Was bedeutet die Vorwarnstufe für Urlauber und Residenten?

Die Vorwarnstufe ist keine Unwetterwarnung und bedeutet nach den vorliegenden Angaben keine angekündigten pauschalen Schliessungen, Einreisebeschränkungen oder Preisänderungen. Sie signalisiert, dass die Behörden eine erhöhte Aufmerksamkeit für möglich werdende Starkregenfälle für nötig halten.

Die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanaren hatte die Stufe am Freitag, 9. Oktober 2026, aktiviert. Am Sonntag blieb sie bestehen, obwohl AEMET eine Abschwächung der Niederschläge erwartete.

Für Gäste in den südlichen Urlaubsgebieten ändert sich am ehesten wenig: Auf Teneriffa waren im Süden und Westen einzelne Schauer möglich, auf Gran Canaria konnten sich im Inselinneren und an der Südseite mittags Wolken entwickeln. Die grössere Regenwahrscheinlichkeit lag im Norden und auf den östlichen Inseln.

Wo wird es am Sonntag am stärksten?

Die Vorwarnstufe galt für Lanzarote, La Graciosa, Fuerteventura sowie die Nordseiten von Gran Canaria und Teneriffa. Dort waren schwache, gelegentliche Regenfälle zu erwarten, vor allem in der ersten Tageshälfte.

Für Lanzarote und Fuerteventura meldete Tenerife Weekly wechselnde Bewölkung, dichter in den frühen und späten Tagesstunden. In der Nacht und am frühen Sonntag waren schwache Niederschläge möglich, am Nachmittag sollte es auf Fuerteventura auflockern.

Auf Teneriffa betraf die Prognose besonders den Norden und Nordosten in mittleren Höhenlagen. Auf La Gomera sollte Regen vor allem am Vormittag die Nordseite treffen, auf La Palma den Norden und Osten, auf El Hierro waren am Morgen schwache, gelegentliche Schauer möglich.

Welche Temperaturen werden erwartet?

Die Temperaturen sollten sich laut AEMET nicht wesentlich ändern, mit nur leichten Anstiegen bei den Tiefstwerten. In Santa Cruz de Tenerife wurden 20 bis 27 °C erwartet, in Las Palmas de Gran Canaria 22 bis 26 °C.

In Arrecife auf Lanzarote und Puerto del Rosario auf Fuerteventura sollten die Höchstwerte bei 27 °C liegen. Für San Sebastián de La Gomera wurden 21 bis 26 °C vorhergesagt, für Santa Cruz de La Palma 19 bis 23 °C und für Valverde auf El Hierro 18 bis 21 °C.

Der Wind sollte schwach bis mässig aus Nord oder Nordost wehen. An einigen Küstenabschnitten von La Palma, El Hierro, La Gomera und Gran Canaria konnte er Stärke 5 bis 6 erreichen, mit Wellen von ein bis zwei Metern.

Was raten die Behörden konkret?

Ausflüge in besonders betroffene Nordlagen und Aktivitäten in Schluchten sollten an die aktuelle Wetterentwicklung angepasst werden.

Die verfügbaren Quellen nennen keine konkreten Sperrungen touristischer Anlagen oder Strassen. Auch neue Antragsfristen oder behördliche Auflagen wurden nicht veröffentlicht.

Wie ist die Lage an den Küsten?

Der Seegang wurde dennoch als mässig bis rau beschrieben, mit Wellen von ein bis zwei Metern. Der Wind sollte auf See Stärke 3 bis 4 erreichen, an einigen Küstenabschnitten von La Palma, El Hierro, La Gomera und Gran Canaria auch Stärke 5 bis 6.

Was ist noch offen?

Die Vorwarnstufe blieb bestehen, obwohl AEMET für Sonntag eine Abschwächung erwartete. Eine konkrete Endzeit der Regen-Vorwarnung wird in den verfügbaren Angaben nicht genannt.

Änderungen sollten über die laufenden Veröffentlichungen von AEMET und der Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanaren geprüft werden. Die Behörden stützen ihre Entscheidungen auf den Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos (PEFMA), den Sonderplan für Unwetterrisiken.