Was bedeutet der Streik für Patienten und Urlauber?
Geplante Sprechstunden, Untersuchungen und Operationen können verschoben oder ausfallen. Der Streik umfasst die reguläre Arbeitszeit von Montag bis Freitag im Servicio Canario de la Salud (SCS), dem öffentlichen Gesundheitsdienst der Kanaren.
Wer einen Termin in einem Gesundheitszentrum oder Krankenhaus hat, sollte direkt dort nachfragen, ob er stattfindet. Die Quellen nennen keine zentrale Auskunftsstelle für alle Inseln.
Die Notfallversorgung und die gesetzlich festgelegten Mindestdienste bleiben vorgesehen. Dazu gehören laut Gobierno de Canarias die dringende ambulante und häusliche Versorgung, Onkologie, Dialyse und nicht verschiebbare Operationen.
Wie hoch war die Beteiligung am ersten Streiktag?
Die Consejería de Sanidad des Gobierno de Canarias meldete für den 16. Oktober 2026 eine Beteiligung von 9.19%. Von 3,854 tatsächlich betroffenen Beschäftigten streikten 354 Personen.
Die Gewerkschaften Sindicato Médico Canario und SEMCA nennen dagegen 58 Prozent, wie Canarias7 berichtet. Die Quellen verwenden unterschiedliche Bezugsgrössen, daher sind die Zahlen nicht direkt vergleichbar.
Nach Inseln aufgeschlüsselt meldete die Regierung: Gran Canaria 262 von 1,423 Betroffenen (18.41 Prozent), Teneriffa 80 von 1.781 (4,49 Prozent), Lanzarote 6 von 212 (2,83 Prozent), Fuerteventura 3 von 266 (1,13 Prozent), La Palma 2 von 152 (1,32 Prozent). La Gomera had 5% participation; nobody struck on El Hierro.
Was fordern die Ärzte?
Die Gewerkschaften fordern unter anderem die Bezahlung bislang unvergüteter Lehrtätigkeit und eine Erhöhung des festen Zuschlags um 30 Prozent. Der Leistungszuschlag soll um 50 Prozent steigen.
Weitere Forderungen betreffen die seit 2014 eingefrorene Vergütung für Programme zum Abbau von Wartelisten sowie eine höhere Vergütung von Bereitschaftsdiensten. Die Gewerkschaften verlangen zudem einen eigenen Verhandlungsrahmen für Ärzte.
Das letzte Angebot der Consejería de Sanidad lehnten sie als unzureichend ab. Sie fordern die direkte Vermittlung des Präsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo Batlle.
Was bot die Gesundheitsverwaltung an?
Der Servicio Canario de la Salud legte ein Paket mit Massnahmen vor. Es sieht vor, die Bereitschaftsdienste von Montag bis Freitag zu reduzieren, optional und ohne Lohnverlust.
Für Wochenenden und Feiertage schlägt Sanidad vor, 24-Stunden-Dienste durch zwei Schichten von 12 Stunden zu ersetzen, wo dies machbar ist.
Für Wochenend- und Feiertagsdienste ist eine Erhöhung vorgesehen. Die Gewerkschaften halten das Angebot für unzureichend.
Welche Auswirkungen gab es bereits?
Am 16. Oktober meldete die Regierung keine nennenswerten Zwischenfälle. 1,487 professionals were assigned to minimum services.
Wie geht es weiter?
Am 18. Oktober 2026 lag laut Libertad Digital noch keine Vereinbarung vor, die den Streik beendet hätte. Beide Seiten erklärten sich grundsätzlich zu weiteren Gesprächen bereit.
Ohne Annäherung ist die Fortsetzung am Montag, 19. Oktober 2026, angekündigt. Ein Enddatum des unbefristeten Streiks wurde nicht veröffentlicht.
Die Verhandlungen am Wochenende gelten als entscheidend. Die Gewerkschaften haben ihre Dialogbereitschaft bekräftigt und die Einbeziehung von Fernando Clavijo Batlle gefordert.