Was bedeutet Caffest für Urlauber und Residenten?

Wer am Wochenende des 4. und 5. Dezember 2026 auf El Hierro ist, kann Caffest besuchen, und zwar ohne Eintritt. Laut Anmeldeseite kostet der Besuch nichts, die Plätze sind aber auf höchstens 30 Personen begrenzt.

Der Veranstalter nennt am Freitag die Zeit von 16.00 bis 20.00 Uhr und am Samstag von 10.00 bis 20.00 Uhr. Treffpunkt ist das Centro Cultural de Frontera in der C. Belgara Alta s/n, Postleitzahl 38911.

Wer dabei sein will, meldet sich online über den Link auf der Seite des Veranstalters an. Einen Anmeldeschluss nennt die Seite nicht.

Wer Flug oder Unterkunft für diesen Termin bucht, lässt die Daten besser zuerst bei info@canariasup.com bestätigen. Unabhängige Berichte dazu liegen bisher nicht vor.

Was ist Caffest und was wird dort geboten?

Caffest nennt sich auf der eigenen Website das erste Spezialitätenkaffee-Festival der Kanaren. Es verbindet Gastronomie, Kultur und Kaffeebildung.

Die erste Ausgabe fand laut Veranstalter 2026 auf Teneriffa statt. Laut caffest.es war das am 28. März 2026 im Castillo Camino Largo in San Cristóbal de La Laguna.

Mehr als 7.000 Besucher und mehr als 600 Liter Kaffee meldet der Veranstalter für diese Ausgabe. Die Zahlen stammen von ihm selbst und sind nicht unabhängig geprüft; die Workshops seien laut Caffest «in 20 Minuten ausverkauft» gewesen.

Auf der Tour führt der Veranstalter Verkostungen, Latte-Art, Workshops zu Extraktionsmethoden, Barraquito-Kunst, Matcha-Zeremonien, Showcooking, Brunch, Musik und Gebäck auf. Für Frontera verspricht die Anmeldeseite nur «das Neueste an Trends und einzigartige Aktivitäten».

Referenten, Workshops oder einen Zeitplan nennt sie nicht. Was genau auf die Besucher wartet, ist also offen.

Wie hängt das Festival mit CanariasUp zusammen?

Sieben neue Caffest-Veranstaltungen kündigt die Website an, je eine auf Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa. Teneriffa steht auf dieser Liste nicht.

Partner der Tour ist CanariasUp, nach Angaben des Veranstalters die grösste Messe für Unternehmensgründung der Kanaren. Sie bringe junges Talent, Spezialitätenkaffee, Gastronomie mit Produkten aus der Nähe (km0), Technologie und Kultur zusammen.

Einen eigenen Markt für lokale Produkte führt die Seite für El Hierro nicht auf. Wie viel km0-Gastronomie es in Frontera gibt, hat der Veranstalter nicht beschrieben.

Röster und Cafés können sich über ein Sponsorenformular als Aussteller bewerben. Auch für die Teilnahme verweist die Anmeldeseite auf das Formular der Seite für Sponsoren und Teilnahme.

Daten und Orte der anderen sechs Stopps nennt die Website nicht. Ob die Termine auf El Hierro endgültig sind, bestätigte bis Dienstag, 3. November, keine unabhängige Stelle.

Wächst auf El Hierro eigentlich Kaffee?

Kommerziellen Kaffeeanbau auf El Hierro fand die Recherche nicht. Das Festival in Frontera dreht sich deshalb um Kaffeekultur, nicht um Anbau auf der Insel.

Auf der Versuchsfarm des Cabildo (Inselregierung) in Frontera läuft ein Projekt zu Kaffee und Kakao mit dem ICIA, dem kanarischen Institut für Agrarforschung. Der Cabildo schrieb am 25. April 2024, es habe rund sechs Monate zuvor begonnen.

Laut Cabildo stehen auf der Farm 50 Kakaopflanzen, 20 davon testet ein Biobauer im Freien. Kakaosamen pflanzte man dort erstmals 2005 unter Netzen, ein Techniker nennt die frühen Ergebnisse vielversprechend.

Den einzigen kommerziellen Kaffee Spaniens und der EU gibt es im Tal von Agaete auf Gran Canaria. Die kanarische Regierung hat den Antrag auf die geschützte geografische Angabe (IGP) «Café de Agaete» an die EU-Kommission geschickt.

Die Jahresmenge liegt nach veröffentlichten Angaben knapp über 1.500 Kilogramm. Die endgültige Zulassung wird für Mitte 2027 erwartet, entscheiden wird die EU-Kommission.

Was ist vor dem 4. Dezember noch offen?

Einen Preis für einzelne Programmpunkte kennt bisher niemand, ebenso wenig eine Altersgrenze oder die Sprache der Veranstaltung. Auch zu Barrierefreiheit, Parkplätzen und Busverbindungen nach Frontera hat der Veranstalter nichts veröffentlicht.

Ob die Grenze von 30 Plätzen für beide Tage gilt oder nur für einen Teil, ist unklar. Die Startseite nennt den allgemeinen Eintritt gratis und verlangt für Workshops eine Voranmeldung.

Wie das zur Grenze von 30 passt, erklärt sie nicht. Eine Mitteilung des Cabildo de El Hierro, des Ayuntamiento de Frontera (Gemeindeverwaltung) oder der kanarischen Regierung fand die Recherche nicht.

Zu öffentlicher Finanzierung oder Sponsoren gibt es ebenfalls keine Zahlen. Das Festival findet rund einen Monat nach dem heutigen Datum statt.

Aktuelle Hinweise will der Veranstalter über Instagram, Facebook und TikTok geben. Rückfragen gehen an info@canariasup.com.