Was ändert sich für Urlauber und Residenten?
Wer Icod de los Vinos erkunden will, braucht künftig keine geführte Tour mehr. Die Gemeinde legt zwölf Ausflüge vor, die man selbst organisiert starten kann.
Hinter dem Angebot stehen die Concejalía de Turismo (Tourismusdezernat) und das kommunale Unternehmen ICODTESA. Tourismusdezernent Gerardo Rizo sagte laut Tenerife Weekly, die Initiative antworte auf die wachsende Nachfrage nach kultureller und natürlicher Erkundung.
Für Besucher aus dem Süden Teneriffas heisst das: Sie können ohne Guide losgehen. Die Strecken sollen unterschiedliche Zeitbudgets berücksichtigen.
Ein konkretes Preismodell nennt der Bericht nicht. Auch Angaben zu Reservierungen oder Öffnungszeiten fehlen bislang.
Welche Orte führen die Routen an?
Die Küstenrouten beginnen in der historischen Altstadt von Icod de los Vinos. Sie führen an der Kirche San Marcos und traditionellen Landgütern wie Alzola und Vizconde de Buen Paso vorbei.
Weiter im Inland durchqueren die Wege landwirtschaftliche Flächen, Weinberge und traditionelle Ortsteile. Dort finden sich Quellen und alte Waschplätze, die die Geschichte der Stadt zeigen.
In höheren Lagen führen die Routen in Waldgebiete und die Corona Forestal. Laut Tenerife Weekly bieten die Routen dort Ausblicke auf den Teide und den Atlantik.
Zwei der Waldrouten sind laut El Día auch für Fahrräder geeignet. Als Rastmöglichkeiten nennt der Bericht die Erholungsgebiete Las Hayas und El Lagar.
Wie finde ich die Strecken?
Routenkarten und technische Daten sollen auf der offiziellen Tourismusseite icoddelosvinosturismo.com verfügbar sein. Dort sollen auch eine Broschüre und technische Spezifikationen zum Download bereitstehen.
Die Routen von Icod de los Vinos können laut Tenerife Weekly über eine Wikiloc-Web-App mobil genutzt werden. Das erlaubt es, die Route auf dem Smartphone zu verfolgen.
Die zwölf Routen sind in vier Gruppen mit jeweils drei Strecken gegliedert. Die Auswahl soll unterschiedliche Interessen, körperliche Voraussetzungen und verfügbare Zeit berücksichtigen.
Einen Starttermin für den vollständigen Online-Auftritt nannte die Gemeinde bis Samstag nicht. Auch saisonale Sperren oder behördliche Genehmigungen für einzelne Wege sind offen.
Was ist über Kosten und Regeln bekannt?
Der Bericht nennt weder ein kostenloses noch ein kostenpflichtiges Angebot. Es fehlen Angaben zu Preisen, Reservierungen, Öffnungszeiten oder Zugangsbeschränkungen.
Ebenso wenig veröffentlicht sind Schwierigkeitsgrade, Längen, Gehzeiten oder Angaben zur Barrierefreiheit. Die Initiative erweitert das bestehende touristische Angebot um selbstständig organisierbare Ausflüge abseits einzelner bekannter Sehenswürdigkeiten.
Wer die Routen nutzen möchte, sollte vor dem Start die offiziellen Routenblätter prüfen. So lassen sich Überraschungen unterwegs vermeiden.
Was bietet Icod de los Vinos sonst noch?
Die Gemeinde Icod de los Vinos und ICODTESA betreiben laut dem Tourismusplan von Icod de los Vinos bereits eine Eco-Cultural Route. Sie beginnt laut Ayuntamiento de Icod de los Vinos im Drago Park und führt durch die Strassen San Sebastián und San Agustín.
Inhaltlich geht es um den Drago, lokale Geschichte und Legenden, Handel, Gastronomie und die Tradition der «Tablas de San Andrés».
Die historische Altstadt umfasst die Kirche San Agustín und das Rathaus, das früher ein Kloster war. Diese Orte sind Teil des kulturellen Erbes, das die neuen Routen erschliessen sollen.
Was bleibt offen?
Offen bleibt, wann sämtliche technischen Routendaten und die Broschüre vollständig online stehen. Auch ob für einzelne Wege saisonale Sperren oder behördliche Genehmigungen gelten, ist nicht geklärt.
Als nächster belegter Termin gilt die öffentliche Präsentation am 24. Oktober 2026. Weitere Termine, Fristen oder geplante Bauarbeiten werden nicht genannt.
Für Besucher heisst das: Die Routen sind angekündigt, aber die vollständigen Details fehlen noch. Wer plant, sollte die offizielle Website vor dem Ausflug prüfen.
Die Gemeinde hat keine quantifizierten Besucherzahlen oder Vergleichswerte veröffentlicht. Auch ein Budget oder eine externe Finanzierung ist im verfügbaren Material nicht ausgewiesen.