Wie ist das Klima auf Lanzarote?
Lanzarote hat ein subtropisches, trockenes Klima mit ganzjährig milden Temperaturen. Die offizielle Tourismusinformation nennt eine Jahresmitteltemperatur von etwa 21–22 °C und nahezu 300 Sonnentage. Der geringe Niederschlag hängt mit der Lage im trockenen Südosten des Kanarenarchipels und häufigen Passatwinden zusammen.
Die AEMET-Klimanormalwerte für die Station Lanzarote Aeropuerto in San Bartolomé, Messzeitraum 1981–2010, ergeben im Jahresmittel 21,1 °C und 111 mm Niederschlag. Die Niederschläge konzentrieren sich überwiegend auf Herbst und Winter. Im Sommer weisen die Normalwerte praktisch keinen Niederschlag aus.
Die wärmsten Monate sind laut AEMET Juli bis September. Der August erreicht im Mittel 25,2 °C und als durchschnittliches Tagesmaximum 29,1 °C. Die kühlsten Monate sind Januar bis März mit Monatsmitteln von 17,4 bis 19,0 °C und mittleren Höchstwerten von 20,7 bis 22,9 °C.
Das heutige Landschaftsbild entstand vor allem durch Vulkanausbrüche im 18. und 19. Jahrhundert. Die Tourismusbehörde beschreibt diese Eruptionen als prägend für die aussergewöhnliche Vulkanlandschaft. Lanzarote ist seit 1993 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt.
Wann ist die beste Reisezeit für Strand und Baden?
Für Sonne, Baden und warme Temperaturen sind Juli bis Oktober die besten Monate. Turismo Lanzarote nennt für Juli, August und September etwa 27–29 °C am Tag und durchschnittlich rund 12 Sonnenstunden täglich.
Das wärmste Meerwasser gibt es laut Turismo Lanzarote im September und Oktober mit etwa 23 °C. Im August liegt die Wassertemperatur bei etwa 22 °C, im Juli bei etwa 21 °C. Wer baden möchte, aber Hochsommerhitze vermeiden will, findet im September und Oktober die wärmste Kombination aus Meer und milderer Luft.
Im Juli und August können Sonne, Wind und trockene Luft die gefühlte Belastung erhöhen. Die Tourismusbehörde empfiehlt insbesondere mittags Schatten und hohen Sonnenschutz. Für den Winter nennt die offizielle Tourismusinformation ungefähr 16–23 °C, was für viele Besucher noch zum Baden ausreicht.
Wann ist die beste Reisezeit zum Wandern und Radfahren?
Für Wanderungen, Radtouren und Rundreisen eignen sich laut den offiziellen Angaben vor allem April bis Juni sowie Oktober und November. Diese Monate verbinden milde Temperaturen mit sehr geringen mittleren Niederschlagsmengen. AEMET weist für April bis Juni mittlere Tageshöchstwerte von 23,5 bis 26,3 °C aus.
Im Oktober und November liegen die mittleren Höchstwerte laut AEMET bei 26,7 beziehungsweise 24,2 °C. Die Regentage bleiben mit 1,9 im Oktober und 3,0 im November überschaubar. Januar bis April sind mit mittleren Höchstwerten von 20,7 bis 23,5 °C ebenfalls angenehm für aktive Reisen.
Lanzarote liegt im Einfluss der nordöstlichen Passatwinde. An der Ost- und Nordküste kann es beim Wandern, Radfahren und an exponierten Aussichtspunkten deutlich windiger sein, als die Lufttemperatur vermuten lässt.
Bei starker Hitze empfiehlt die Tourismusbehörde, früh morgens zu wandern und mittags Museen, Besucherzentren oder schattige Orte einzuplanen. Bei starkem Wind bieten sich geschützte Innenräume, Weingebiete oder kurze Wanderungen in windärmeren Lagen an.
Was ist eine Calima und wann tritt sie auf?
Eine Calima ist ein Wetterereignis mit herangeführtem Saharastaub. Sie kann die Sicht verschlechtern, die Luftqualität beeinträchtigen und die gefühlte Hitze erhöhen. Aus den vorliegenden offiziellen Quellen lässt sich keine belastbare feste Calima-Saison ableiten.
Die Calima sollte daher nicht auf bestimmte Monate begrenzt werden. Für die konkrete Beurteilung vor Ausflügen sind die aktuellen Warnungen und Luftqualitätsinformationen der spanischen Wetterbehörde AEMET massgeblich. Aktuelle Werte und Warnungen finden sich auch bei CITA-Wetter (cita.news/de/wetter.html).
Bei Calima oder ungewöhnlich hoher Hitze sind aktuelle Behördenwarnungen und Empfehlungen zu beachten. Bei Wanderungen sollten ausreichend Wasser, geschlossene Schuhe und Sonnenschutz eingeplant werden.
Welche Kleidung und Ausrüstung brauche ich?
Ganzjährig sinnvoll sind leichte Kleidung, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung. Für Abende, windige Küstenabschnitte und höher gelegene Gebiete empfiehlt Turismo Lanzarote zusätzlich einen Pullover oder eine leichte Jacke. Trotz hoher Tagestemperaturen können die Abende kühl sein.
Bei Wanderungen sollten ausreichend Wasser, geschlossene Schuhe und Sonnenschutz eingeplant werden. Die intensive UV-Strahlung wird von Besuchern häufig unterschätzt. Auch Wind und kühle Abende werden laut den offiziellen Besuchshinweisen oft falsch eingeschätzt.
Für Schutzgebiete gelten klare Regeln: nur markierte Wege benutzen, keine Steine, Vulkanasche, Sand oder Pflanzen mitnehmen, keinen Müll zurücklassen und Wasser und Energie sparsam verwenden. Die Zuständigkeiten für Planung und Genehmigung geschützter Räume liegen teilweise bei den Inselverwaltungen (Cabildos).
Wie unterscheidet sich Lanzarote von anderen Kanareninseln?
Lanzarote ist trockener und landschaftlich stärker von jungen Lavafeldern geprägt als die höher aufragenden, feuchteren Inseln Teneriffa, La Palma oder La Gomera. Im Vergleich zu Fuerteventura ähnelt das Klima stärker: Beide Inseln sind trocken, windreich und für Strände sowie Wassersport geeignet.
Lanzarote bietet jedoch mehr vulkanische Sehenswürdigkeiten und von César Manrique geprägte Kulturorte. Fuerteventura ist stärker für lange Sandstrände und weitläufige Dünen bekannt. Die offiziellen Lanzarote-Informationen stellen insbesondere die Vulkanlandschaft, das milde Klima und die UNESCO-Anerkennung als Biosphärenreservat seit 1993 heraus.
Die AEMET-Klimanormalwerte bleiben Referenzwerte des Zeitraums 1981–2010 und sind keine Tagesprognose.