Womit müssen Urlauber im Süden von El Hierro rechnen?
Auf der HI-4 liegen Steine und Erde zwischen Kilometer 18 und La Restinga, wie der Sender RTVC am 2. November 2026 meldete. Ob die Strasse ganz gesperrt oder nur teilweise befahrbar ist, steht im Bericht nicht.
Wer mit dem Mietwagen nach La Restinga fahren will, muss deshalb mit Verzögerungen rechnen. Einen Zeitpunkt für die Räumung nannte RTVC nicht, ein Zeitpuffer ist daher die sicherste Planung.
La Restinga gehört zur Gemeinde El Pinar, dort fiel nach dem Bericht auch der Strom aus. Wer in dem Dorf eine Unterkunft gebucht hat, fragt am besten direkt beim Vermieter nach, ob die Versorgung wieder läuft.
Auch die HI-1 ist betroffen, und zwar im Bereich La Llanía. Wer Richtung Norden oder zur Inselhauptstadt unterwegs ist, sollte dort mit Hindernissen rechnen und langsam fahren.
Welche Strassen und Orte sind genau betroffen?
RTVC nennt zwei Strassen: die HI-4 vom Kilometer 18 bis La Restinga und die HI-1 bei La Llanía. Beide Meldungen gingen an den Servicio de Carreteras (Strassendienst der Insel) und an die Guardia Civil.
Die Behörden koordinieren nach dem Bericht die nötigen Arbeiten, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Wie viele Fahrzeuge betroffen waren oder ob jemand verletzt wurde, steht nicht im Bericht.
Die Besucherzentren Garoé und Julan schlossen als Vorsichtsmassnahme, weil das Wetter zu schlecht ist. Ein Datum für die Wiedereröffnung wurde nicht genannt.
Wer einen Besuch bei einem der beiden Zentren geplant hat, sollte ihn verschieben. Eine offizielle Auskunft zur Öffnung liegt bisher nicht vor.
Wo fiel der Strom aus, und wie lange?
Der Strom fiel in der Zone Los Llanos und im Dorf La Restinga aus, so RTVC am 2. November 2026. Die Störungen gingen an den Pannendienst von Endesa und an die Firma Juan Padrón S.L., die den Dienst wiederherstellen sollen.
Wie viele Kunden betroffen waren, wurde nicht veröffentlicht. Auch zur Dauer und zur Frage, ob die Versorgung wieder läuft, enthält der Bericht keine Angaben.
El Hierro hat ein eigenes, vom Festland getrenntes Stromnetz, das Wasserkraft und Wind im Kraftwerk Gorona del Viento sowie Dieselgeneratoren speisen. Nach Zahlen des kanarischen Statistikamts ISTAC, über die RTVC im August 2025 berichtete, lag der Anteil erneuerbarer Energie 2024 im Schnitt bei 43,7 Prozent.
Die nächsthöhere Insel, La Palma, kam laut diesem Bericht auf rund 9 Prozent. Eine Ursache für die jetzigen Ausfälle nannte der Bericht nicht.
Wie schwer das Netz mancherorts zu erreichen ist, zeigt eine Mitteilung von Endesa vom 29. Dezember 2025. Darin ging es um einen Hubschrauber, der ein unzugängliches Transformatorenhaus auf El Hierro abtransportierte.
Ist das auf El Hierro in diesem Herbst neu?
Am 22. Oktober 2026 blockierten ein grosser Felsblock, Kies und Schlamm den Eingang des Roquillos-Tunnels auf der HI-5 an der Seite von La Frontera, wie RTVC berichtete. Der Verkehr lief danach einspurig im Wechsel, und die Behörden mahnten zu maximaler Vorsicht zwischen La Frontera und Valverde.
Der Tunnel ist die wichtigste Verbindung zwischen diesen beiden Orten. An jenem Tag blieb zudem das Heiligtum der Virgen de los Reyes geschlossen, weil der Zugang unsicher war.
Auch auf der HI-1 zwischen La Llanía und La Candelaria gab es damals Steinschlag und umgestürzte Äste. Bereits Ende März 2026 hatte der Cabildo (Inselregierung) während des Sturms Therese Strassen und Wege gesperrt und seinen Notfallplan später wieder aufgehoben.
Ob der Cabildo den Notfallplan diesmal aktiviert hat, ist nicht bestätigt. Im Mai 2026 liess er am Tunnel zudem an der Böschung am Camino de La Peña arbeiten, vom 11. bis 13. Mai mit zeitweiligen Sperrungen.
Beim Tropensturm Hermine im September 2022 blieb El Hierro laut RTVC die letzte Insel unter Alarm, und zwar noch am 27. September 2022. Das zeigt, wie anfällig die Strassen bei Dauerregen sind.
Wer entscheidet über Alarmstufen und Sperrungen?
Die Regierung der Kanaren, genauer ihre Notfalldienste mit dem Zivilschutz, ruft Voralarm und Alarm aus. Grundlage ist der kanarische Notfallplan für widrige Wetterlagen (PEFMA), wie die Recherche zu früheren Unwettern ergab.
Den Strassendienst des Cabildo betreibt die Inselregierung selbst. Er räumt die Strassen und koordiniert sich über CECOPIN mit Gemeinden und Polizei.
Welche Warnstufe der staatliche Wetterdienst AEMET für den 2. und 3. November 2026 für El Hierro ausgab, war nicht zu klären. Regenmengen für El Hierro nannte RTVC nicht.
Im selben Bericht steht, dass auf La Palma die höchste Alarmstufe galt, mit 62 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Das betrifft La Palma, nicht El Hierro.
Für die nächsten Tage ist nichts bestätigt, weder Öffnungszeiten noch Prognosen. Aktuelle Angaben liefern die Strassenmeldungen des Cabildo de El Hierro, die AEMET-Warnungen und die Störungsinfo von Endesa.