Wie ist das Klima auf Fuerteventura?

Fuerteventura hat ein trockenes, ganzjährig mildes und stark windgeprägtes Inselklima. Der Nordostpassat bringt häufig Wind, aber nur geringe Niederschläge, wie das CanariWiki der kanarischen Regierung beschreibt.

Die AEMET-Station Fuerteventura Aeropuerto weist für den Referenzzeitraum 1981–2010 ein Jahresmittel von 21,1 °C aus. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur liegt bei 24,3 °C, die Tiefsttemperatur bei 17,8 °C.

Im Vergleich zu Teneriffa, Gran Canaria oder La Palma fehlen Fuerteventura hohe, feuchte Bergregionen. Dadurch gibt es weniger ausgeprägte Klimastufen und deutlich weniger zuverlässige Niederschläge, so die Hintergrundrecherche.

Lanzarote ist ähnlich trocken und windig. Fuerteventura besitzt jedoch längere Sandstrände, grössere offene Ebenen und besonders günstige Bedingungen für Wind- und Kitesport.

Wann ist die beste Reisezeit für Strandurlaub?

Für Strandurlaub und Baden eignen sich laut AEMET-Normalwerten die Monate Juni bis Oktober am besten. Sie bieten die höchsten mittleren Temperaturen und sehr wenig Niederschlag.

Der August ist mit 24,6 °C im Monatsmittel und 27,8 °C mittlerer Tageshöchsttemperatur der wärmste Monat. Auch Juli und September bleiben mit 24,0 °C und 24,4 °C im Mittel sehr warm.

Die Niederschlagsmengen sind in diesen Monaten minimal: Im Juni, Juli und August fallen laut AEMET jeweils 0 mm, im September nur 2 mm. Die Sonnenscheindauer erreicht im Juli 294 Stunden und im August 289 Stunden.

Wer maximale Wärme sucht, wählt Juli bis September. Allerdings sind Juli und August nicht automatisch die beste Zeit, weil Wind, starke Sonne und hohe Nachfrage den Aufenthalt weniger komfortabel machen können.

Wann ist die beste Reisezeit für Wandern und Radfahren?

Für Wandern, Radfahren und Ausflüge sind April bis Mai sowie Oktober bis November meist angenehmer als der Hochsommer. Die mittleren Höchsttemperaturen liegen dann niedriger, wie die AEMET-Tabelle zeigt.

Im April beträgt die mittlere Höchsttemperatur 22,9 °C, im Mai 24,1 °C, im Oktober 26,1 °C und im November 24,0 °C. Die Regentage bleiben mit 1,0 im April, 0,2 im Mai, 1,7 im Oktober und 2,2 im November überschaubar.

Die Sonnenscheindauer ist im Frühjahr und Herbst ebenfalls hoch: 242 Stunden im April, 280 im Mai, 227 im Oktober und 203 im November. Das erlaubt lange Touren ohne extreme Mittagshitze.

Bei starkem Wind empfiehlt die Hintergrundrecherche, statt offener Strände geschützte Buchten, Museen, historische Orte oder Wanderungen im Inselinneren zu wählen.

Wie sind die Wintermonate auf Fuerteventura?

Dezember bis Februar bleiben mild, weisen aber im Jahresvergleich die höchsten Niederschlagsmittel und die geringsten Sonnenscheinwerte auf. Auch dann sind längere trockene Abschnitte typisch, wie die AEMET-Daten zeigen.

Der Dezember bringt mit 26 mm den meisten Niederschlag und 3,2 Regentage. Januar und Februar folgen mit 14 mm und 16 mm sowie 2,5 und 2,4 Regentagen. Die Temperaturen bleiben mit 17,6 °C bis 18,9 °C im Monatsmittel mild.

Die Sonnenscheindauer sinkt im Dezember auf 186 Stunden, im Januar und Februar auf jeweils 190 Stunden. Für Wintersonne sind diese Monate dennoch geeignet, besonders für Besucher aus kälteren Regionen.

Für milde Winterferien eignen sich Dezember bis Februar. Wer mehr Sonne sucht, sollte eher in den Frühling oder Herbst ausweichen.

Welche Rolle spielen Passatwind und Calima?

Der Nordostpassat beeinflusst Fuerteventura regelmässig und kann an offenen Küsten, auf Dünen und bei Wassersport deutlich stärker wahrgenommen werden. Die Ost- und Nordküste ist häufig windiger, geschützte Bereiche im Süden und Westen wirken oft ruhiger.

Calima bezeichnet Staub aus der Sahara in der Luft. Sie kann Sichtweite und Luftqualität verschlechtern und mit hohen Temperaturen zusammentreffen, wie die kanarische Regierung erläutert.

Bei behördlichen Calima-Hinweisen empfiehlt die kanarische Regierung, Türen und Fenster geschlossen zu halten und bei chronischen Atemwegserkrankungen möglichst nicht nach draussen zu gehen.

Bei Hitze, starkem Wind oder eingeschränkter Sicht sollten Wanderungen, Dünenaufenthalte und Wassersport an die amtlichen Warnungen angepasst werden. Aktuelle Werte und Warnungen liefern CITA-Wetter und AEMET.

Was sollten Besucher auf Fuerteventura vermeiden?

Ein häufiger Fehler ist, Schutzgebiete als frei befahrbares Offroad-Gelände zu behandeln. Fahrzeuge sollten nur auf zugelassenen Strassen und Parkflächen bleiben, wie die Hintergrundrecherche festhält.

Dünen, empfindliche Vegetation oder Brutbereiche sollten nicht betreten werden. Gerade in der Brutzeit können zeitweise Einschränkungen gelten. Auch der Wind wird oft unterschätzt: Selbst bei angenehmen Temperaturen drohen Dehydrierung, Sonnenbrand und Auskühlung.

Ohne Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe und Offline-Navigation sollte niemand ins Inselinnere starten. Bei Wetterwarnungen an Küsten, in Barrancos oder auf dem Meer zu bleiben, kann gefährlich sein, da Behörden Einschränkungen anordnen können.