Fuerteventura will Zuzug von Wohnmobilen begrenzen
Die Präsidentin des Cabildo de Fuerteventura, Lola García, will die Einfahrt von Wohnmobilen und «vehículos vivienda» (Wohnfahrzeugen) auf die Insel steuern, die von außerhalb kommen. In einem Interview mit der Zeitung Canarias7 sagt sie: «es necesario limitar la entrada de autocaravanas y vehículos vivienda que vienen de fuera» — es sei notwendig, die Einfahrt von Wohnmobilen und Wohnfahrzeugen von außerhalb zu begrenzen.
Foto: Mussi Katz from Israel, CC0 (Symbolbild).
Es handelt sich vorerst um einen Vorschlag, nicht um ein beschlossenes Gesetz: Ein konkretes Modell, feste Zahlen oder ein Starttermin liegen noch nicht vor. García betont, es gehe um die Steuerung der Aufnahmekapazität der Insel — nicht um ein Verbot.
Was Lola García vorschlägt
Kern des Vorschlags ist laut Canarias7 ein Kontingent (spanisch «cupo») für Wohnmobile und Wohnfahrzeuge, die von außerhalb Fuerteventuras anreisen. Fahrzeuge von Inselbewohnern sollen von diesem Kontingent ausgenommen bleiben — die Begrenzung zielt ausdrücklich auf den Zustrom von außen.
García nennt weder eine feste Obergrenze noch einen Zeitplan. Ob das Kontingent ganzjährig gilt oder nur in den nachfragestarken Monaten greift, ist eine der offenen Fragen, die erst noch geklärt werden sollen.
Wie das System funktionieren soll
Ergänzend zum Kontingent bringt García ein System der vorherigen Genehmigung und Registrierung ins Spiel. Dabei würden Einreise- und Ausreisedatum jedes Fahrzeugs erfasst, so García gegenüber Canarias7.
Der Zweck: Die Behörden sollen jederzeit wissen, wie viele Wohnmobile sich gleichzeitig auf der Insel befinden und wie lange sie bleiben. So ließe sich der Zustrom in ein Verhältnis zur tatsächlichen Kapazität der Insel setzen.
Kapazität statt Verbot
García rahmt den Vorstoß als Frage der realen Aufnahme- und Tragfähigkeit der Insel (spanisch «capacidad de carga»), nicht als Fahrverbot. «No podemos seguir asumiendo cada vez más presión sobre la isla» — man könne nicht weiter immer mehr Druck auf die Insel in Kauf nehmen, sagt die Cabildo-Präsidentin.
Es gehe darum, den Zustrom in ein Verhältnis zur tatsächlichen Kapazität Fuerteventuras zu setzen, so García. Ein grundsätzliches Verbot von Wohnmobilen stehe nicht zur Debatte.
Noch ein Vorschlag: Gutachten und Zuständigkeiten
Bevor etwas entschieden wird, will der Cabildo laut García die nötigen technischen und rechtlichen Gutachten einholen. Sie sollen klären, wie ein solches Modell funktionieren kann, welche Verwaltungsebene dafür zuständig ist und wie hoch das Kontingent ausfallen sollte.
Zudem wolle man die Erfahrungen anderer Inseln prüfen, die ähnliche Fragen bereits angehen. Konkrete Zahlen nennt García bewusst nicht, solange diese Gutachten fehlen.
Hintergrund: Camping-Ordnung und ein umstrittener Sommer
Der Vorstoß fällt in eine Zeit, in der Fuerteventura ohnehin an einer vorläufigen Camping-Ordnung (Ordenanza Provisional de Acampadas, OPI) arbeitet und zu den ersten Inseln zählt, die das Campen und das Übernachten in Fahrzeugen regeln.
In diesem Sommer wird auf der Insel über illegales Campen und Überfüllung an Küsten- und Naturräumen diskutiert. Vor diesem Hintergrund ist eine Steuerung des Zustroms García zufolge notwendig geworden.
Fahrzeuge von Inselbewohnern sollen nach dem Vorschlag ausgenommen sein.
Der Vorschlag im Überblick
- Lola García, Präsidentin des Cabildo de Fuerteventura, will die Einfahrt von Wohnmobilen von außerhalb begrenzen (Canarias7).
- Vorgeschlagen: ein Kontingent («cupo») für Fahrzeuge von außerhalb; Fahrzeuge von Inselbewohnern ausgenommen (Canarias7).
- Vorherige Genehmigung und Registrierung mit Ein- und Ausreisedatum jedes Fahrzeugs (Canarias7).
- Kontingent könnte ganzjährig oder nur in Spitzenzeiten gelten; konkrete Zahlen noch offen (Canarias7).
- Cabildo will technische und rechtliche Gutachten einholen und andere Inseln prüfen (Canarias7).
- Hintergrund: vorläufige Camping-Ordnung (OPI) und Debatte über illegales Campen im Sommer 2026.
FAQ
- Ist die Begrenzung bereits beschlossen?
- Nein. Es ist ein Vorschlag von Cabildo-Präsidentin Lola García; ein Modell, feste Zahlen und ein Termin fehlen noch (Canarias7).
- Wer wäre vom Kontingent betroffen?
- Wohnmobile und Wohnfahrzeuge, die von außerhalb Fuerteventuras anreisen. Fahrzeuge von Inselbewohnern sollen ausgenommen sein.
- Wie soll die Einfahrt kontrolliert werden?
- Über ein System der vorherigen Genehmigung und Registrierung, das Ein- und Ausreisedatum jedes Fahrzeugs erfasst.
- Ist das ein Verbot von Wohnmobilen?
- Nein. García rahmt den Vorschlag als Steuerung der Aufnahmekapazität, nicht als Verbot.
- Gilt das ganzjährig?
- Das ist noch offen. Das Kontingent könnte jährlich gelten oder auf Spitzenzeiten beschränkt sein.
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