Was ändert sich am Montag auf Teneriffa?

Nach den Überschwemmungen vom Sonntag entspannt sich die Lage. Wie El Día berichtet, hat die Regierung der Kanaren Teneriffa von Alerta auf Prealerta zurückgestuft, und die orange Warnung des staatlichen Wetterdienstes AEMET ist auf Gelb gesunken.

Für Teneriffa nennt die Prognose 20 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde. Am Sonntag erwartete AEMET laut Canarias Ahora noch bis zu 30 Liter in etwa einer Stunde.

Ganz vorbei ist der Regen nicht. AEMET schliesst laut El Día örtlich starke Schauer nicht aus, die von Gewitter begleitet sein könnten.

Mittlere und hohe Wolken ziehen über die Insel, die Calima bleibt. Die Temperaturen liegen zwischen 21 und 26 Grad.

Wo regnet es auf Teneriffa am ehesten?

Im Norden und im Grossraum Santa Cruz–La Laguna regnet es am ehesten, wie La Gaceta de Canarias und Diario de Avisos berichten. Dort warnt AEMET vor kräftigen Schauern.

Gelbe Warnungen gelten laut dem Warnportal snowy.es, das AEMET-Daten auswertet, für drei Zonen der Insel. Das sind der Grossraum Santa Cruz–La Laguna, der Norden sowie der Osten, Süden und Westen.

Auch wer im Süden wohnt oder Urlaub macht, steht unter einer gelben Warnung. Eine eigene Südprognose mit Regenmengen nennen die Quellen nicht.

Der Wind weht laut AEMET schwach aus Osten. Zeitweise kann er mässig bis stark werden und in Böen örtlich sehr kräftig.

Was bedeutet das für Urlauber und Residenten?

Wer auf Teneriffa unterwegs ist, kann den Tag mit Vorsicht planen, ohne alles abzusagen. Zu Schliessungen, Schulausfällen oder Flug- und Fährproblemen am Montag fanden sich in der Recherche keine Meldungen.

Am Sonntag setzte die Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila Kultur- und Sportveranstaltungen in den betroffenen Gebieten aus, wie Canarias Ahora berichtet. Ob die Absage auch am Montag gilt, ist nicht bestätigt, daher lohnt ein Blick auf die Seite des Veranstalters.

Dávila rief ausserdem dazu auf, unnötige Fahrten zu meiden und Schluchten sowie überschwemmungsgefährdete Zonen zu umgehen. Bei Schauern in der Nähe von Barrancos (Schluchten) gilt das weiter.

Im Oktober 2024 riet die Regierung der Kanaren bei einer Prealerta laut Diario de Avisos, Keller und Garagen zu meiden. Überflutete Brücken und Strassen mit starker Strömung solle man nie queren, den Notruf 112 nur bei Lebensgefahr wählen und für Auskünfte die 012.

Wohin zieht der Regen jetzt?

Drei Inseln tragen am Montag die orange Warnung: La Palma, La Gomera und El Hierro, die «Islas Verdes» (grünen Inseln). Laut La Gaceta de Canarias und Diario de Avisos erwartet AEMET dort Schauer mit über 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.

Am wahrscheinlichsten regnet es bis etwa 15.00 Uhr, am Nachmittag ist Regen aber nicht ausgeschlossen. Auf La Palma kann er laut El Día örtlich anhaltend ausfallen.

Snowy.es führt fünf orange Zonen: Cumbres de La Palma, El Hierro, Este de La Palma, La Gomera und Oeste de La Palma. Sie laufen bis 0.59 Uhr am Dienstag.

Wer eine Fähr- oder Flugreise auf eine dieser Inseln plant, sollte die Hinweise von 112 Canarias und Protección Civil (Zivilschutz) verfolgen. Zu Verspätungen oder Ausfällen liegen keine bestätigten Angaben vor.

Wer entscheidet über Warnstufen und was ist noch offen?

AEMET gibt die Wetterwarnungen in Gelb, Orange und Rot heraus. Die Regierung der Kanaren legt über ihre Notfallbehörde dann die Alarmstufen wie Prealerta und Alerta fest, nach dem regionalen Plan für Unwetter, kurz PEFMA.

Diario de Avisos berichtet, die Behörde habe nach Absprache mit AEMET La Palma, El Hierro und La Gomera am frühen Montag auf Alerta gesetzt. Teneriffa und Gran Canaria bleiben auf Prealerta.

Die Behörde spricht von «elevada incertidumbre» (grosser Unsicherheit) bei Ort, Stärke und Dauer des Regens. Sie behält sich vor, die Einstufungen zu ändern.

Gesamtmengen und mögliche Schäden vom Sonntag und Montag sind laut Recherche offen. Ebenso unklar ist, ob die Stufen im Tagesverlauf aufgehoben werden, denn die Warndaten laufen bis Dienstag um 0.59 Uhr.

Wie geht es am Dienstag und Mittwoch weiter?

Am Dienstag, 3. November, regnet es laut La Gaceta de Canarias und Diario de Avisos weiter in den Bergregionen aller Inseln. Die Schauer sollen aber verstreuter und weniger intensiv ausfallen als am Montag.

Für Dienstag zeigt snowy.es elf Warnzonen, überwiegend gelb. Bis Mittwoch, 4. November, soll sich die Lage dort weiter beruhigen, diese Angabe stammt allein von dem Portal.

Die östlichen Inseln bleiben laut AEMET weitgehend trocken, mit gelegentlichem Regen, der örtlich mässig ausfallen kann. Dort weht der Wind schwach bis mässig, im Landesinneren von Lanzarote und Fuerteventura zeitweise stark.