Was ist in der Halloween-Nacht auf Gran Canaria passiert?
In Las Palmas de Gran Canaria gingen Scheiben von Bussen der Guaguas Municipales (städtische Linienbusse) zu Bruch. Das berichtet La Gaceta de Canarias unter Berufung auf die Agentur EIL, ausserdem flogen Eier gegen die Fenster.
In Las Medianías de Telde feierten mehr als 300 Jugendliche auf einer Finca nahe der Schule Enrique de Ossó. Weil Minderjährige und Alkohol im Spiel waren, rückte zuerst die Policía Local (Ortspolizei) aus.
Mehrere Schlägereien riefen später die Policía Nacional (Nationalpolizei) hinzu. Am Ende räumten die Beamten das Gelände, und Strassen in der Umgebung waren zeitweise für den Verkehr gesperrt.
Was bedeutet das für Urlauber und Residenten?
Neue Regeln, Sperrungen oder Fristen nennt keine der Quellen. Auch einen Bezug zu Teneriffa oder zum Süden der Inseln fand die Recherche nicht.
Ein Suchtreffer erwähnte Umleitungen im Busverkehr am 31. Oktober und 1. November, bestätigen liess sich das nicht. Wer auf Gran Canaria mit der Guagua fährt, fragt im Zweifel bei Guaguas Municipales nach.
Eine offizielle Empfehlung an die Bevölkerung gibt es über die Kampagnenbotschaft hinaus nicht. Sie ruft dazu auf, den öffentlichen Verkehr zu respektieren.
Wie hatten die Behörden vorgesorgt?
Guaguas Municipales und die Policía Local überwachten den Nahverkehr laut La Gaceta von der Nachmittag des 30. Oktober bis in die Nacht zum 2. November. Die Policía Nacional war in die Abstimmung eingebunden.
Das Busunternehmen hatte einen Notfallplan und zusätzliche Reinigungstrupps gegen Eierwürfe bereitgestellt. Dazu lief eine Kampagne, die sich an Jugendliche, Familien und Nachbarn richtet.
Der Sender RTVC nennt als Slogan «No nos hagas truco. Trasto» und als Zeitraum vom 30. Oktober bis 2. November. Der Einsatz deckt Halloween und die Finaos ab, den Brauch der Nacht zum 1. November.
Laut RTVC gehört auch die Sondereinheit GOIA-UE der Policía Local zum Einsatz. Sie behält Nahverkehr, Taxis und öffentliche Plätze im Blick.
Wie viel Vandalismus gab es früher, und was droht den Tätern?
RTVC nennt für das Jahr 2019 insgesamt 105 Vandalismusakte gegen Busse. Beamte sprechen laut dem Sender inzwischen von weniger als zehn Eierwurf-Vorfällen.
Wie viele Busse 2026 beschädigt wurden und was die Reparatur kostet, steht bei La Gaceta nicht. Die Recherche fand dazu auch von der Stadt keine Zahlen.
Die Kampagne nennt als mögliche Folgen Haft für Erwachsene, Haftmassnahmen für Minderjährige und Bussgelder von 100 bis 600.000 Euro. Dazu kommen gemeinnützige Arbeit und Bewährungsaufsicht, welche Strafe für welche Tat gilt, führt die Quelle nicht auf.
Was ist in Telde noch offen?
Ob die Party genehmigt war, prüfen die Behörden laut La Gaceta noch. Die Einladung soll sich über WhatsApp verbreitet haben.
Veranstalter und mögliche Sanktionen sind bislang nicht genannt. Zu Verletzten oder Festnahmen liegen keine bestätigten Daten vor.
Öffentliche Veranstaltungen brauchen auf den Kanaren eine vorherige Genehmigung, geregelt im Gesetz 7/2011 vom 5. April. Je nach Art entscheidet die Gemeinde oder die Kanarenregierung, wer im Fall Telde zuständig ist, blieb offen.
Telde erlebte schon im Sommer 2026 eine illegale Party mit rund 200 Menschen auf einem Landgut, wie Diario de Avisos berichtete. Mit Halloween hat dieser Fall nichts zu tun.