Wann und wo bebte es auf Fuerteventura?
Der IGN-Katalog verzeichnet das Ereignis am 2. Oktober 2026 um 04:06:42 Uhr UTC, das sind 05:06 Uhr auf den Kanaren. Die Koordinaten lauten 28,2428 Grad Nord und 14,2938 Grad West, als Ort nennt der Katalog SW Pájara.
Radio Insular verortet das Epizentrum im Meer vor der Westküste des Südens der Insel. RTVC und Canarias Ahora schreiben, es liege vor der Küste von Barlovento im Gemeindegebiet von Pájara. Zu dieser Gemeinde gehören unter anderem Ajuy und Morro Jable.
Gilt Magnitude 3,0 oder 3,2?
Der IGN-Katalog zeigt beim Abruf am 3. Oktober 2026 für das Ereignis Magnitude 3,0 mbLg und 4,0 Kilometer Tiefe. Die Intensität ist dort mit III angegeben.
Radio Insular nennt in der Überschrift 3,0 und im Text 3,2 mbLg bei vier Kilometern Tiefe. Canarias Ahora und 20minutos berichten 3,2 bei vier Kilometern, RTVC 3,2 bei fünf Kilometern.
CITA folgt dem IGN-Katalog, weil er die Primärquelle ist. Der Katalogwert weicht damit von den meisten Medienberichten des Freitagvormittags ab; eine Begründung nennt der Katalog nicht.
Wie stark war das Beben zu spüren?
Das IGN ordnet dem Beben eine maximale Intensität von III auf der Europäischen Makroseismischen Skala zu, laut Radio Insular ein schwacher Wert. Bei dieser Stufe nehmen einige Menschen in Gebäuden das Beben wahr, vor allem im Ruhezustand, und hängende Gegenstände schwingen leicht.
RTVC und Canarias Ahora sprechen von Intensität II bis III in rund 20 Ortschaften im Süden und an der gesamten Westküste. Genannt werden Pájara, Tuineje, Betancuria und Antigua; 20minutos nennt zusätzlich La Oliva.
Berichte führen ausserdem Ajuy, El Cotillo, Morro Jable und Tindaya unter den Orten auf, in denen das Beben zu spüren war. Für ein Dorf wie Ajuy heisst das: ein kurzes, leichtes Schwanken, kein Schaden.
Gab es Schäden oder Einschränkungen?
Canarias Ahora schreibt, das Beben habe keinen Schaden verursacht; bei dieser Intensität entstünden keine Schäden an Gebäuden oder Strukturen. In den übrigen ausgewerteten Berichten ist ebenfalls von keinen Schäden die Rede.
Wer das Beben gespürt hat, kann es dem IGN melden. Laut Radio Insular hält das IGN auf seiner Website einen makroseismischen Fragebogen offen; die Antworten verfeinern die Karte der Orte, an denen das Beben zu spüren war.
Wie reiht sich das Beben in die letzten Monate ein?
Laut Radio Insular ist es das jüngste von mehreren Beben, die auf Fuerteventura in den letzten Monaten zu spüren waren. Am 22. Mai wurde ein Beben der Magnitude 4,8 mit Epizentrum im Meer bei Gran Canaria in 13 Ortschaften der Insel wahrgenommen.
Wenige Tage später folgte ein Beben der Magnitude 2,5 westlich der Insel in vier Kilometern Tiefe, zu spüren in Betancuria und Pájara. Am 30. Juni wurde ein Beben der Magnitude 3,9 zwischen Gran Canaria und Fuerteventura in Antigua, Tuineje und Pájara wahrgenommen.
Am 13. Juli folgte ein Beben der Magnitude 3,2 nordwestlich der Insel, das in weiten Teilen Fuerteventuras zu spüren war. Eine Aussage dazu, ob weitere Beben folgen, machen die Quellen nicht.