Wann und wo finden die Präsentationen statt?
Die erste Veranstaltung richtet sich besonders an die Bewohner der Nordregion La Gomeras. Sie beginnt am Dienstag, 6. Oktober 2026, um 17.00 Uhr im Auditorio Benedicto Negrín in Agulo, wie Gomera Noticias am 2. Oktober meldete.
Die zweite Sitzung ist für die Südregion vorgesehen. Sie findet am Mittwoch, 7. Oktober 2026, ebenfalls ab 17.00 Uhr im Edificio de Usos Múltiples in Chipude statt, laut Mitteilung des Nationalparks, wie Gomera Noticias und Gomera Today berichten.
Beide Termine sind neue Jornadas, denn eine erste Präsentation hat bereits in San Sebastián de La Gomera stattgefunden. Dort konnten die Teilnehmenden nach Angaben von Gomera Today Fragen und Anregungen vorbringen.
Die Jornadas sind laut Gomera Noticias als offener Raum für Information, Dialog und Beteiligung gedacht. Eintrittspreise, Anmeldepflichten oder besondere Zugangsregeln wurden in den vorliegenden Quellen nicht genannt.
Was ist der PRUG und warum wird er überarbeitet?
Der Plan Rector de Uso y Gestión (PRUG) ist das zentrale Planungsinstrument für den Nationalpark Garajonay. Er regelt Verwaltung, zulässige Nutzungen, Zonierung, Naturschutz, öffentliche Nutzung und wirtschaftliche Aktivitäten.
Der geltende PRUG wurde 1986 per Real Decreto 1531/1986 genehmigt und ist laut BOE seit dem 28. Juli 1986 in Kraft, also seit 40 Jahren. Als Grund für die Überarbeitung nennt das Gobierno de Canarias die Anpassung an die Klimarealität und neue wissenschaftliche Daten.
Der Nationalpark selbst wurde durch die Ley 3/1981 vom 25. März 1981 geschaffen. Zonierung und Ziele des geltenden Plans stehen im Anhang des Real Decreto 1531/1986, das im BOE vom 28. Juli 1986 veröffentlicht wurde.
Wie können Bürger Einwendungen einreichen?
Die öffentliche Informationsphase begann am 4. August 2026. Sie dauert drei Monate und endet am Mittwoch, 4. November 2026, wie die kanarische Regierung mitteilte.
Beiträge können über das Bürgerbeteiligungsportal der kanarischen Regierung eingereicht werden. Alternativ stehen das Allgemeine Elektronische Register (Registro General Electrónico) oder die persönliche Abgabe zur Verfügung.
Adressat der Stellungnahmen ist die Dirección General del Medio Natural der kanarischen Regierung. Eine gesonderte Regelung nach Staatsangehörigkeit wird in den offiziellen Informationen nicht genannt; die Beteiligung steht der gesamten Bürgerschaft offen.
Welche Inhalte werden vorgestellt?
Während der Veranstaltungen werden die wichtigsten Inhalte des neuen PRUG erläutert. Dazu gehören laut Mitteilung des Nationalparks die Massnahmen und Handlungslinien, die das Territorium und die Bevölkerung der Insel direkt oder indirekt betreffen können.
Die Sitzungen sollen den Teilnehmern ermöglichen, die Reichweite der neuen Regelungen zu verstehen und Fragen zu stellen. Der Director-Conservador Bernabé Gutiérrez García bezeichnete die Treffen als Gelegenheit, den neuen PRUG aus erster Hand kennenzulernen.
Konkrete neue Verbote, Gebühren, Sperrungen oder Änderungen von Wanderwegen wurden in den gefundenen Quellen nicht genannt. Die endgültigen Regelungen stehen erst nach Abschluss des Verfahrens fest.
Was bedeutet das für Einwohner und Besucher?
Einwohner und Grundeigentümer können bis zum 4. November 2026 Einwendungen und Stellungnahmen zum Entwurf einreichen. Aus den vorliegenden Angaben ergeben sich noch keine endgültigen neuen Nutzungsbeschränkungen.
Für Besucher kann der Entwurf künftig Regeln für Besuch, Nutzung und Zonierung enthalten. Konkrete neue Eintrittspreise oder Genehmigungspflichten wurden in den Quellen nicht veröffentlicht.
Der Nationalpark verfügt über Büros in San Sebastián de La Gomera. Ein Informationspunkt befindet sich in Laguna Grande.
Wie geht es nach der Beteiligungsphase weiter?
Der aktuelle Entwurf wurde dem Patronat des Nationalparks vorgelegt. Er soll zunächst einer vereinfachten strategischen Umweltprüfung unterzogen werden, wie die kanarische Regierung mitteilte.
Danach folgen weitere Verwaltungs- und Genehmigungsschritte. Ein Datum für die endgültige Verabschiedung des PRUG wurde in den vorliegenden Quellen nicht angegeben.
Die offizielle Informationsseite der kanarischen Regierung stellt den Entwurf und die Verfahrensunterlagen bereit. Die Ergebnisse der öffentlichen Beteiligung und die genauen Inhalte des Entwurfs bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens offen.