Welche kanarischen Gemeinden sind am teuersten?
Der Bericht von pisos.com für September nennt Guía de Isora im Süden Teneriffas als eine der Gemeinden mit dem stärksten Preisanstieg Spaniens. Laut pisos.com stieg der Angebotspreis dort in fünf Jahren um 115,54 Prozent.
Auch Adeje auf Teneriffa gehört zu den Gemeinden Spaniens mit Zuwächsen über 50 Prozent. Pisos.com beziffert den Anstieg in Adeje auf 67,13 Prozent im selben Zeitraum.
Die dritte kanarische Gemeinde im pisos.com-Ranking ist San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria mit 4.567 Euro pro Quadratmeter. Die drei kanarischen Gemeinden sind damit Adeje, Guía de Isora und San Bartolomé de Tirajana.
Wie wirken sich die Preise auf Käufer aus?
Die 25 teuersten Gemeinden Spaniens erreichten laut pisos.com im September einen Durchschnittspreis von 6.087 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 54,5 Prozent gegenüber dem Stand vor fünf Jahren.
Die Werte sind Angebotspreise aus Immobilienanzeigen, nicht beurkundete Kaufpreise. Der tatsächlich vereinbarte Preis kann laut Idealista abweichen.
Für eine 80 Quadratmeter grosse Wohnung entspräche der regionale Angebotspreis rechnerisch rund 267.920 Euro. Dieser Betrag enthält keine Steuern, Notar-, Register- oder Finanzierungskosten.
Wie entwickeln sich die Preise auf den einzelnen Inseln?
Der Idealista-Bericht weist für September 2026 Monats-, Quartals- und Jahresveränderungen aus, aber keine Fünfjahresreihe. Die Kanaren insgesamt erreichten 3.349 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber August 2026 und 6,3 Prozent gegenüber September 2025.
Die Provinz Las Palmas lag bei 3.113 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 0,3 Prozent im Monatsvergleich und 10,4 Prozent im Jahresvergleich.
Mogán auf Gran Canaria erreichte 4.612 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber August 2026 und 10,5 Prozent gegenüber September 2025. San Bartolomé de Tirajana lag bei 4.750 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 1,7 Prozent monatlich und 3,7 Prozent jährlich.
La Oliva auf Fuerteventura erreichte 3.697 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 0,5 Prozent monatlich und 13,8 Prozent jährlich. Pájara lag bei 3.494 Euro pro Quadratmeter, ein Minus von 0,9 Prozent monatlich und ein Plus von 27,0 Prozent jährlich.
Teguise auf Lanzarote erreichte 3.523 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 1,3 Prozent monatlich und 18,4 Prozent jährlich.
Warum steigen die Preise gerade im Süden Teneriffas?
Der Bericht stellt fest, dass die Preisentwicklung nicht vorübergehend, sondern strukturell sei. Vier der 25 teuersten Gemeinden Spaniens verdoppelten laut pisos.com ihren Wert in fünf Jahren.
Neben Guía de Isora nennt pisos.com Andratx auf Mallorca mit 122,08 Prozent, Santa Maria del Camí mit 107,96 Prozent und Sóller mit 106,08 Prozent.
Weitere fünf Gemeinden überschritten die Schwelle von 50 Prozent Wertzuwachs. Darunter sind Marbella mit 80,98 Prozent, Bunyola mit 80,79 Prozent, Sant Lluís mit 72,51 Prozent, Santa Eulària des Riu mit 68,88 Prozent und Adeje mit 67,13 Prozent.
Welche Folgen haben die Preise für Mieter und Einheimische?
Pisos.com beschreibt den Preisanstieg als Herausforderung für den Zugang zu Wohnraum auf den Kanaren. Der Druck durch touristische und internationale Nachfrage entferne die Preise zunehmend von den Möglichkeiten der lokalen Bevölkerung.
Die Debatte über die Regulierung des Immobilienmarkts auf den Inseln gewinne angesichts dieser Zahlen an Dringlichkeit. Ein konkreter Zeitplan für einzelne Gemeinden wurde in den vorliegenden Quellen nicht genannt.
Welche Punkte bleiben in der Rangliste offen?
Pisos.com gibt für Adeje 4.939, für Guía de Isora 4.657 und für San Bartolomé de Tirajana 4.567 Euro pro Quadratmeter an.
Der Idealista-Bericht für September 2026 weist Monats-, Quartals- und Jahresveränderungen aus, aber keine Fünfjahresreihe. Die Behauptung eines Anstiegs von über 100 Prozent in fünf Jahren lässt sich daher nur aus der pisos.com-Rangliste ableiten.
Die Methodik des Rankings, etwa ob nominale Angebotspreise oder andere Reihen zugrunde liegen, ist in den vorliegenden Quellen nicht erläutert.