Arrecife: Ein Monat Gratis-Kultur in den Stadtvierteln
Arrecife füllt den September mit kostenloser Kultur — und zwar nicht nur im Zentrum, sondern draußen in den Stadtvierteln. Die Hauptstadt von Lanzarote bringt Puppentheater, Konzerte, Workshops und Vorträge in die soziokulturellen Zentren von Argana Baja, Valterra und San Francisco Javier. Der Eintritt ist laut Ayuntamiento frei, solange Plätze verfügbar sind.
Foto: Philip Halling, CC BY-SA 2.0 (Symbolbild).
Los ging es am Donnerstag, 3. September. Die Idee dahinter ist simpel und für Familien praktisch: Wer nicht ins Zentrum fahren will oder kann, findet das Programm im eigenen Viertel — zu Fuß erreichbar, ohne Ticket, ohne Vorverkauf.
Der Auftakt: Puppen um 18 Uhr, Musik um 19.30 Uhr
Den Anfang machte am 3. September das Kinder-Puppenspiel «Único» im Centro Sociocultural von Argana Baja um 18.00 Uhr. Am selben Abend startete im Zentrum die Reihe «Conciertos Hablados» in der Casa de la Cultura Agustín de la Hoz um 19.30 Uhr.
Die Eröffnungssession trägt den Titel «Fusión» und wird von Ciro Corujo geleitet; auf der Bühne standen den Ankündigungen zufolge José Eduardo Martín und Carlos Martín. Das Format ist kein reines Konzert: Es verbindet Live-Musik mit Erzählung und Gespräch über die Wurzeln der kanarischen Volksmusik — Publikum inklusive.
Welche Viertel dabei sind
Der Schwerpunkt liegt in diesem Monat klar auf Argana Baja: Dort finden der Puppenauftakt, die Workshops und ein Vortrag statt. Dazu kommen Valterra und San Francisco Javier, beide mit Terminen aus der Reihe «Sabatea: teatro en los barrios» — Theater, das bewusst in die Viertel geht statt umgekehrt.
Die Casa de la Cultura Agustín de la Hoz im Zentrum bleibt daneben die zweite Achse des Programms und beherbergt Konzerte, Foren und Ausstellungen. Ein anderes, in den Pressemeldungen genanntes Viertel — etwa Titerroy — taucht in der veröffentlichten September-Agenda nicht auf.
«Arrecife crea arte»: Workshops an vier Tagen
Für den 4., 5., 9. und 10. September sind die Workshops «Arrecife crea arte» in Argana Baja angekündigt. Sie stehen im Umfeld des Straßenkunst-Festivals Desidia, das im selben Viertel mit einem Wandbild-Rundgang arbeitet. Berichten zufolge reichen die Termine von einer Einführung in die Sprühdose über den Weg «vom Entwurf zur Wand» bis zu einer geführten Besichtigung.
Zur Anmeldung: Für die Begleitaktivitäten des Festivals wird laut den vorliegenden Ankündigungen eine vorherige Reservierung verlangt, die offizielle Information verweist dabei auf die Festival-Website. Eine Altersgrenze wurde in den einsehbaren Quellen nicht veröffentlicht. Wer sicher gehen will, fragt vorab direkt beim Centro Sociocultural nach.
Und danach: Vorträge, Migrationsforum, Klavier, Clowns
Der Rest des Monats ist gemischt. Für den 8. September ist ein Vortrag von Mani Modhwadia in Argana Baja um 19.00 Uhr angekündigt. Am 9. September stehen in der Casa de la Cultura ein Forum über Rassismus und die Ausstellung «OBITen» im Rahmen des III. staatlichen Migrationstreffens auf dem Plan.
Am 10. September ist Cultura Arrecife bei der 37. Inselmesse für Kunsthandwerk in Mancha Blanca vertreten, am 11. September spielt die Pianistin Natalia Nikolaeva im Festival Tiempos Modernos um 20.00 Uhr in der Casa de la Cultura. Den Abschluss in den Vierteln bilden die Erzählveranstaltung «Mujeres que cuentan» am 18. September in San Francisco Javier (18.00 Uhr) und das Stück «Clowneando» am 26. September im Centro Sociocultural Valterra (11.30 Uhr).
Wer dahintersteckt — und was es nicht ist
Getragen wird die Agenda vom Ayuntamiento de Arrecife über seinen Kulturbereich (Cultura Arrecife), politisch verantwortet von Stadträtin Abigail González. Die Stadt betont, dass alle von Cultura Arrecife organisierten Aktivitäten frei zugänglich sind, bis das Fassungsvermögen erreicht ist. Eine Budgetzahl für das Programm haben die eingesehenen Quellen nicht veröffentlicht.
Wichtig zur Einordnung: Dieses Viertel-Programm ist nicht identisch mit dem Musikfestival Arrecife en Vivo, das ebenfalls im September und ebenfalls gratis stattfindet, aber eine eigene Veranstaltung mit eigenem Line-up im öffentlichen Raum der Innenstadt ist. Beide laufen parallel — verwechseln sollte man sie nicht.
Die Nachmittagstermine um 18.00 Uhr sind familienfreundlich terminiert; die Konzerte in der Casa de la Cultura beginnen später (19.30 bzw. 20.00 Uhr).
Das Programm im Überblick
- Veranstalter: Ayuntamiento de Arrecife / Bereich Kultur (Cultura Arrecife), Stadträtin Abigail González.
- Eintritt: frei, bis das Fassungsvermögen erreicht ist (Angabe des Ayuntamiento).
- Beteiligte Viertel: Argana Baja, Valterra, San Francisco Javier; dazu die Casa de la Cultura Agustín de la Hoz im Zentrum.
- Auftakt am 3. September: Puppenspiel «Único» (Argana Baja, 18.00 Uhr) und «Conciertos Hablados» mit «Fusión» unter Leitung von Ciro Corujo (19.30 Uhr).
- Workshops «Arrecife crea arte»: 4., 5., 9. und 10. September in Argana Baja; laut Ankündigungen mit vorheriger Reservierung.
- Nicht zu verwechseln mit dem Musikfestival Arrecife en Vivo, einer separaten Gratis-Veranstaltung im September.
FAQ
- Kostet das Programm etwas?
- Nein. Nach Angaben des Ayuntamiento sind alle von Cultura Arrecife organisierten Aktivitäten frei zugänglich, solange Plätze verfügbar sind.
- In welchen Vierteln finden die Veranstaltungen statt?
- In der veröffentlichten Agenda tauchen Argana Baja, Valterra und San Francisco Javier auf, dazu die Casa de la Cultura Agustín de la Hoz im Zentrum.
- Was sind die «Conciertos Hablados»?
- Eine Reihe, die Live-Musik mit Erzählung und Gespräch verbindet. Die Eröffnungssession «Fusión» leitete Ciro Corujo in der Casa de la Cultura.
- Wie melde ich mich für «Arrecife crea arte» an?
- Für die Begleitaktivitäten wird laut den Ankündigungen eine vorherige Reservierung verlangt, mit Verweis auf die Festival-Website. Vollständige Details wie Altersgrenzen sind nicht öffentlich publiziert — am besten direkt beim Centro Sociocultural nachfragen.
- Ist das dasselbe wie Arrecife en Vivo?
- Nein. Arrecife en Vivo ist ein eigenständiges, ebenfalls kostenloses Musikfestival mit eigenem Line-up. Das hier beschriebene Programm ist die städtische Kulturagenda für die Viertel.
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