de Avisos berichtet.
Auf den drei Alarm-Inseln erwarten die Behörden verstreute Schauer mit mehr als 30 Millimetern pro Stunde, am ehesten bis etwa 15.00 Uhr. AEMET hebt dagegen den späten Nachmittag und die Nacht hervor, wer plant, richtet sich also nach dem längeren Fenster.
Was geschah beim letzten Orange-Alarm am 22. Oktober?
Im Tunnel Los Roquillos bei Frontera blockierten am 22. Oktober Gestein, Kies und Schlamm auf der HI-5 mehrere Fahrspuren, wie RTVC berichtet. Nur eine von drei Spuren blieb frei, bis Räumtrupps die Strasse gegen Mittag öffneten.
Auf der HI-1 zwischen La Llanía und La Candelaria sperrten herabfallende Steine und Äste die Strasse kurzzeitig. Das Santuario de la Virgen de los Reyes schloss für Besucher, weil der Zugang gefährlich war.
Am stärksten betroffen waren nach Angaben der Behörden der Tunnel und der Abschnitt von Tigaday hinauf zum Gipfel. Für El Pinar meldete RTVC 20,4 Liter pro Quadratmeter, einen der höchsten Werte Spaniens an jenem Tag.
Die Kanarenregierung hatte damals bis zu 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde und rund 100 Liter in zwölf Stunden erwartet. Ihre Alarmstufe hob sie nach RTVC-Angaben am Freitag um 7.00 Uhr wieder auf.
Wie verhalten sich Urlauber und Residenten richtig?
Meiden Sie unnötige Fahrten und queren Sie keine überfluteten Strassen: So riet es die Kanarenregierung bei den Regenfällen im Oktober. Für den 2. November fand sich keine neue Mitteilung, die Hinweise dienen hier deshalb nur als Orientierung.
Schluchten und Stellen, an denen sich Wasser sammelt, meidet man besser ganz. Wer fährt, fährt langsam und hält mehr Abstand, und zu Hause lohnt es sich, die Abflüsse frei zu räumen.
Eine ältere Mitteilung zum Sturm Francis, die elDiario.es wiedergab, rät zu niedrigen Gängen und einer Bremsenkontrolle. Sie empfiehlt Hauptstrassen statt Pisten und warnt vor Garagen, Kellern und Aufzügen.
Bei echten Notfällen gilt die Nummer 112 Canarias, für allgemeine Auskünfte die 012. Ob Wanderwege, Fähren oder Flüge betroffen sind, haben die ausgewerteten Quellen nicht bestätigt.
Was ist noch offen und wie geht es weiter?
Wie viel Regen am 2. November tatsächlich fiel, ist offen, denn gemessene Mengen liegen nicht vor. Auch eine Mitteilung des Cabildo de El Hierro (Inselregierung) war nicht zu finden.
Ob Strassen, Schulen und Wanderwege gesperrt sind oder Fähren und Flüge ausfallen, ist nicht bestätigt. Die AEMET-Warnung läuft am 3. November gegen 6.00 Uhr aus.
Die Kanarenregierung rechnet damit, dass die Lage in den ersten Stunden des Dienstags endet. Für den 3. November erwartet sie Niederschläge, die «dispersos y menos intensos» sein sollen, also verstreuter und schwächer, vor allem im Bergland.
Ort, Stärke und Dauer bleiben unsicher, und die Notfallbehörde kann die Alarmstufe ändern oder aufheben. La Gaceta de Canarias titelt, die Regenfälle hielten bis Dienstag an.
Einen Termin für die nächste AEMET-Aktualisierung nannten die Quellen nicht. Aktuelle Hinweise stehen auf aemet.es und bei 112 Canarias.