Welche kanarischen Gemeinden sind betroffen?

Die Meldung von Radio Insular bestätigt drei kanarische Gemeinden unter den 25 teuersten Spaniens. Namentlich nennt der verfügbare Bericht Guía de Isora und Adeje, beide im Süden Teneriffas. Der Name der dritten Gemeinde wird in der Agenturmeldung nicht ausgewiesen.

Guía de Isora verzeichnete laut pisos.com einen Preisanstieg von 115,54 Prozent in fünf Jahren. Damit hat sich der Wert mehr als verdoppelt. Adeje stieg im selben Zeitraum um 67,13 Prozent.

Laut pisos.com lag Guía de Isora bei 4.657 Euro pro Quadratmeter, Adeje bei 4.939 Euro pro Quadratmeter und San Bartolomé de Tirajana bei 4.567 Euro pro Quadratmeter.

Wie stark sind die Preise gestiegen?

Der spanienweite Durchschnitt der 25 teuersten Gemeinden betrug im September 2026 laut pisos.com 6.087 Euro pro Quadratmeter. Das waren 54,5 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor.

Guía de Isora war laut pisos.com der zweitstärkste Anstieg im gesamten nationalen Ranking. Nur Andratx auf Mallorca lag mit 122,08 Prozent noch davor. 16 der 25 Gemeinden stiegen um mehr als 50 Prozent. Adeje (67,13 Prozent) gehört zu den fünf genannten Orten in der Gruppe von 50 bis 100 Prozent, zusammen mit Marbella, Bunyola, Sant Lluís und Santa Eulària des Riu.

Vier der 25 teuersten Gemeinden Spaniens verdoppelten laut pisos.com ihren Wert im Fünfjahreszeitraum. Neben Andratx und Guía de Isora waren das Santa Maria del Camí mit 107,96 Prozent und Sóller mit 106,08 Prozent.

Was bedeutet das für Residenten und Kaufinteressenten?

Die Zahlen zeigen einen starken Anstieg der Angebotspreise in besonders nachgefragten Gemeinden. Das betrifft laut Radio Insular vor allem den Süden Teneriffas. Residenten und ausländische Käufer sind gleichermassen betroffen.

Die Quellen nennen keine neue Kaufregel, keine zusätzliche Abgabe und keine Antragsfrist. Für Besucher ändern die Angaben weder Einreise- noch Aufenthaltsregeln.

Der durchschnittliche Angebotspreis auf den Kanaren lag laut idealista im September 2026 bei 3.349 Euro pro Quadratmeter. Das waren 6,3 Prozent mehr als im September 2025.

Wie schneiden die Kanaren im nationalen Vergleich ab?

Die Balearen stellten laut pisos.com 15 der 25 teuersten Gemeinden Spaniens. Die Kanaren und Katalonien kamen auf jeweils drei. Andalusien und das Baskenland stellten jeweils zwei.

Formentera führte die Rangliste laut pisos.com an. Als einzige Gemeinde Spaniens überschritt sie 10.000 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgten Santa Eulària des Riu mit 9.027 Euro und Andratx mit 8.543 Euro pro Quadratmeter.

Die baskischen Gemeinden Zarautz und Hondarribia zeigten laut pisos.com moderatere Anstiege von 26,13 beziehungsweise 30,40 Prozent. Sie lagen damit deutlich unter den Werten aus den Kanaren und den Balearen.

Welche Zahlen bleiben offen?

Der genaue Rang, der Quadratmeterpreis und der Fünfjahresvergleich der dritten kanarischen Gemeinde sind im verfügbaren Bericht nicht ausgewiesen. Auch die vollständige Rangliste aller 25 Gemeinden liegt nicht vor.

Die Methodik hinter dem Titel «mehr als 100 Prozent» wird in der Meldung nicht im Detail erläutert. Der belastbare Bericht nennt für die Kanaren ausdrücklich Guía de Isora mit 115,54 Prozent.

Für eine endgültige Einordnung sollten die Original-Rangliste von pisos.com und die Primärdaten der betreffenden Gemeinden eingesehen werden. Die verfügbaren Quellen nennen keinen weiteren Veröffentlichungstermin.