Was bedeutet der Workshop für Urlauber und Residenten?
Am Montag, 9. November 2026, öffnet die Ermita de San Pedro Mártir in Telde von 17.00 bis 19.00 Uhr für einen Erste-Hilfe-Workshop. Der Eintritt ist frei, und eine Voranmeldung ist laut Ayuntamiento (Gemeindeverwaltung) nicht nötig.
Eingelassen wird in der Reihenfolge des Eintreffens, bis alle Plätze belegt sind. Wie viele Plätze es gibt, hat die Stadt nicht mitgeteilt, wer sicher dabei sein will, kommt daher früh.
Die Ermita liegt im historischen Viertel San Juan von Telde. Wer aus einem der Ferienorte anreist, plant die Fahrt selbst, denn Hinweise zu Bus oder Parkplätzen enthält die Mitteilung nicht.
Einen Ausweis oder eine Gebühr verlangt nach den vorliegenden Angaben niemand. Auch eine Teilnahmebescheinigung wird nirgends erwähnt.
Was lernen die Teilnehmer in Telde?
Veranstalter ist die Concejalía de Participación Ciudadana, die Abteilung der Stadt für Bürgerbeteiligung. Verantwortlich ist Janoa Anceaume, Stadträtin für Gesundheit und Bürgerbeteiligung.
Der Kurs vermittelt die Grundlagen der Ersten Hilfe. Die Teilnehmer lernen, Risikosituationen zu erkennen, Hilfe anzufordern und bis zum Eintreffen der Rettungsdienste die erste Versorgung zu leisten.
Anceaume sagte sinngemäss, man wolle oft helfen und wisse nicht wie. Die Workshops sollen Nachbarn Grundkenntnisse geben, damit sie im Ernstfall sicherer reagieren.
Angesprochen sind alle Altersgruppen, Vorkenntnisse braucht niemand. Das macht den Abend auch für Familien und Neuzuzügler zugänglich.
Was ist zum Workshop noch offen?
Wer den Kurs leitet, steht in keiner der vorliegenden Fassungen der Mitteilung. Auch die Zahl der Plätze bleibt offen.
Ob die Teilnehmer eine Herzdruckmassage und Wiederbelebung (RCP) üben, ist nicht bestätigt. Die Texte sprechen nur von «Grundlagen».
Die Unterrichtssprache wird nirgends genannt, es ist aber anzunehmen, dass auf Spanisch unterrichtet wird. Wer kein Spanisch spricht, bringt am besten jemanden zum Übersetzen mit.
Zur Barrierefreiheit der Ermita gibt es keine Angabe. Die Seite der Stadt war bei der Recherche am 5. November 2026 nicht abrufbar, die Eckdaten stimmen aber in zwei lokalen Berichten überein.
Gibt es weitere Termine in Telde?
Der einzige bekannte Termin ist der 9. November 2026. Die Stadt spricht allerdings von «diesen Workshops», was auf eine Reihe hindeutet; weitere Daten sind nicht veröffentlicht.
Telde hat solche Kurse schon früher angeboten. Am 30. Januar 2026 um 16.30 Uhr lud die Concejalía de Sanidad in die Casa Condal, Calle Conde de la Vega Grande 14, zu einem Workshop mit Wiederbelebungsschulung.
Damals war wegen begrenzter Plätze eine Anmeldung per Telefon nötig. Partner waren die Ärztekammer von Las Palmas, die kanarische Pädiatriegesellschaft und die Organisation Mary's Meals, die Veranstaltung gehörte zum «Proyecto Gaspar».
Das Format im November ist schlichter: ohne Anmeldung und ohne genannte Partner. Ob die Stadt später wieder einen Reanimationskurs anbietet, ist offen.
Was gilt im Notfall auf Gran Canaria?
Die Abfolge im Ernstfall lautet: die Person ansprechen und prüfen, den Notruf 112 wählen und sofort mit Herzdruckmassage beginnen. Defibrillatoren lassen sich über die App «Ariadna» finden.
Der Einsatz von Defibrillatoren durch Laien ist auf den Kanaren geregelt. Das Dekret 157/2015 der Kanarischen Regierung vom 18. Juni 2015 (BOC 2015/129) löste das Dekret 225/2005 vom 13. Dezember 2005 ab.
Der Área de Salud von Lanzarote schulte 2023 nach eigenen Angaben 9.739 Menschen in Wiederbelebung und Erster Hilfe. Das sind 66 Prozent mehr als 2022; für Gran Canaria liegen keine vergleichbaren Zahlen vor.
Der kanarische Notdienst SUC schulte im Schuljahr 2023/24 über 700 Schüler auf den Kanaren in Erster Hilfe und Herzdruckmassage. 470 davon besuchten 14 Schulen auf Teneriffa und Gran Canaria.