Wenn auf Teneriffa die Kräne kreisen und überall neue Wohnviertel aus dem Boden sprießen, dann steckt dahinter nicht nur die ungebrochene Nachfrage nach Wohnraum auf der Insel. Es braucht auch verlässliche Partner, die den Baufirmen und Projektentwicklern den finanziellen Rücken stärken. Genau hier setzt die erneuerte Allianz zwischen CaixaBank und der Bauunternehmer-Föderation FEPECO an.

Die beiden Schwergewichte haben ihre Zusammenarbeit jetzt offiziell bekräftigt und wollen damit den Bau- und Immobiliensektor in der Provinz Santa Cruz de Tenerife weiter ankurbeln. Konkret geht es um bevorzugte Finanzierungen, maßgeschneiderte Bankdienstleistungen und gemeinsame Initiativen, die den Unternehmen der Branche zugutekommen sollen. Die Botschaft ist klar: Wer auf Teneriffa baut, saniert oder entwickelt, soll künftig noch leichter an passende Kredite und Services kommen.

Was die Partnerschaft konkret bringt

Im Kern ist die Vereinbarung eine Verlängerung und Vertiefung einer bereits bestehenden Kooperation. CaixaBank stellt den bei FEPECO organisierten Unternehmen und Fachleuten eine breite Palette an Finanzprodukten und Dienstleistungen zur Verfügung – und zwar zu „vorteilhaften Bedingungen“, wie es in der Vereinbarung heißt. Was genau sich hinter diesen Vorzugskonditionen verbirgt, bleibt allerdings vertraulich. Konkrete Zinssätze, Kreditlinien oder ein Gesamtvolumen wurden nicht öffentlich gemacht.

Aus dem üblichen Produktkatalog der Bank für Bau- und Immobilienkunden lässt sich aber ableiten, worum es im Wesentlichen gehen dürfte: Finanzierungen für den Neubau und die Sanierung von Wohnimmobilien, Kredite für Projekte des sozialen Wohnungsbaus, Aval-Linien zur Absicherung von Anzahlungen beim Kauf von Off-Plan-Immobilien sowie erleichterte Hypothekenkonditionen für die Endkäufer. Hinzu kommt die Zusage der Bank, sich an Informationsveranstaltungen und Initiativen von FEPECO zu beteiligen, um die wirtschaftliche Aktivität der Branche insgesamt zu fördern.

Wer den Pakt besiegelt hat

Für CaixaBank setzte Manuel Afonso, der Territorialdirektor der Bank auf den Kanarischen Inseln, seine Unterschrift unter das Abkommen. Auf Seiten der Bauunternehmer unterzeichnete Olga Sanfiel, die Präsidentin der Federación Provincial de Empresarios de la Construcción de Santa Cruz de Tenerife, kurz FEPECO. Die Föderation vertritt die Interessen der Bauwirtschaft in der gesamten Provinz und ist damit der natürliche Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Branche flächendeckend mit Finanzierungsinstrumenten zu versorgen.

Dass beide Seiten die Partnerschaft gerade jetzt erneuern, ist kein Zufall. Die Bauwirtschaft auf den Kanaren erlebt einen regelrechten Boom. Die genehmigte Baufläche für Neubau und Sanierung wuchs im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um satte 34,7 Prozent – einer der stärksten Anstiege in ganz Spanien. Auch die Beschäftigtenzahlen sprechen eine deutliche Sprache: In der Provinz Santa Cruz de Tenerife waren im Baugewerbe zuletzt rund 55.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so viele wie noch nie zuvor in einem ersten Quartal.

Tipp Wenn Sie als Bauunternehmer oder Projektentwickler auf Teneriffa von den Vorzugskonditionen profitieren möchten, lohnt sich ein direkter Kontakt zu FEPECO – die Föderation lotst ihre Mitglieder durch das Finanzierungsangebot der CaixaBank.

Rückenwind aus der Wirtschaft

Die erneuerte Partnerschaft fällt in eine Zeit, in der die kanarische Wirtschaft insgesamt auf Hochtouren läuft. Allein auf Teneriffa waren im ersten Quartal 2026 über 460.000 Menschen erwerbstätig – ein historischer Höchststand. Die Arbeitslosenquote sank auf 8,76 Prozent, den niedrigsten Wert seit zwei Jahrzehnten und fast drei Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der Kanarischen Inseln. In einem solchen Umfeld steigt naturgemäß auch die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien, was wiederum den Bau- und Projektentwicklungssektor befeuert.

Besonders bemerkenswert: Bei den Unternehmensgründungen und Kapitalzuflüssen spielten Bau und Immobilien zuletzt eine herausragende Rolle. Im Dezember 2024 flossen von den insgesamt 508 Millionen Euro an neuem Gesellschaftskapital auf den Kanaren allein 215 Millionen in Bau- und Immobilienaktivitäten – ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Branche ist damit nicht nur ein Jobmotor, sondern auch ein Magnet für Investitionskapital. Die CaixaBank-FEPECO-Allianz dockt genau an dieser Dynamik an.

Was die Politik beisteuert

Die Partnerschaft zwischen Bank und Bauverband steht nicht im luftleeren Raum. Die kanarische Regionalregierung hat ihrerseits Programme aufgelegt, um den Wohnungsbau zu modernisieren und zu beschleunigen. Erst kürzlich wurde FEPECO ein mit zwölf Millionen Euro dotiertes Förderpaket für industrialisiertes Bauen vorgestellt. Ziel ist es, effizientere, nachhaltigere und schnellere Bauweisen auf die Inseln zu bringen – ein Ansatz, der angesichts der hohen Nachfrage nach Wohnraum dringend nötig erscheint.

Zudem hat die Regierung bereits in anderen Sektoren, etwa der Landwirtschaft und Fischerei, Kreditfazilitäten mit CaixaBank und weiteren Banken vereinbart, um EU-geförderte Investitionen vorzufinanzieren. Die Logik ist also keine neue: Öffentliche Hand und Privatwirtschaft spannen zusammen, um Investitionen in strategisch wichtige Branchen zu lenken. Dass nun der Bau- und Immobiliensektor von einer ähnlichen Dynamik profitiert, ist nur folgerichtig.

Gut zu wissen Konkrete Summen oder Zinskonditionen der CaixaBank-FEPECO-Vereinbarung sind nicht öffentlich – wer als Unternehmer darauf zugreifen möchte, sollte die Details direkt mit der Bank oder über den Verband klären.

Häufige Fragen

Was genau ist FEPECO?
Die Federación Provincial de Empresarios de la Construcción de Santa Cruz de Tenerife ist der Arbeitgeberverband der Bauwirtschaft in der Provinz und vertritt die Interessen von Baufirmen, Projektentwicklern und Immobilienunternehmen.
Welche Firmen profitieren von der Vereinbarung?
Alle Unternehmen und Fachleute, die bei FEPECO organisiert sind – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum großen Projektentwickler – können die Vorzugskonditionen der CaixaBank in Anspruch nehmen.
Gibt es eine feste Kreditsumme?
Nein, ein Gesamtvolumen oder eine Kreditlinie wurde nicht öffentlich genannt. Die Konditionen werden individuell zwischen Bank und Unternehmen vereinbart.
Gilt die Partnerschaft nur für Teneriffa?
Die Vereinbarung bezieht sich auf die gesamte Provinz Santa Cruz de Tenerife, also auch auf La Palma, La Gomera und El Hierro.
Wie passt das Abkommen zur Wohnungsnot auf den Kanaren?
Indirekt soll es helfen, mehr Bauprojekte zu realisieren und so das Wohnungsangebot zu erhöhen. Genaue Zahlen zum Wohnungsdefizit liegen aber nicht vor.

Stand der Informationen: Juli 2026. Die genauen Finanzkonditionen der Vereinbarung sind nicht öffentlich und können nur direkt bei CaixaBank oder FEPECO erfragt werden.