Was ändert sich für Urlauber und Residenten auf Teneriffa?

Die Quellen vom 7. November nennen keine Massnahmen für Teneriffa, auch nicht für die Urlaubsorte im Süden. Auch zu Preisen, Regeln oder Sperrungen für Urlauber und Residenten steht dort nichts.

Alpidio Armas, Präsident des Cabildo (Inselregierung) von El Hierro, schildert die Lage so: «Es kommen mehr Menschen an, als wir nach Teneriffa verlegen können.» Zahlen zu Verlegungen nach Teneriffa hat die Regierung bisher nicht veröffentlicht.

Wer nach Teneriffa reist, findet in den ausgewerteten Quellen keinen Hinweis auf Einschränkungen. Die Mitteilungen des Regierungssitzes Moncloa und des zuständigen Ministeriums nach dem 10. November zeigen, ob sich das ändert.

Was berät die Einwanderungskommission am 10. November?

Die Regierung hat die Comisión Interministerial de Inmigración für Dienstag, 10. November, einberufen, wie Quellen im Ministerium für Política Territorial y Memoria Democrática mitteilten. Minister Ángel Víctor Torres, der von den Kanaren stammt, leitet die Sitzung.

Uhrzeit und Ort nannte das Ministerium nicht. Agenturberichte nennen den Regierungssitz Moncloa, kurz vor der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Ausserordentlich nehmen Kanarenpräsident Fernando Clavijo und Alpidio Armas teil. Auf der Tagesordnung stehen die Migration auf den Kanaren und vor allem die Lage auf El Hierro.

Zu den Mitgliedern zählen die Ressortchefs für Asuntos Exteriores, Unión Europea y Cooperación, José Manuel Albares, und für Interior, Fernando Grande-Marlaska. Dazu kommen Yolanda Díaz (Trabajo y Economía Social), Elma Saiz (Seguridad Social y Migraciones), Pablo Bustinduy (Derechos Sociales, Consumo y Agenda 2030) und Sira Rego (Juventud e Infancia).

Wie viele Menschen sind in den letzten Tagen angekommen?

Vom 1. bis 6. November erreichten 49 Boote mit 4.587 Menschen die Kanaren, wie die Kanarische Regierung meldete. 35 dieser Boote landeten auf El Hierro.

Am Samstag, 7. November, kamen laut Salvamento Marítimo (Seenotrettung) drei weitere Boote mit rund 255 Menschen an. Aus dem Umfeld der Sitzung ist von fast 5.000 Ankünften in einer Woche die Rede, mehr als 1.100 davon in 24 Stunden.

Im Oktober zählte die Kanarische Regierung bis zum 26. Oktober 3.873 Ankünfte, davon 2.835 auf El Hierro. Das ist ein Zwischenstand, kein Monatsergebnis.

Wie entwickeln sich die Zahlen im Jahresvergleich?

Das Innenministerium zählte von Januar bis Juni 2026 3.708 Menschen auf 49 Booten, 67 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Von Juli bis Oktober folgten 9.619 Menschen auf 111 Booten, mehr als das Dreifache des Vorjahreszeitraums.

Im ganzen Jahr 2024 kamen laut Innenministerium 46.843 Menschen auf 692 Booten, 2025 waren es vorläufig 17.788 auf 263 Booten (minus 62 Prozent). Bis zum 15. Oktober 2026 lag die Zahl bei 8.970, gegenüber 13.491 im Vorjahr.

In den ersten 15 Oktobertagen erreichten 1.837 Menschen die Inseln, im selben Zeitraum 2025 waren es 643. Die Notdienste zählten vom 1. Januar bis 30. September 7.179 Ankünfte, davon 3.515 auf El Hierro, 2.133 auf Lanzarote und 516 auf Teneriffa.

Ein Cayuco bringt im Schnitt 113 Menschen nach La Restinga auf El Hierro, ein Boot aus Marokko 52, so die Notdienste. Minderjährige machten bis Ende September 1.513 Ankünfte aus, also 21,08 Prozent.

Was fordern die Kanaren von Madrid?

Clavijo bat Sánchez um den 25. Oktober in einem Brief um sechs Sofortmassnahmen. Er verlangte eine ausserordentliche Sicherheitskonferenz von Kanaren und Staat, einen finanzierten Notfallplan für Rettung, Überwachung, Notfallmedizin und Aufnahmezentren sowie diplomatische Schritte mit Marokko, Mauretanien, Senegal und Gambia.

Dazu kommen mehr EU-Hilfe samt Frontex und die Aufnahme der Kanaren in den künftigen EU-Notfallrahmen für Aussengrenzen. Als sechsten Punkt nannte er wöchentliche Treffen beider Regierungen.

Torres kündigte am 26. Oktober im Staatsradio RNE an, die Regierung werde den Brief beantworten. Er warf der PP, Koalitionspartnerin von Clavijo, vor, gegen die Verteilung von Minderjährigen gestimmt zu haben; eine Stellungnahme der PP liegt nicht vor.

Clavijo nannte die Lage am Freitag, 6. November, auf El Hierro «absolut unhaltbar». Armas hat den sozialen Notstand erklärt, um mehr Mittel vom Staat zu erhalten.

Wer zahlt, und was ist noch offen?

Die Regierung gründete die Kommission am 30. Januar 2024, Torres sitzt ihr vor. Sie koordiniert die Ministerien und hat kein eigenes Budget.

Die Kanarische Regierung forderte am 16. Juli 2026 vom Staat 100 Millionen Euro zusätzlich für die Betreuung von Minderjährigen. Sie versorgt mehr als 3.600 Minderjährige, nach den Verteilkriterien wären es 783; das Ergebnis der Konferenz ist nicht bekannt.

Offen sind Uhrzeit, Ort und Ergebnis der Sitzung am 10. November. Auch einen Betrag für einen Notfallplan und einen Termin für die Antwort an Clavijo nannte bisher niemand.