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Bahía de Formas: eine informelle Siedlung im Südosten Gran Canarias

Bahía de Formas ist eine der größten informellen Siedlungen im Südosten Gran Canarias. Sie liegt auf geschütztem ländlichem Boden – als nicht bebaubar eingestuftem Land – im Küstenstreifen der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana, zwischen Pozo Izquierdo und Castillo del Romeral. Wie La Provincia (24. August 2026) berichtet, bleibt die Lage dieser Siedlung offen.

26. August 2026 · Von Lucía Medina Reyes · 6 Min.
Trockene Küstenlandschaft, Gran Canaria (Symbolbild)

Foto: Sino Yu, CC0 (Symbolbild).

Die Zeitung nimmt einen Ort in den Blick, in dem nach den zitierten Schätzungen zwischen 500 und 1.000 Menschen unterschiedlicher Nationalität leben. Vor etwa einem Jahr, gegen Ende 2025, betrat eine koordinierte Aktion von Behörden und Sicherheitskräften die Siedlung, um die Bewohner darüber zu informieren, dass sie sich per gerichtlicher Anordnung ausweisen mussten. Wichtig vorab: Diese Phase der Identifizierung liegt nicht in der Gegenwart, sondern rund ein Jahr zurück.

Was Bahía de Formas ist und wo es liegt

Bahía de Formas wird als eine der größten Barackensiedlungen im Südosten Gran Canarias beschrieben. Sie liegt an der Küste der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana, im Gebiet zwischen Pozo Izquierdo und Castillo del Romeral, auf geschütztem ländlichem Boden – also auf als nicht bebaubar eingestuftem Land.

Diese Bodenklassifizierung ist wichtig, um den rechtlichen Rahmen des Ortes zu verstehen: Es handelt sich um Flächen, auf denen wegen ihres Schutzstatus die gewöhnliche Wohnbebauung grundsätzlich nicht erlaubt ist. Die Siedlung ist außerhalb dieser Planung entstanden, was die Frage an die Schnittstelle zwischen Raumordnung und der sozialen Realität der dort lebenden Menschen rückt.

Wie viele Menschen dort leben

Nach den von La Provincia wiedergegebenen Schätzungen leben in Bahía de Formas zwischen 500 und 1.000 Menschen unterschiedlicher Nationalität. Es ist eine weite Spanne, wie sie für eine informelle Siedlung typisch ist, in der sich die genaue Zahl der Bewohner nur schwer bestimmen lässt.

Die Zeitung liefert keine Aufschlüsselung nach Herkunftsländern oder Altersgruppen. Die Zahl ist daher als Schätzung zu lesen und nicht als abgeschlossene Zählung. Sie gibt gleichwohl einen Eindruck von einem beträchtlichen Bevölkerungskern im Küstenstreifen im Südosten der Insel.

Die gerichtlich angeordnete Identifizierung vor rund einem Jahr

Vor etwa einem Jahr bezogen auf den Bericht vom 24. August 2026 – also gegen Ende 2025 – fand in der Siedlung eine koordinierte Aktion statt. Laut La Provincia beteiligten sich die Guardia Civil, die Policía Local von Santa Lucía sowie städtische Fachleute (técnicos) aus der Stadtplanung (Gestión Urbanística) und den Sozialdiensten (Servicios Sociales).

Ziel war es, auf Anordnung des Juzgado nº 3 de San Bartolomé de Tirajana die Bewohner darüber zu informieren, dass sie sich ausweisen mussten. Im Rahmen dieser Aktion wurden rund 400 Menschen identifiziert. Zu betonen ist, dass diese Phase rund ein Jahr zurückliegt und nicht der Gegenwart entspricht; der Bericht vom August 2026 zeichnet die spätere Entwicklung der Lage nach.

Vielfältige Profile und Unterstützungsarbeit

Die städtischen Fachleute beschrieben die rund 400 identifizierten Menschen als eine Gruppe mit vielfältigen Profilen: ausländische Staatsangehörige, Menschen im erwerbsfähigen Alter, vollständige Familienhaushalte sowie unterschiedliche Situationen sozialer und administrativer Verletzlichkeit. Eine Aufschlüsselung nach Nationalität oder Alter wurde nicht mitgeteilt.

Die Fachleute selbst verstanden ihre Rolle als "Unterstützungsarbeit" und als "Inventar" der Gebäude und nicht als eine Festnahmeaktion. Das ist eine wichtige Unterscheidung: Die Maßnahme war dieser Beschreibung zufolge auf Hilfe und Information angelegt und nicht polizeilich gegen die dort lebenden Menschen gerichtet.

Was offen bleibt

Der Bericht vom August 2026 ist ein Fortsetzungsstück: Die Siedlung besteht weiter. Die Quelle bestätigt weder eine Räumung noch einen Abriss des Ortes und nennt auch keine Fristen für künftige Maßnahmen.

Offen bleiben damit Fragen dazu, wie mittelfristig das Verhältnis zwischen dem Schutz des Bodens und der Situation der in Bahía de Formas lebenden Menschen gestaltet wird. Vorerst bestätigt die verfügbare Information nur, dass die Lage andauert und dass die genannten Zahlen Schätzungen sind.

Was geschützter ländlicher Boden bedeutet: Es ist eine planungsrechtliche Einstufung, die Flächen wegen ihrer natürlichen, landschaftlichen oder sonstigen Werte als nicht bebaubar ausweist.
Auf solchem Boden ist die gewöhnliche Wohnbebauung grundsätzlich nicht erlaubt; dieser rechtliche Status des Grundstücks ist unabhängig von der sozialen Situation der Menschen, die dort leben.
Kontext, den man im Blick behalten sollte: Die Phase der Identifizierung fand vor etwa einem Jahr statt (gegen Ende 2025), nicht jetzt. Die Quelle bestätigt weder eine Räumung noch einen Abriss der Siedlung. Die Zahlen – zwischen 500 und 1.000 Bewohner und rund 400 identifizierte Personen – sind Schätzungen, und es gibt keine Aufschlüsselung nach Nationalität oder Alter.

Zahlen und Fakten

  • Bahía de Formas: eine der größten informellen Siedlungen im Südosten Gran Canarias, in Santa Lucía de Tirajana, zwischen Pozo Izquierdo und Castillo del Romeral (La Provincia, 24. August 2026)
  • Liegt auf geschütztem ländlichem Boden (nicht bebaubar) im Küstenstreifen
  • Beherbergt nach Schätzungen zwischen 500 und 1.000 Menschen unterschiedlicher Nationalität
  • Vor rund einem Jahr (gegen Ende 2025) wurden auf Anordnung des Juzgado nº 3 de San Bartolomé de Tirajana etwa 400 Menschen identifiziert
  • Beteiligt waren die Guardia Civil, die Policía Local von Santa Lucía sowie städtische Fachleute aus Stadtplanung und Sozialdiensten
  • Die Fachleute beschrieben ihre Arbeit als "Unterstützungsarbeit" und "Inventar", nicht als Festnahmen; eine Räumung oder ein Abriss ist nicht bestätigt

FAQ

Wo liegt Bahía de Formas?
An der Küste der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana, im Südosten Gran Canarias, zwischen Pozo Izquierdo und Castillo del Romeral, auf geschütztem ländlichem Boden, laut La Provincia.
Wie viele Menschen leben in der Siedlung?
Nach den zitierten Schätzungen zwischen 500 und 1.000 Menschen unterschiedlicher Nationalität. Es ist eine geschätzte Zahl, ohne Aufschlüsselung nach Ländern oder Alter.
Wann fand die Identifizierung der Bewohner statt?
Vor etwa einem Jahr bezogen auf den Bericht vom 24. August 2026, also gegen Ende 2025; es ist keine aktuelle Maßnahme.
Wer war beteiligt und mit welchem Ziel?
Die Guardia Civil, die Policía Local von Santa Lucía und städtische Fachleute aus Stadtplanung und Sozialdiensten, auf Anordnung des Juzgado nº 3 de San Bartolomé de Tirajana, um die Bewohner über die Ausweispflicht zu informieren. Rund 400 Menschen wurden identifiziert.
Wurde eine Räumung oder ein Abriss angeordnet?
Die Quelle bestätigt weder eine Räumung noch einen Abriss. Der Bericht vom August 2026 gibt an, dass die Lage der Siedlung andauert.