Was bedeutet der Regenalarm für Urlauber im Süden?

Der Alarm gilt für das «área metropolitana de Tenerife», den von der kanarischen Notfallplanung definierten Metropolbereich.

Für den Süden der Insel mit den grossen Urlauberzentren wie Playa de las Américas oder Costa Adeje gilt zunächst keine eigene Alarmstufe. Die Behörden warnen jedoch, dass sich die Lage rasch ändern kann und die stärkere Entwicklung besonders ab Sonntagmittag erwartet wird.

Wie viel Regen wird erwartet?

Die staatliche Wetteragentur AEMET rechnet im Metropolgebiet mit bis zu 30 Millimetern Niederschlag innerhalb einer Stunde. Zusätzlich besteht laut der kanarischen Notfallbehörde die Gefahr erheblicher Regenmengen innerhalb von 12 Stunden.

Auf den übrigen Westinseln und Gran Canaria werden laut AEMET rund 15 Millimeter pro Stunde erwartet. Die Gewitter können örtlich und zeitweise intensiv ausfallen, wie die Regierung mitteilte.

Welche Gefahren bestehen konkret?

Bei der erwarteten Intensität sind lokal schnelle Überflutungen, erschwerte Strassenverhältnisse und Einschränkungen im Verkehr möglich. Die Regierungsmitteilung nennt jedoch keine konkreten Strassensperren, Schulschliessungen oder Flugausfälle.

Die Behörden raten, während starker Regenfälle nicht zu fahren. Falls eine Fahrt unvermeidbar ist, sollen Autofahrer Hauptstrassen oder Autobahnen nutzen, langsam fahren und überflutete Brücken nicht überqueren.

Was sollten Bewohner und Besucher jetzt tun?

Die Regierung empfiehlt, sich über Medien und offizielle Kanäle laufend zu informieren. In überschwemmungsgefährdeten Bereichen wie Garagen oder Kellern soll man sich nicht aufhalten und bei Isolation nur abgefülltes Wasser trinken.

Der Notruf 112 ist ausschliesslich für echte Notfälle reserviert. Für allgemeine Informationen verweist die Regierung auf die Nummer 012.

Wie lange dauert die Unwetterlage?

Die Instabilität sollte laut der Dirección General de Emergencias am Montag, 2. November, auf den westlichen Inseln einschliesslich Teneriffa andauern; die verfügbaren Angaben nennen für die gelben Warnungen jedoch kein Ende um 18 Uhr. Eine AEMET-Warnung für Teile Teneriffas lief bis 23:59 Uhr am Montag.

Ein konkretes Enddatum der Alarm- oder Vorwarnstufe nennen die verfügbaren Mitteilungen nicht. Die Dirección General de Emergencias überwacht die Lage fortlaufend und will die Bedingungen bei Bedarf aktualisieren.

Was ist noch offen?

Die Regierung bezeichnet die weitere Entwicklung als unsicher, insbesondere hinsichtlich Ort, Stärke und Dauer der Niederschläge. Änderungen der Warnstufe oder eine Ausweitung auf andere Inseln sind daher möglich.

Für Bewohner und Besucher gelten nach den vorliegenden amtlichen Informationen keine neuen Gebühren, Antragsfristen oder Anspruchsvoraussetzungen. Die Warnung ersetzt keine individuelle Schliessungs- oder Evakuierungsanordnung.