Wie ist das Wetter auf den Kanarischen Inseln?

Das Klima der Kanarischen Inseln wird durch den Azorenhoch-Einfluss, die Passatwinde und den Golfstrom geprägt. Diese Kombination sorgt für ganzjährig milde Temperaturen und viele Sonnenstunden, wie das offizielle Tourismusportal Turismo de Canarias beschreibt.

Die Inseln haben jedoch mehrere Klimazonen. Der Süden und Südwesten ist meist trockener, sonniger und wärmer. Der Norden und die Nordostseiten sind häufiger bewölkt und feuchter, besonders an den höher gelegenen Hängen.

Die Gebirge und Nationalparks sind deutlich kühler als die Küste. Im Winter kann es in den höchsten Lagen Teneriffas zu Schnee und Eis kommen. Lanzarote und Fuerteventura sind überwiegend trocken, windiger und haben weniger ausgeprägte Höhenstufen.

La Palma, La Gomera und El Hierro zeigen starke regionale Unterschiede zwischen feuchten Nordhängen, trockeneren Südhängen und kühlen Gipfelregionen. Diese Vielfalt ist für die Suchanfrage «weather in Canary Islands» wichtiger als ein einziger Temperaturwert.

Wo finde ich die aktuelle Vorhersage und Warnungen?

Für die aktuelle Vorhersage sind AEMET, der staatliche Wetterdienst, und die Warnmeldungen des Gobierno de Canarias massgeblich. Aktuelle Werte und Warnungen veröffentlicht CITA-Wetter unter cita.news/de/wetter.html sowie AEMET auf seiner offiziellen Website.

Die kanarische Regierung weist über ihre Dirección General de Emergencias regionale Warnstufen zu Hitze, Wind, Küste, Calima und weiteren Gefahren aus. Warnmeldungen können sich innerhalb weniger Stunden ändern.

Vor Wanderungen, Strandaufenthalten, Fahrten über Bergpässe und Bootsausflügen sollte deshalb immer die aktuelle amtliche Lage geprüft werden. Einzelne Tageswerte sind nicht als Klimanormalwerte zu verstehen.

Was ist Calima und wann tritt sie auf?

Calima ist staubhaltige Luft aus der Sahara. Sie kann zu jeder Jahreszeit auftreten, tritt aber besonders bei südöstlichen bis östlichen Wetterlagen auf, wie das Gobierno de Canarias erläutert.

Typische Folgen sind eingeschränkte Sicht, staubige Luft und Ablagerungen sowie eine erhöhte Belastung für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Zudem steigen die Temperaturen deutlich, vor allem im Süden und in den Mittellagen.

In einer aktuellen Warnmeldung der kanarischen Regierung wurde leichte Calima auf den gebirgigen Inseln beschrieben, stärker an Südseiten der zentralen Inseln und La Gomeras. Bei Calima sollten Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen körperliche Belastung im Freien reduzieren.

Bei Hitze gelten die behördlichen Empfehlungen: körperliche Anstrengung und direkte Sonne vermeiden, ausreichend trinken, besonders gefährdete Personen schützen und die offiziellen Warnstufen beachten.

Welche Insel hat das beste Wetter?

Eine allgemein beste Reisezeit oder beste Insel gibt es nicht. Die konkrete Wahl hängt von Insel und Urlaubsort ab. Wer möglichst viel Sonne sucht, findet sie häufig an den Süd- und Südwestküsten.

Für grüne Landschaften und Wanderungen sind die feuchteren Nordseiten sowie die Übergangsjahreszeiten oft günstiger. La Gomera, La Palma oder feuchtere Nordseiten von Teneriffa und Gran Canaria bieten mehr Naturgrün.

Für verlässlichere Badebedingungen gelten die südlichen Küsten von Teneriffa und Gran Canaria häufig als geschützter und trockener als die Nordseiten. Fuerteventura und Lanzarote sind im Allgemeinen trockener und windiger.

Bei unsicherem Wetter bieten sich Küstenwanderungen oder Stadtbesuche statt Hochgebirgstouren an. Bei Wolken am Teide sind niedrigere Aussichtspunkte, Besucherzentren oder eine Vulkanlandschaft auf Lanzarote eine Alternative.

Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?

Für Strandurlaub eignet sich häufig der Zeitraum von Frühling bis Herbst; im Süden sind auch die Wintermonate mild. Zum Wandern bietet der Herbst bis Frühjahr in vielen tieferen und mittleren Lagen angenehmere Temperaturen.

Wassersport ist ganzjährig möglich, im Sommer oft mit stärkerem Passatwind. Die Passatwinde erreichen ihre stärkste Wirkung häufig im Sommer, insbesondere im Juni, Juli und August.

Im Winter sind die Bedingungen beim Segeln laut Turismo de Canarias oft ruhiger.

Im Hochgebirge kann sich das Wetter rasch ändern. Warme Kleidung und eine Prüfung der Zugangs- und Warnhinweise sind erforderlich, wie die offiziellen Parkhinweise betonen.

Welche Regeln gelten in Nationalparks bei jedem Wetter?

Das Wetter beeinflusst den Zugang zu Naturgebieten, hebt aber deren Schutzregeln nicht auf. Im Nationalpark Teide dürfen Besucher nur freigegebene Strassen und Wege nutzen und ausschliesslich ausgewiesene Parkplätze verwenden.

Vulkanstein sammeln, Abfälle zurücklassen und die Tierwelt stören sind ausdrücklich untersagt.

Auch im Nationalpark Garajonay sind Camping und Übernachtungen grundsätzlich nicht erlaubt. Empfohlen werden festes Schuhwerk, warme Kleidung, Wasser und Sonnenschutz, wie die Parkverwaltung mitteilt.

In integralen Naturreservaten ist die Entnahme biologischen oder geologischen Materials grundsätzlich verboten. Ausnahmen können eine behördliche Genehmigung voraussetzen, so das kanarische Schutzgebietssystem.