Was gilt auf La Palma am 2. November?

Die Regierung der Kanaren hält La Palma ab Mitternacht auf Montag, 2. November, in der Regenwarnung Alerta, wie El Día berichtet. Neu in dieser Stufe sind La Gomera und El Hierro, die laut RTVC zuvor erst in der Vorstufe Prealerta lagen.

Der staatliche Wetterdienst AEMET warnt laut Diario de Avisos für die westlichen Inseln zusätzlich mit Orange. Teneriffa, dessen Metropolregion am Sonntag noch in der Alerta stand, rutscht gemeinsam mit Gran Canaria in die Prealerta.

Grund ist laut El Día eine starke konvektive Aktivität rund um El Hierro, La Palma und La Gomera. Gemeint sind einzelne, verstreute Schauer, die sehr heftig ausfallen können.

Dabei sind mehr als 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde möglich. Am wahrscheinlichsten ist das am Vormittag bis 15.00 Uhr, doch ein Anhalten am Nachmittag schliesst die Prognose nicht aus.

Was bedeutet das für Urlauber im Süden der Insel?

Die vorliegenden Meldungen nennen keine einzelnen Gemeinden, weder im Süden noch im Norden. RTVC schreibt am 1. November, dass die Alerta ab dem 2. November für La Palma insgesamt gilt.

In Villa de Mazo fielen über Nacht 21 Millimeter, meldet RTVC. Ob es in den Ferienorten im Süden stärker oder schwächer regnet, geht aus den Quellen nicht hervor.

Flug- oder Fährausfälle und Schulschliessungen auf den westlichen Inseln bestätigte keine der gelesenen Quellen. Wer am Montag fliegt, eine Fähre gebucht hat oder eine Tour plant, fragt vorsorglich bei Airline, Reederei oder Veranstalter nach.

Welche Ratschläge geben die Behörden?

Die Regierung der Kanaren ruft laut El Día zum Selbstschutz auf. Die konkreten Hinweise nennt RTVC am 1. November: Fenster und Türen sichern, langsam fahren, überflutete Zonen meiden und im Notfall die 112 wählen.

Schon zur Warnung vom 31. Oktober nannte RTVC weitere Tipps. Unnötige Fahrten meiden, Fahrzeuge nicht in der Nähe eines Barranco (Schlucht) parken, Abstand zu Gerüsten halten, Ausflüge und Camping absagen.

Für Hausbesitzer hatte die Regierung bei der Warnung vom 22. Oktober zusätzlich geraten, Dächer, Terrassen, Wasserbehälter und Abflüsse zu prüfen. Auch Notvorräte sollten bereitliegen, so RTVC.

Wer erklärt eigentlich die Warnstufen?

Die Generaldirektion für Notfälle (Dirección General de Emergencias) der Kanarenregierung erklärt die Stufen Prealerta, Alerta und Alarma. AEMET liefert davon getrennt die Wetterwarnungen in Gelb, Orange und Rot.

Grundlage ist der kanarische Notfallplan PEFMA für widrige Wetterereignisse, beschlossen mit Dekret 18/2014 vom 20. März und veröffentlicht im BOC (Amtsblatt der Kanaren) Nr. 70/2014. Der Wortlaut des Plans war nicht abrufbar, diese Angaben stützen sich auf Sekundärquellen.

Die Schwellen nennt RTVC am 31. Oktober: Alerta ab 30 Millimetern in einer Stunde, Prealerta ab 15 Millimetern. Die Prognose von bis zu 20 Litern für Teneriffa und Gran Canaria liegt zwischen beiden Werten und passt zur Prealerta.

Was geschah am Sonntag auf den anderen Inseln?

Auf La Gomera gab es laut RTVC am frühen Morgen vereinzelte Stromausfälle. Schäden meldete die Quelle an der Strecke El Rejo und an der Verbindung Las Hayas–Arure.

Auf Teneriffa sammelte sich in El Médano im Süden etwas Wasser, und es gab leichte Stromstörungen. Auf dem Teide liegt Schnee, der Zugang ist eingeschränkt.

Blanca Pérez, Sicherheitsstadträtin (concejala de Seguridad) von Teneriffa, sagte laut RTVC, das Risiko erreiche um die Mittagszeit seinen Höhepunkt, vor allem in Städten. Der Cabildo (Inselregierung) wollte am Sonntag ab 10.00 Uhr das Stadion Heliodoro Rodríguez López, die Sporthalle, das Messegelände und das Auditorium schliessen.

Wie ungewöhnlich ist das, und wie geht es weiter?

Im März 2026 mass AEMET mit dem Sturmtief «Therese» am Roque de los Muchachos auf La Palma 615,2 Liter pro Quadratmeter in sieben Tagen, berichtet RTVC. Allein am 24. März fielen dort 242 Liter.

An der Referenzstation am Flughafen La Palma lag der bisherige Monatsrekord bei 335,8 Litern im November 2004. Der Regen vom 2. November ist nach der Prognose von einer anderen Grössenordnung, aber auf der Insel bleibt die Erinnerung an solche Ereignisse frisch.

Schon am 22. Oktober hatte die Regierung für El Hierro, La Gomera und den Osten von La Palma die Alerta erklärt, mit bis zu 100 Litern in zwölf Stunden. Nach dem Vulkanausbruch von 2021 warnten Fachleute vor Schlammströmen in Barrancos wie Tenisca, Las Palomas und Tamanca; ob das heute gilt, ist unbestätigt.

Am Dienstag, 3. November, regnet es laut El Día in allen Bergregionen weiter, aber schwächer, mit AEMET-Gelb für die westlichen Inseln und Gran Canaria. Wann die Notfalldirektion die Alerta aufhebt, war bis Sonntag nicht veröffentlicht.